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Jahrelang vertuscht Österreicherin verzockt 340 Millionen Euro

Mit Spekulationen an den Finanzmärkten hat eine Finanzmitarbeiterin des österreichischen Bundeslandes Salzburg rund 340 Millionen Euro aus der Landeskasse verzockt. Ihre Verluste hat sie jahrelang vertuscht.

Auch das Kulturangebot macht die österreichischen Städte attraktiv: Festspielhaus Salzburg. Quelle: handelsblatt.com

Seit 2001 habe die Frau im Auftrag des Landes an den Finanzmärkten investiert und dabei ihre Verluste gezielt vertuscht, teilte Landesfinanzminister David Brenner am Donnerstag mit. Die leitende Mitarbeiterin habe im Jahr 2003 mit riskanten Derivategeschäften begonnen.

In einer Erklärung auf der offiziellen Website des Bundeslandes heißt es zu dem Vorfall: Weder die Vorgesetzten, der Finanzbeirat des Landes noch der Landesrechnungshof und der Rechnungshof des Bundes haben diese Geschäfte bei ihren Prüfungen gefunden. Dieser Umstand sei "besonders bestürzend".

Zwölf prominente "Verzocker"
Vince McMahon Quelle: AP
Eike Batista Quelle: dpa
Kweku Adoboli Quelle: REUTERS
Nick Leeson Quelle: REUTERS
Nelson Bunker Hunt; Herbert William Hunt
Jerome Kerviel Quelle: REUTERS
John Paulson Quelle: REUTERS

Mittlerweile ist die Mitarbeiterin entlassen und ihr Büro versiegelt worden. Die Frau soll unter anderem Unterschriften und Protokolle gefälscht haben, auf diese Weise habe sie den Schwindel über viele Jahre vertuscht. Sie habe sich allerdings nicht selbst bereichert.

Unterdessen werden laut Berichten der österreichischen Zeitung "Krone" Rufe nach politischen Konsequenzen laut. So forderte der Gemeindebund-Präsident Helmut Mödlhammer ein Verbot von Spekulationsgeschäften für alle Gebietskörperschaften. Nur so könnten derartige Verluste in Zukunft vermieden werden.

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