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Cybercrime „Wolf of Sofia“ – Anklage nach Online-Anlagebetrug in Millionenhöhe

Die mutmaßlichen Betrüger brachten hunderte Anleger dazu, in Scheinfirmen und Finanzagenten zu investieren. Der Schaden beläuft sich auf 8,7 Millionen Euro.

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Die Ermittler gehen von einem großen Dunkelfeld an Opfern aus. Quelle: dpa

Ein 44 Jahre alter mutmaßlicher Komplize des sogenannten „Wolf of Sofia“ wird sich voraussichtlich wegen Online-Anlagebetrugs in Millionenhöhe vor dem Landgericht München I verantworten müssen. Der Verdächtige ist wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs in mehr als 300 Fällen angeklagt, wie die Zentralstelle Cybercrime Bayern am Montag in Bamberg mitteilte. Es gehe um einen Schaden von mindestens rund 8,7 Millionen Euro – und mindestens 335 Opfer.

Die Ermittler gehen von einem großen Dunkelfeld aus. Es könnte weit mehr Geschädigte geben. Der Angeklagte soll ein führender Kopf einer Betrügerbande gewesen sein, an deren Spitze sich auch der Mann befand, den Medien „Wolf of Sofia“ tauften. Ihre kriminelle Masche war jüngst im Zusammenhang mit den Enthüllungen rund um die sogenannten Pandora Papers in die Schlagzeilen geraten.

Die Täter spiegeln den potenziellen Kunden vor, digitale Plattformen für den Handel beispielsweise mit unterschiedlichen Währungen zur Verfügung zu stellen. Der interessierte Anleger eröffnet auf der Webseite des Anbieters für 250 bis 300 Euro ein Handelskonto und wird dann nach und nach von angeblichen Experten überzeugt, immer mehr Geld zu investieren – in Scheinfirmen oder bei Finanzagenten.

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