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Einnahmequelle Kirchen erwarten erneut Plus bei Kirchensteuer

Trotz anhaltenden Mitgliederschwunds können die großen Kirchen auch in diesem Jahr mit einem deutlichen Plus bei den Kirchensteuereinnahmen rechnen.

Die Kirchen können einem Zeitungsbericht zufolge auch in diesem Jahr mit einem deutlichen Plus bei den Kirchensteuereinnahmen rechnen. Quelle: dpa

Grund ist wie in den Vorjahren die gute konjunkturelle Entwicklung. Nach Recherchen der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (FAS) gehen katholische und evangelische Kirche davon aus, dass ihr Steueraufkommen um etwa vier bis fünf Prozent auf knapp 11 Milliarden Euro steigen wird. Damit würden es das vierte Jahr in Folge zulegen. „Von einem Rekord möchte ich nicht gern sprechen, denn inflationsbereinigt liegen wir noch unter dem Niveau von 1994“, sagte der Finanzchef der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Thomas Begrich, der „FAS“. Das Geld werde dringend gebraucht. Fachleute rechnen damit, das die finanziell guten Zeiten bald vorbei sind, die Kirchen sorgen dafür bereits heute in unterschiedlicher Weise vor.

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Die Kirchensteuer beträgt 9 Prozent (Bayern und Baden-Württemberg: 8 Prozent) der Lohn- und Einkommensteuer. Sie ist die wichtigste Einnahmequelle für die Kirche, auf evangelischer Seite macht sie etwa die Hälfte des Haushaltsvolumens aus. Die Kirchensteuer wird auch bei Kapitalerträgen fällig, bisher aber offensichtlich nicht von allen Gläubigen gezahlt. Da sie vom kommenden Jahr an automatisch abgeführt wird, könnte dies die Austrittszahlen erhöhen - Angaben aus Bistümern und Landeskirchen deuten auf einen solchen Trend hin. Derzeit haben katholische und evangelische Kirche rund 48 Millionen Mitglieder.

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