Arbeitsrecht Sind Kündigungen per WhatsApp gültig?

Immer mehr Menschen in Deutschland nutzen den Messaging-Dienst WhatsApp. Mittlerweile scheint er auch in den Personalabteilungen Einzug gehalten zu haben. Eine Kündigung per Textnachricht ist jedoch heikel.

Wie Nutzer der Datenweitergabe widersprechen
WhatsApp Facebook Datenweitergabe widersprechen Quelle: AP
WhatsApp Freunde stummschalten Quelle: REUTERS
Whatsapp führt zukünftig Statistiken zum Chat-Verhalten Quelle: Screenshot
Logo von Whatsapp Quelle: dpa
Screenshot der whatsapp-Homepage Quelle: Screenshot
Screenshot Whatsapp Quelle: Screenshot
Handy mit Whatsapp-Symbol Quelle: dpa
Whatsapp-Screenshot Quelle: Screenshot
Whatsapp-Screenshot Quelle: Screenshot
Jemand guckt in die Kamera Quelle: Fotolia
Ein Ein-/Aus-Knopf Quelle: Fotolia
Whatsapp-Screenshot Quelle: Screenshot
Whatsapp-Symbol Quelle: dpa
Sim-Karte Quelle: dpa
Whatsapp-Screenshot Quelle: Screenshot
Whatsapp-Screenshot Quelle: Screenshot
Whatsapp-Screenshot Quelle: Screenshot
Mail-Symbol Quelle: dpa
Whatsapp-Screenshot Quelle: Screenshot
Whatsapp-Screenshot Quelle: Screenshot

"Hallo. Ich wurde gestern von meinem Chef per What app gekündigt. Ich weiß das es nicht rechtswidrig ist, aber was kann ich jetzt machen?", schreibt Userin Dani20021994 in einem Online-Forum. Und auch die Bildzeitung berichtet von einer jungen Frau, die ihre überraschende Kündigung via WhatsApp bekam.

Welche Mitarbeiter geliebt und welche gehasst werden

Die 27-jährige Personalberaterin hatte bereits eine schriftliche Einstellungs-Zusage vom Arbeitgeber. Doch wenige Stunden vor Arbeitsantritt schrieb ihr der neue Chef eine Nachricht per WhatsApp und teilte ihr darin mit, dass sie die neue Stelle nicht anzutreten brauche.

In Arbeit
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Wirksam ist die Kündigung per Messenger allerdings nicht - und zwar unerheblich, warum der Mitarbeiter entlassen wird. So heißt es nämlich im Paragraph 623 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB): "Die Beendigung von Arbeitsverhältnissen durch Kündigung oder Auflösungsvertrag bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform; die elektronische Form ist ausgeschlossen." Das bedeutet, das auch eine E-Mail inklusive Unterschriftsdatei kein gültiges Kündigungsschreiben ist.

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