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OECD-Studie Anteil der Steuern und Abgaben steigt

Die Steuerlast in den Industrieländern ist erneut gestiegen. Auch in Deutschland - wenn auch nur leicht. Es gibt jedoch Länder, in denen die Abgabenlast deutlich höher ist als hierzulande.

Was vom Lohn übrig bleibt
Ein Frau hält einen Geldbeutel in Händen Quelle: dpa
LohnsteuerEhepaar (Doppelverdiener im Eigenheim, zwei Kinder, Köln) Klasse 3/2 und 5 (Wegen der Einkommenshöhe werden Kinderfreibeträge berücksichtigt, und das Kindergeld wird entsprechend abgezogen): 3518,43 Euro Ehepaar (ein Verdiener, zwei Kinder, Dresden) Klasse 3/2 (Wegen der Einkommenshöhe werden Kinderfreibeträge berücksichtigt, und das Kindergeld wird abgezogen): 502,66 Euro Single (Göttingen): 1431,25 Euro Quelle: Fotolia
Ein Nonne hält einen Rosenkranz Quelle: dapd
Eine Rentnerin geht mit einem Rollator einen Gehweg entlang Quelle: dpa
Eine Frau ist auf dem Weg zur Agentur für Arbeit Quelle: dpa
Ein Arzt behandelt eine Patientin Quelle: dpa
Ein Pfleger betreut einen älteren Herrn Quelle: dpa

In den meisten Industrieländern ist der Anteil der Steuern und Sozialausgaben an der Wirtschaftskraft erneut gestiegen. Im OECD-Schnitt kletterte er 2013 auf 34,1 von 33,7 Prozent und damit das dritte Mal in Folge, wie die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) mitteilte.

Die OECD begründete den Trend mit höheren Steuereinnahmen. Vor allem Einkommens- und Körperschaftssteuern legten in Zeiten wachsender Wirtschaft meist schneller zu als das Bruttoinlandsprodukt. "Zudem haben viele Staaten die Steuersätze angehoben und/oder die Bemessungsgrundlage für Steuern verbreitert."

So hoch ist die Steuerquote in verschiedenen OECD-Ländern

In Deutschland stieg die sogenannte Fiskalquote nur leicht auf 36,7 von 36,5 Prozent und damit das zweite Jahr in Folge. Sie liegt OECD-weit in Dänemark mit 48,6 Prozent am höchsten, in Mexiko mit 19,7 Prozent am niedrigsten.

Steuermix wachstumsfreundlicher gestalten

Die OECD plädierte zudem dafür, "den Steuermix beschäftigungs- und wachstumsfreundlicher zu gestalten und statt Einkommen stärker Konsum und Vermögen zu besteuern". Zudem sollten reduzierte Mehrwertsteuersätze weitgehend abgeschafft werden. Denn damit lasse sich die Steuerbasis verbreitern, argumentiert die Industriestaaten-Gruppe.

In Arbeit
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Dies führe letztlich zu höheren Einnahmen - "ohne dass die Mehrwertsteuersätze insgesamt angehoben werden müssten". Vielmehr hätten Staaten dann sogar Spielraum, um die regulären Sätze zu senken.

Ferner würden reduzierte Mehrwertsteuersätze "Gutverdienerhaushalte" oft eher begünstigten als Haushalte mit geringerem Einkommen. Besonders kontraproduktiv seien ermäßigte Sätze für Hotelaufenthalte, Restaurant-, Theater- und Kinobesuche sowie Bücher. Einen sozialen Ausgleich könnte man laut OECD besser über einkommensabhängige Leistungen oder Steuergutschriften erreichen.

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