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Reform Weniger Rechte für Erben

Erblassern werden beim Abfassen ihres Testaments künftig mehr Rechte eingeräumt. Dies sieht eine Reform des Erbrechts vor, die heute vom Bundeskabinett beschlossen wurde. Zudem

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Grab auf einem Flensburger Friedhof Quelle: dpa

Die neuen Regeln sollen es enterbten Verwandten erschweren, doch noch einen Großteil des Erbes abzugreifen. Unbenommen bleibt nahen Verwandten nach einer Enterbung zwar auch künftig der Pflichtteil, nämlich die Hälfte dessen, was ihnen zustünde, wenn der Verstorbene kein Testament gemacht hätte. Ein Beispiel: Hinterlässt der Verblichene eine Frau und zwei Kinder, aber kein Testament, bekommt die Witwe 50 und jeder Sprösslinge 25 Prozent. Der Pflichtteil ist je die Hälfte und darf auch in Zukunft nur in schweren Fällen entzogen werden. Trotzdem können Vermögende ungeliebte Angehörige künftig einfacher kurz halten – indem sie früh Vermögen an Lieblingsverwandte übertragen. Denn bisher zählen Geschenke binnen zehn Jahren vor dem Tod automatisch voll zum Nachlass und erhöhen damit auch den Pflichtteil.

Nach den neuen Regeln fließen aber nur noch Schenkungen im Jahr vor dem Tod voll ein. Im zweiten Jahr vor dem Ableben werden sie mit 90 Prozent berücksichtigt, im dritten Jahr mit 80 Prozent und so weiter. Das neue Erbrecht soll im Sommer in Kraft treten und auch für bereits gemachte Geschenke gelten. Wer eine Übertragung plant, sollte derzeit aber nachrechnen: Vermutlich ab Juli gilt die neue Erbschaft- und Schenkungsteuer. Vor allem nahe Verwandte dürften dann steuerlich oft besser wegkommen.

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