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Allensbach 68 Prozent der Deutschen ist Bekämpfung der Steuerhinterziehung sehr wichtig

Exklusiv

Der Steuerskandal um den Präsidenten des FC Bayern München, Uli Hoeneß, hat die kritische Einstellung der Bundesbürger zur Steuerhinterziehung noch einmal erheblich verschärft.

Steuererklärung Quelle: dpa

68 Prozent der Deutschen halten aktuell die Bekämpfung der Steuerhinterziehung für besonders wichtig, vor dem Hoeneß-Skandal waren es erst 56, schreibt die Chefin des Instituts für Demoskopie Allensbach, Renate Köcher, in einem Gastbeitrag in der WirtschaftsWoche.

Auch die Ansicht, dass man in Deutschland relativ leicht Steuern hinterziehen kann, hat sich durch den spektakulären Fall verändert. „Im März 2013 waren davon 46 Prozent der Bürger überzeugt, zwei Monate später 54 Prozent“, so Köcher in der WirtschaftsWoche. „Aktuell glauben 55 Prozent, dass es relativ leicht ist, die eigene Steuerlast unrechtmäßig zu verringern – und das ist quer durch alle sozialen Schichten die Mehrheitsmeinung.“ 80 Prozent der Bundesbürger gehen denn auch laut Umfrage davon aus, dass viele Menschen hierzulande Steuern hinterziehen. Nur 13 Prozent glauben das nicht.

Die Mehrheit der Bürger sieht laut Köcher zudem die Möglichkeit zur Selbstanzeige kritisch, bei der Steuersünder gegen eine Nachzahlung der Steuer und einen Aufschlag straffrei bleiben. „Wenn die Bundesregierung diese Option beibehält, plädiert die große Mehrheit für eine Verschärfung der bestehenden Regeln. 69 Prozent der Bundesbürger halten dies für geboten und fordern, die Strafzahlungen für Steuerhinterzieher zu erhöhen“, so Köcher

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