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Elterngeld Alle wichtigen Infos zur finanziellen Unterstützung von Eltern

Elterngeld: Alle wichtigen Infos zur finanziellen Unterstützung von Eltern Quelle: dpa

Viele Paare freuen sich auf das Elternwerden. Doch nicht alle wissen, ob sie finanzielle Unterstützung erhalten und wenn ja, wie und wie viel. Hier finden Sie alle Informationen zu Elterngeld und Elterngeldantrag.

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Das Elterngeld ist eine Ersatzleistung für das bisherige Einkommen, welches Eltern oder Elternteilen zusteht, die nach der Geburt ihres Kindes zuhause bleiben und gar nicht oder nur teilweise wieder in das Berufsleben einsteigen.

Die Einkommensersatzleistung gibt es in drei Varianten:

  • Basis-Elterngeld
  • ElterngeldPlus
  • Patnerschaftsbonus

Basis-Elterngeld

Das Basis-Elterngeld fängt fehlendes Einkommen auf, wenn Eltern nach der Geburt für ihr Kind da sein wollen und aus diesem Grund ihre berufliche Arbeit unterbrechen. Gemeinsam steht den Eltern insgesamt 14 Monate lang die finanzielle Unterstützung zu, wenn sich beide Elternteile an der Betreuung und Erziehung beteiligen und ihnen dadurch Einkommen wegfällt. Die 14 Monate können sie frei untereinander aufteilen. Dabei kann ein Elternteil mindestens zwei Monate und höchstens zwölf Monate Elternzeit für sich in Anspruch nehmen. Wenn lediglich ein Elternteil Elternzeit nimmt, wird der Anspruch auf das Elterngeld auf zwölf Monate beschränkt. Ausnahme: Alleinerziehende, die die Ersatzleistung zum Ausgleich des wegfallenden Erwerbseinkommens beziehen, dürfen die vollen 14 Monate Elterngeld in Anspruch nehmen. 

ElterngeldPlus

Im Jahre 2015 wurde das klassische Elterngeld mit dem ElterngeldPlus erweitert. Hierbei handelt es sich um eine neue Regelung, die es Eltern erleichtern soll, Beruf und Familie besser miteinander vereinbaren zu können. Grundsätzlich ist das ElterngeldPlus vor allem für diejenigen interessant, die während der Elternzeit in Teilzeit arbeiten möchten. Mütter und Väter haben dabei die Möglichkeit, länger als bisher die finanzielle Unterstützung in Anspruch zu nehmen. ElterngeldPlus können Sie doppelt so lange beziehen wie Basis-Elterngeld. Dabei bekommen Sie jedoch nur halb so viel Geld.

Partnerschaftsbonus

Eltern, die sich für ein partnerschaftliches Zeitarrangement entscheiden, erhalten zudem einen Partnerschaftsbonus: Sie bekommen vier zusätzliche ElterngeldPlus-Monate, wenn Sie in diesen vier Monaten zur gleichen Zeit zwischen 25 und 30 Wochenstunden arbeiten. Dies gilt auch für getrennt Erziehende, die gemeinsam in Teilzeit gehen. 

Wer bekommt Elterngeld?

Die finanzielle Unterstützung können Eltern erhalten, die

  • ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland haben,
  • nach der Geburt das Kind betreuen und erziehen,
  • mit dem Kind in einem Haushalt leben,
  • weniger als 250.000 Euro oder gemeinsam 500.000 Euro Jahreseinkommen im Jahr vor der Geburt hatten.

Alle Eltern können grundsätzlich Elterngeld beantragen und beziehen. Allerdings gibt es hier ein paar Einschränkungen und Bedingungen. Sie haben keinen Anspruch auf die Einkommensersatzleistung, wenn Sie im Jahr vor der Geburt gemeinsam mehr als 500.000 Euro Jahreseinkommen erhalten haben oder wenn Sie Sozialleistungen empfangen, da Ihnen diese Familienleistung bereits vollständig angerechnet wird.

Neben Elternpaaren haben auch Alleinerziehende, Pflege- oder Adoptiveltern einen Anspruch auf die finanzielle Unterstützung.

