WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Kuckuckskinder Mehr Rechte für die Väter

Seite 2/2

Nicht nur rechtlich eine schwierige Situation

Das ist vielleicht die einzige Stelle, an der man streiten könnte: Hätte es dem Scheinvater genügen müssen, seine Regressforderung an die Mutter durchsetzen zu können – auch ohne Namensnennung des Rivalen?  Ich halte trotzdem klare Kante für die bessere Wahl.

Wie konnte es daran überhaupt bis zum Jahr 2011 Zweifel geben? Auch wenn über die Quote der Kuckuckskinder vor allem unter Männern hanebüchene Vorstellungen bestehen, sind es nach ernst zu nehmenderen  Schätzungen – naturgemäß gibt es keine konkreten Zahlen – immerhin zwischen drei bis fünf Prozent aller Kinder.

Persönlicher Erdrutsch

Frauen, die – wissentlich – ihrem Partner ein Kind unterjubeln, tun mindestens zwei Menschen bitteres Unrecht. Dem Scheinvater, der Tochter oder Sohn aufrecht liebt. Tochter oder Sohn, die womöglich jahrelang spüren, dass etwas um sie herum anders ist als es sein sollte – eine zermübende Ahnung.  Kommt die Wahrheit Jahre später durch einen dummen Zufall, ein Plappermaul oder eine medizinische Untersuchung doch  ans Tageslicht, kommt das für die Kinder immer einem persönlichen Erdrutsch nahe.  Für viele Väter auch. Liebe Kuckucksmütter: Dann lieber unter Schmerzen rechtzeitig aufrichtig sein.

Den Kindern immerhin hat der Bundesgerichtshof schon  das Auskunftsrecht auf ihre wahren Wurzeln zuerkannt.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
Zur Startseite
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%