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Fahrgastrecht Mehr Rechte für Kunden

Heute tritt das neue Fahrgastrechte-Gesetz in Kraft, das höhere Entschädigungen vorsieht und auch für den Nahverkehr sowie für Auslandsreisen gilt.

Warten auf den Zug. Das neue Quelle: AP

Bisher hat die Bahn nur im Fernverkehr ab 60 Minuten Verspätung Gutscheine in Höhe von 20 Prozent des Fahrpreises ausgestellt. Künftig können Kunden der Bahn und ihrer privaten Wettbewerber ab 60 Minuten Verspätung 25 Prozent des Fahrpreises fordern, ab 120 Minuten sogar 50 Prozent – als Gutschein, Überweisung oder in bar. Alternativ können Reisende ab 60 Minuten Verspätung von der Fahrt zurücktreten und sich den kompletten Preis erstatten lassen.

Eingeschränkte Zahlungspflicht

Entscheidend ist die Ankunft am Zielort – fährt der Zug eine Stunde zu spät los, macht aber Zeit gut, muss die Bahn nicht zahlen. Auch Inhaber von Zeitkarten können künftig eine Entschädigung fordern. In der zweiten Klasse haben sie mit Nahverkehrstickets pauschal Anspruch auf 1,50 Euro pro 60 Minuten Verspätung.

Mit Streckenkarten im Fernverkehr sind es fünf Euro, mit der BahnCard 100 zehn Euro. Allerdings muss die Bahn maximal ein Viertel des Preises der Zeitkarte erstatten. Das Beschwerdeformular, das bei Schaffnern, an Bahnhöfen und im Internet erhältlich ist, müssen Kunden samt Fahrkarte binnen eines Monats nach dem Reisetag einreichen. Die Bahn muss aber nur zahlen, wenn sie die Verspätung selbst zu verantworten hat. Bei Unwetterschäden oder Personenunfällen gibt’s kein Geld zurück.

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