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Bankia-Affäre Ermittlungen gegen 78 Ex-Aufsichtsräte

Dutzende frühere Aufsichtsratsmitglieder der Bankia sollen mit Kreditkarten private Ausgaben finanziert haben. Auch Politiker sind unter den Beschuldigten. Die spanische Bank musste mit Milliarden gerettet werden.

Die spanische Großbank Bankia sieht sich mit einer Affäre früherer Aufsichtsratsmitglieder konfrontiert. Quelle: dpa

Die spanische Justiz hat in der sogenannten Selbstbedienungsaffäre um die Großbank Bankia Ermittlungen gegen 78 ehemalige Aufsichtsratsmitglieder eingeleitet. Der Untersuchungsrichter Fernando Andreu legte ihnen am Mittwoch in einer Verfügung zur Last, mit Kreditkarten des Bankia-Vorgänger-Instituts Caja Madrid auf Kosten des Geldhauses private Ausgaben finanziert zu haben.

Er erklärte die früheren Ratsmitglieder zu Beschuldigten und lud sie zu Vernehmungen vor. Unter den Verdächtigen sind unter anderem Politiker verschiedener Parteien, Gewerkschafter und ein Arbeitgebervertreter. Die Justiz ermittelt in dieser Sache bereits gegen mehrere ehemalige Topmanager der Bank.

Bankia war nach dem Einbruch des Immobilienmarktes zum Inbegriff der spanischen Bankenkrise geworden. Der Beinahe-Zusammenbruch des Instituts führte dazu, dass Spanien ein europäisches Rettungspaket für marode Banken über 41 Milliarden Euro beantragte. Davon gingen allein an Bankia 22 Milliarden Euro.

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