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Steuererklärung 2011 Profitieren mit der Steuererklärung

Auch wer keine Steuererklärung abgeben muss, sollte die Mühe auf sich nehmen. Wer beispielsweise hohe Ausgaben für Beruf oder die Altersvorsorge hatte, kann mit satten Rückzahlungen rechnen.

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Eine Steuererklärung kann bares Geld wert sein Quelle: dpa

Jedes Jahr müssen sich Millionen Deutsche durch die Formulare der Einkommensteuererklärung kämpfen. So will es das deutsche Steuerrecht. Viele Arbeitnehmer bleiben von dieser Pflicht verschont, doch nicht wenige geben trotzdem eine Steuererklärung ab – und das aus gutem Grund.

Handelsblatt Online zeigt in einem mehrteiligen Spezial zur Steuererklärung 2011, wie Arbeitnehmer möglichst viel Geld vom Finanzamt zurückholen, wie sie bei der Erklärung ihrer Steuern vorgehen sollten, was Selbstständige beachten müssen, wie sich Eltern am besten Unterstützung sichern und welche Sonderregeln es für Immobilienbesitzer und Kapitalanleger gibt.

Hier gibt es die höchsten Erstattungen
Saarland Die Auswertung des Statistischen Bundesamts zeigt: Im Saarland konnten 147.770 Steuerpflichtige mit ihrer Steuererklärung für das Jahr 2009 im Schnitt gerade mal 812 Euro zurückholen. Der Bundesdurchschnitt lag bei 886 Euro. Berücksichtigt wurden unbeschränkt Steuerpflichtige mit Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit und gegebenenfalls Kapitaleinkünften. Als Quelle diente die Einkommensteuerstatistik 2009. Nachzahlungen verlangten die saarländischen Finanzämter von 14.737 Steuerpflichtigen, im Schnitt 639 Euro. Im Bundesdurchschnitt mussten durchschnittlich 914 Euro nachgezahlt werden. Quelle: dpa
Baden-WürttembergEtwas höher als in Niedersachsen und Bremen waren die Erstattungen für das Jahr 2009 in Baden-Württemberg. Hier erhielten Arbeitnehmer im Schnitt 861 Euro zurück. 196.783 Bürger mussten Steuern nachzahlen, im Schnitt 1692 Euro - das ist der höchste Wert in der Statistik. Quelle: ap
BremenBremen teilt sich den 12. Platz im Ranking der höchsten Steuererstattungen mit Niedersachsen. In beiden Ländern erhielten Steuerpflichtige mit Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit und gegebenenfalls Kapitaleinkünften für das Jahr 2009 eine Steuererstattung von 855 Euro. Quelle: dpa
Rheinland-PfalzFür das Veranlagungsjahr 2009 erhielten 575.964 Steuerpflichtige in Rheinland-Pfalz durchschnittlich eine Erstattung von 852 Euro. 68.426 Steuerpflichtige mussten im Schnitt 675 Euro nachzahlen. Quelle: dpa
NiedersachsenWährend in Bremen 8.053 Steuerpflichtige im Schnitt 728 Euro nachzahlen mussten, waren es im wesentlich größeren Bundesland Niedersachsen 117.007 und die Nachzahlung betrug 682 Euro. Quelle: ap
ThüringenAuch in Thüringen fiel die Steuererstattung für Arbeitnehmer für das Jahr 2009 mit 817 Euro eher gering aus. Wenn Steuerpflichtige nachzahlen mussten, dann im Schnitt 578 Euro. Quelle: dpa
SachsenIn Sachsen haben 595.492 Steuerpflichtige mit Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit für das Jahr 2009 eine Erstattung von durchschnittlich 832 Euro bekommen. Eventuelle Nachzahlungen betrugen durchschnittlich 626 Euro. Quelle: Reuters

Viele Arbeitnehmer müssen gar keine Einkommensteuererklärung abgeben. Typischerweise sind dies Alleinstehende, die nur bei einem Arbeitgeber beschäftigt sind. Doch die Pflicht kann schnell eintreten, etwa wenn der Arbeitnehmer Nebeneinkünfte von mehr als 410 Euro pro Jahr erzielt, wenn er gleichzeitig bei einem anderen Arbeitgeber anheuert oder heiratet und einer der Ehegatten nach Steuerklasse V oder VI besteuert wird.

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    Wer muss eine Einkommensteuererklärung machen?

    Aber auch für jene, von denen der Staat keine Einkommensteuererklärung verlangt, lohnt sich oft die Mühe. „Insbesondere wenn Arbeitnehmer hohe Werbungskosten tragen müssen, ist mit einer Steuererstattung zu rechnen“, sagt Anita Käding, Steuerexpertin vom Bund der Steuerzahler. Und wer die Steuererklärung freiwillig abgibt, kann dies sogar noch vier Jahre nach Ende des Veranlagungszeitraums tun. Bis zum 31. Dezember 2012 können also noch Erklärungen für das Jahr 2008 abgegeben werden.

    Der Arbeitnehmerpauschbetrag in Höhe von aktuell 1.000 Euro wird automatisch vom Arbeitgeber berücksichtigt, dafür muss niemand extra eine Steuererklärung einreichen. „Die Lohnabrechungssysteme berücksichtigen automatisch jeden Monat ein Zwölftel des Pauschbetrags bei der Berechnung der Lohnsteuer“, erklärt Käding.

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