Höhe und Berechnung des Elterngeldes

Die Höhe der finanziellen Leistung hängt davon ab, wie viel Einkommen der betreuende Elternteil vor der Geburt des Kindes hatte und ob das Einkommen nach der Geburt wegfällt. Je nach Einkommen beträgt das Basis-Elterngeld zwischen 300 Euro und 1800 Euro. Das Mindestelterngeld erhalten die Eltern, die ihr Kind erziehen und höchstens 30 Stunden in der Woche arbeiten, etwa Studierende, Hausfrauen oder -männer und auch Eltern, die auf Grund der Erziehung älterer Kinder nicht gearbeitet haben.

Elterngeldantrag

Um die Einkommensersatzleistung zu erhalten, müssen Sie einen Antrag stellen. Dies geschieht mit einem Vordruck, den Sie entweder bei der Elterngeldstelle oder auch online erhalten. 

Die Sozialleistung kann jedes Elternteil nur einmal pro Kind beantragen. Dies gilt auch für Zwillinge, Drillinge oder andere Mehrlinge. 

Was Sie unbedingt beachten sollten: Je nach Bundesland unterscheidet sich der Antrag auf die finanzielle Hilfe. Daher sollten Sie darauf achten, dass auch der korrekte Antrag ausgewählt wird.

Dem Elterngeldantrag müssen Sie einige Nachweise beifügen:

  • Geburtsurkunde des Kindes
  • Nachweis über Ihr bisheriges Einkommen

Arbeitnehmer:

  • Mutter: Lohn- und Gehaltsabrechnung der letzten zwölf Monate vor dem Monat, in dem Ihr Mutterschutz beginnt
  • Vater: Lohn- und Gehaltsabrechnung der letzten zwölf Monate vor der Geburt

Selbstständige:

  • in der Regel Ihren letzten Steuerbescheid

Arbeitnehmerinnen außerdem:

  • Bescheinigung Ihrer Krankenkasse über Ihr Mutterschaftsgeld nach der Geburt
  • Bescheinigung Ihres Arbeitgebers über Zuschüsse zum Mutterschaftsgeld

Beamtin oder Soldatin:

  • Bescheinigung über Dienstbezüge während des Mutterschutzes
  • Bescheinigung über Zuschüsse in diesen Bezügen 

Je nach Einzelfall können noch weitere Unterlagen benötigt werden.

Wann Sie den Antrag stellen sollten

Den Elterngeld-Antrag können Sie erst nach der Geburt Ihres Kindes stellen. Die Antragstellung sollte aber unbedingt in den ersten drei Lebensmonaten des Kindes gestellt werden, da das Erziehungsgeld lediglich drei Monate rückwirkend gezahlt wird. 

Verringert sich das Elterngeld wegen Corona?

Nein, das Elterngeld verringert sich nicht aufgrund der Coronakrise. Die Bundesregierung hat beschlossen, die Regeln des Elterngeldes zu lockern. Dadurch sollen Familien während der aktuellen Krise unterstützt und vor finanziellen Engpässen beschützt werden. 

Aus diesem Grund gilt nun, dass das Elterngeld nicht geringer ausfallen darf, falls man Arbeitslosengeld I oder Kurzarbeitergeld erhält. Im Normalfall ist das durchschnittliche Nettoeinkommen der zwölf Monate vor der Geburt des Kindes die Grundlage für die Höhe des Elterngeldes. Sollte man jedoch wegen der momentanen Coronakrise weniger verdienen, sollen diese Monate nun nicht mitgerechnet werden.

Diese Lockerungen wurden aufgrund der Coronakrise beim Elterngeld eingeführt:

  • Personen, die in systemrelevanten Berufen tätig sind, können ihre Elterngeldmonate aufschieben, falls sie wegen Corona in besonderem Maße an ihrem Arbeitsplatz gebraucht werden. 
  • Eltern sollen den Partnerschaftsbonus nicht verlieren, falls sie aufgrund der Coronakrise aktuell mehr oder weniger arbeiten. 
  • Zudem sollen Eltern und werdende Eltern, die aktuell beispielsweise durch Kurzarbeit Einkommensverluste haben, keinen Nachteil beim Elterngeld haben. Das heißt, dass Kurzarbeitergeld und Arbeitslosengeld I wegen Corona die Höhe des Elterngeldes nicht reduzieren und fließen auch bei der späteren Berechnung des Elterngeldes für ein weiteres Kind nicht mit ein.

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Wegen der Coronakrise verspricht die Bundesregierung Eltern 300 Euro pro Kind. Doch nicht alle Eltern profitieren. Ob Sie dazugehören, lesen Sie hier.

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