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Rekord Steuerfahnder treiben mehr Geld ein

Steuerfahnder haben 2012 deutlich mehr Geld eingetrieben als im Vorjahr. Mit rund 3,1 Milliarden Euro sicherte sich der Fiskus fast 40 Prozent mehr - damit wurde der Rekordbetrag von 2011 noch einmal getoppt.

Eine Mitarbeiterin der Steuerfahndung hält ihre Fahndermarke in der Hand. Quelle: dpa

Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) berichtet, hat sich der Einsatz von Steuerfahndern im vergangenen Jahr mehr denn je gelohnt. Mit fast 3,1 Milliarden Euro sicherten die Fahnder dem Fiskus fast 40 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Mehreinnahmen, die durch Selbstanzeigen entstanden, sind hier noch nicht enthalten - auch hier gab es in letzter Zeit deutliche Zunahmen, verbunden mit dem Erwerb von CDs mit den Daten von Steuersündern.

Nicht nur bei den Einnahmen, auch bei den verhängten Freiheitsstrafen gab es einen Zuwachs. Sie addierten sich auf 1937 Jahre - ein Plus von 15,1 Prozent gegenüber 2011. Die Geldbußen, die bei geringeren Verstößen gegen Steuergesetze möglich sind, haben sich fast vervierfacht (53,1 Millionen Euro).

Wann Steuerstraftaten verjähren

Da sich aber Großverfahren über mehrere Jahre ziehen können, warnte das Bundesfinanzministerium laut dem FAZ-Bericht vor voreiligen Schlüssen aus den Zahlen für 2012. Es ließen sich keine Rückschlüsse auf generelle Veränderungen in der Steuerehrlichkeit der Bevölkerung ziehen.

Die Steuerfahndung wird eingeschaltet, wenn es bei einem Steuerpflichtigen Hinweise auf falsche oder unvollständige Angaben gibt. Bei den Fahndern handelt es sich um Beschäftigte der Finanzbehörden, die mit polizeilichen Befugnissen ausgestattet sind.

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