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Nebenkostenabrechnung Welche Fristen Mieter und Vermieter bei der Nebenkostenabrechnung beachten sollten

Quelle: imago images

Mieter müssen nicht nur die monatliche Miete, sondern auch die dazugehörigen Nebenkosten tragen. Welche Fristen Mieter und Vermieter bei der Nebenkostenabrechnung nicht verpassen dürfen.

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Die Gesamtmiete setzt sich aus der Nettomiete und den Nebenkosten, die monatlich gezahlt, aber jährlich abgerechnet werden, zusammen. Dabei kann es passieren, dass für den Mieter zusätzliche Kosten entstehen und vom Vermieter eine Nachzahlung gefordert wird. In einer Betriebskostenabrechnung stellt der Vermieter einmal im Jahr fest, wie hoch die tatsächlichen Kosten eines einzelnen Mieters sind. Der Mieter hat allerdings die Möglichkeit, Einspruch gegen Nachzahlungen oder die Kostenaufstellung einzulegen, jedoch sind dabei, genau wie bei der Vermittlung der Nebenkostenabrechnung Fristen einzuhalten.

Was sind Nebenkosten?

Die Nebenkosten berechnen sich aus folgenden Leistungen:

  • Grundsteuer
  • Warmwasser
  • Abwasser
  • Heizkosten
  • Hausmeister
  • Straßenreinigung und Müllabfuhr
  • Schornsteinreinigung
  • Hausreinigung und Ungezieferbeseitigung
  • Gartenpflege
  • Beleuchtung
  • Fahrstuhl
  • Sonstige Kosten, wie beispielsweise Waschküche oder Gemeinschaftsräume

Bis wann muss dem Mieter die Nebenkostenabrechnung mitgeteilt werden? 

Einmal im Jahr fertigt der Vermieter eine Nebenkostenabrechnung an. Diese muss er dem Mieter bis spätestens zwölf Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums zukommen lassen. Verpasst der Vermieter diese Frist, so müssen keine Nachzahlungen beglichen werden. Dies regelt Paragraf 556 im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB).

Welche Angaben gehören in die Nebenkostenabrechnung?

Der Vermieter hat die Verpflichtung, folgende Angaben in der Nebenkostenabrechnung zu machen: 

  • Aufstellung der Gesamtkosten
  • Erklärung des Umlageschlüssels
  • Zeitraum der Gesamtabrechnung
  • Vorauszahlungen 
  • Summe der Nachzahlungen
  • Berechnung des Mieteranteils

Was für eine Frist haben Mieter, um die Nebenkostenabrechnung zu überprüfen und gegebenenfalls Einwände geltend machen?

Grundsätzlich haben Mieter nach Erhalt der Betriebskostenabrechnung 30 Tage Zeit, diese zu prüfen und dann Nachforderungen zu bezahlen. Dabei können sie auch Einsicht in die Originalunterlagen verlangen. Weitere zwölf Monate nach Erhalt der Nebenkostenabrechnung haben Mieter Zeit eventuelle Einwände gegen Nachzahlungen vorzubringen. Verpasst der Mieter diese Frist, so muss der Vermieter spätere Einwände nicht berücksichtigen.

Häufige Fehler bei der Nebenkostenabrechnung

  • Reparaturkosten: Sämtliche Reparaturen im Haus müssen vom Vermieter getragen werden.
  • Verwaltung: Porto, Bank- oder Telefongebühren, sowie andere Verwaltungskosten gehören nicht zu den Nebenkosten. Diese muss der Mieter nicht zahlen.
  • Sonstiges: Gibt der Vermieter in der Nebenkostenabrechnung „sonstige Betriebskosten“ an, so muss genau geregelt sein, um welche Kosten es sich dabei genau handelt.

Wie hoch darf die Nebenkostenabrechnung sein?

Im Durchschnitt werden in Deutschland zwischen 2,15 Euro und 3,00 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche für Nebenkosten, wie zum Beispiel Warmwasser oder Heizung berechnet. Unterschiede ergeben sich erst bei den unterschiedlichen Ausstattungsmerkmalen von einzelnen Wohnungen.

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