Rückläufige Entwicklung Falschgeld in Deutschland geht zurück

Fünf falsche Banknoten pro 10.000 Einwohner errechnete die Bundesbank für Deutschland. Insgesamt sank die Zahl der Fälschungen gegenüber dem Vorjahr um rund sechs Prozent.

Das sind die neuen Euro-Banknoten
Die Europäische Zentralbank (EZB) stellte die neue "Europa"-Serie der Euro-Scheine im Januar in Frankfurt vor. EZB-Präsident Mario Draghi unterzeichnete symbolisch eine Fünf-Euro-Note und erklärte, die neuen Scheine seien noch haltbarer und sicherer vor Fälschungen. Die neuen Fünf-Euro-Scheine kommen ab dem 2. Mai in Umlauf, die anderen Noten folgen nach und nach. Die neue Serie ähnelt stark der bisherigen, verfügt aber über zusätzliche Sicherheitsmerkmale. Alle alten Euro-Scheine behalten zunächst ihre Gültigkeit. Quelle: dapd
Mehr als zehn Jahre ist es bereits her, dass die ersten Euro-Banknoten ausgegeben wurden. Mit der Zeit sind jedoch auch immer mehr gefälschte Euro-Banknoten in Umlauf gebracht worden – und die Fälschungen wurden zudem immer besser. Dabei hatten die Geldscheine bei ihrer Einführung noch als fälschungssicher gegolten. Im Hologrammband sollen die neuen Scheine ein Porträt der Europa – einer Gestalt aus der griechischen Mythologie und Namensgeberin unseres Kontinents – tragen. So ist Europa unter anderem als Hologramm im Sicherheitsstreifen zu sehen. Dieser wurde neu gestaltet und verbessert. Die EZB bezeichnet die neue Europa-Serie als das Ergebnis von Fortschritten, die in den mehr als zehn Jahren seit der Einführung der ersten Euro-Serie im Bereich Banknoten-Technologie erzielt wurden. Quelle: © Europäische Zentralbank Quelle: Presse
Die Sicherheitsmerkmale konnten weiter verbessert werden; die neuen Euro-Geldscheine werden somit fälschungssicherer sein. Im November 2012 präsentierte die Zentralbank drei der neuen Sicherheitsmerkmale – etwa das Porträt-Wasserzeichen.
Der aufgedruckte Wert der Banknote soll seine Farbe von smaragdgrün in ein tiefes Blau ändern, wenn man den Geldschein etwas neigt. Einen ersten kompletten Geldschein mit den neuen Sicherheitsmerkmalen stellte die EZB im Januar 2013 der Öffentlichkeit vor. Quelle: © Europäische Zentralbank Quelle: Presse
Weitere Neuerungen: An beiden Rändern auf der Vorderseite des 5-Euro-Scheins ist eine Art Riffelung aufgebracht. Das Kürzel für die Europäische Zentralbank ist in neun Sprachen aufgedruckt, bisher waren es fünf. Zudem steht es auf der Vorderseite nicht mehr oben, sondern am linken Rand des Scheins. Und die Oberfläche des Scheins ist wegen einer Speziallackierung relativ glatt. Quelle: dpa
Anfangs werden die beiden Euro-Banknotenserien parallel zueinander im Umlauf sein, dann wird die erste Serie allmählich aus dem Verkehr gezogen und verliert letztlich den Status als gesetzliches Zahlungsmittel. Der Zeitpunkt, zudem dies erfolgt, wird weit im Voraus bekannt gegeben. Ihren Wert behalten die Banknoten der ersten Serie für immer und können daher jederzeit bei den nationalen Zentralbanken des Eurosystems – hierzulande bei der Bundesbank und ihren Zweigstellen - umgetauscht werden. Quelle: dpa

Die Bundesbank hat im Jahr 2013 rund 39.000 falsche Euro-Banknoten im Gesamtwert von 2,1 Millionen Euro registriert- Tendenz weiter sinkend. Mit rund 19.350 Stück lag die Gesamtzahl der Fälschungen im zweiten Halbjahr 2013 leicht unter der Zahl für das erste Halbjahr 2013 (19.500). Die Veränderung des Falschgeldaufkommens resultierte dabei im Wesentlichen daraus, das die 20-Euro-Note zu einem Drittel weniger weniger häufig gefälscht wurde. Sie bliebt allerdings die am häufigsten verbreitete Falschnote. Im Gegensatz dazu steigt allerdings die Anzahl der Fälschungen bei den 10-Euro-Noten. Anfang Mai 2013 wurde die neue 5-Euro-Banknote eingeführt. Im September 2014 wird die 10-Euro-Banknote folgen. "Mit der Einführung der neuen 10-Euro-Banknote der Europa-Serie am 23. September 2014 wird der Schutz vor Fälschungen weiter erhöht", sagte Carl-Ludwig Thiele, im Vorstand der Deutschen Bundesbank für Bargeld zuständig. "Die neuen Banknoten sind nicht nur sicherer, sondern auch einfacher zu prüfen", betonte Thiele.

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Banknoten sollten allerdings jederzeit aufmerksam geprüft werden - denn einmal in der Hand gibt es für sie keinen Ersatz. Geprüft werden kann es zunächst im Vergleich mit einer Banknote, die etwa frisch aus dem Automaten gezogen wurden. Ansonsten lassen sich auch Wasserzeichen im unbedruckten Bereich in der Durchsicht erkennen oder auf der Rückseite kann der Perlglanzstreifen (Stückelungen bis 20 Euro) oder der Farbwechsel der rechten Wertzahl (Stückelungen ab 50 Euro) beim Kippen der Noten geprüft werden.

Die Anzahl der gefälschten Münzen ist mit rund 52.000 Stück auf dem Vorjahresniveau geblieben. Damit entfielen in Deutschland rund sechs falsche Münzen auf 10.000 Einwohner pro Jahr, insbesondere gefälscht werden da zwei Euro- Münzen. Mit 23.625 Stück lag die Zahl falscher Münzen im zweiten Halbjahr 2013 unter der im ersten Halbjahr 2013 registrierten Menge (28.438 Fälschungen).

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