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OECD-Studie Deutsche zahlen etwas weniger Steuern

Die Steuerlast ist in Deutschland im vergangenen Jahr leicht gesunken. Trotzdem zahlen die Deutschen so viel Abgaben wie kaum ein anderes Land, ergab eine Studie der OECD. Nur die Bürger in Belgien zahlen noch mehr.

Was vom Lohn übrig bleibt
Ein Frau hält einen Geldbeutel in Händen Quelle: dpa
LohnsteuerEhepaar (Doppelverdiener im Eigenheim, zwei Kinder, Köln) Klasse 3/2 und 5 (Wegen der Einkommenshöhe werden Kinderfreibeträge berücksichtigt, und das Kindergeld wird entsprechend abgezogen): 3518,43 Euro Ehepaar (ein Verdiener, zwei Kinder, Dresden) Klasse 3/2 (Wegen der Einkommenshöhe werden Kinderfreibeträge berücksichtigt, und das Kindergeld wird abgezogen): 502,66 Euro Single (Göttingen): 1431,25 Euro Quelle: Fotolia
Ein Nonne hält einen Rosenkranz Quelle: dapd
Eine Rentnerin geht mit einem Rollator einen Gehweg entlang Quelle: dpa
Eine Frau ist auf dem Weg zur Agentur für Arbeit Quelle: dpa
Ein Arzt behandelt eine Patientin Quelle: dpa
Ein Pfleger betreut einen älteren Herrn Quelle: dpa

Die Steuer- und Abgabenlast der Deutschen ist im vergangenen Jahr leicht gesunken. Wie die Organisation für Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Freitag berichtete, wurde 2013 ein unverheirateter Angestellter ohne Kind und mit durchschnittlichem Verdienst durch diesen sogenannten Steuerkeil mit 49,3 Prozent belastet. Im Jahr davor waren es noch 49,6 Prozent, im Jahr 2000 waren es rund 52,9 Prozent. Dies geht aus einer Studie hervor, die die OECD erst im Mai komplett veröffentlichen wird.

Auch bei den anderen Familienkonstellationen sei die Belastung etwas gesunken. Am meisten schrumpften demnach die Steuern und Abgaben für Doppelverdiener-Ehepaare ohne Kinder. Ihr Steuerkeil lag bei 45,1 Prozent und damit 0,4 Prozentpunkte unter dem von 2012.

OECD-Studie: Abgabenlast der Länder im Vergleich

Eine Rolle dürfte gespielt haben, dass der Beitrag zur Rentenversicherung Anfang 2013 zurückging. Die Steuer- und Sozialabgabenlast auf die Arbeitskosten berechnet sich laut OECD vor allem aus der Einkommensteuer sowie den Sozialversicherungsbeiträgen der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber, abzüglich etwa des Kindergeldes.

Die Belastung ist in Deutschland aber immer noch vergleichsweise hoch. Unter den 34 OECD-Ländern ist sie nur in Belgien höher.

In Arbeit
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Auch in der Schweiz sank der Anteil von Steuern und Abgaben in diesem Zeitraum etwas. Die Belastung von Arbeitseinkommen liegt in der Schweiz traditionell deutlich unter dem OECD-Mittel. Dagegen erhöhte sich in Österreich der Steuerkeil wie bereits im Jahr zuvor bei allen zur Berechnung herangezogenen Familientypen.

Insgesamt hat sich die Steuer- und Abgabenlast im vergangenen Jahr in 21 von 34 OECD-Ländern erhöht. Am massivsten fielen die Steigerungen in Portugal, der Slowakei und den USA aus.

Im OECD-Schnitt beträgt der Steuerkeil für einen unverheirateten Angestellten ohne Kind 35,9 Prozent (+0,2 Prozentpunkte). "Damit setzt sich ein 2011 begonnener Trend fort", erklärte die Organisation. Bis 2010 hingegen war die durchschnittliche Belastung in der Regel gesunken.

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