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Steuern und Zulagen Was Anleger jetzt noch rausholen können

Rote Zahlen im Depot helfen, künftige Steuerzahlungen zu senken, populäre Steuermodelle floppen zu oft. Wie Anleger bei der Abgeltungsteuer sparen und sich Riester intelligent nutzen lässt.

Jemand schläft auf einem Haufen Geld Quelle: N.Iven, Hisashi Okawa

Viele Anleger haben mit steueroptimierten Investments so ihre Erfahrungen gemacht, meist verlustreiche. Bei vielen geschlossenen Fonds, über die Anleger Immobilien, Schiffe oder zum Beispiel Solarparks finanzieren, reichten ihre Steuervorteile, wenn das Finanzamt sie überhaupt gewährte, nicht aus, um die Verluste aus der eigentlichen Investition auszugleichen.

Vermittler und Bankberater müssen sich daher etwas Neues einfallen lassen. Nun raten sie etwa zur Riester-Rente, die staatliche Zuschüsse und Steuervorteile kombiniert. Doch auch deren Rendite fällt oft mau aus.

In einigen Fällen können Anleger aber tatsächlich Steuern sparen, etwa mit der Verrechnung von Altverlusten oder bei Goldinvestments.

Papiergold glänzt wieder

Viele Sparer setzen in der Krise auf Gold. Einige haben an der Börse spezielle Wertpapiere gekauft, die mit Gold hinterlegt sind. Während Gewinne aus Goldmünzen oder -barren nach einer Mindesthaltedauer von einem Jahr steuerfrei sind, mussten Anleger auf ihre Gewinne aus dem börslich gehandelten Papiergold bislang Abgeltungsteuer zahlen, selbst wenn sie sich als Käufer der Wertpapiere auch physisches Gold ausliefern lassen können. Doch nun können die Papiergold-Käufer auf Steuerfreiheit hoffen. In einigen Fällen gewährte das Finanzamt den Vorteil, nachdem Anleger Einspruch gegen ihren Steuerbescheid eingelegt hatten. Eine endgültige Entscheidung steht noch aus. „Bei manchen Ämtern bekamen Anleger Geld zurück, bei anderen nicht“, weiß Sebastian Meinhardt, Steuerberater bei KPMG in Frankfurt. Wer etwa Goldfonds gekauft hat, sollte auf jeden Fall Einspruch einlegen.

Der Aktiencrash hat in diesem Jahr in vielen Depots tiefe Spuren hinterlassen. Gut, dass Anleger Verluste nutzen können, um zumindest ihre Steuer auf andere, gewinnträchtige Investments zu drücken. Allerdings gibt es in der Praxis einige Haken, die Steuerpflichtige beachten sollten.

Problemlos läuft es bei Anlegern, die alle Kapitalanlagen bei einer Bank liegen haben. Die Bank verrechnet automatisch Gewinne und Verluste. Bleibt in einem Jahr unter dem Strich immer noch ein Verlust, überträgt die Bank den Betrag auf das folgende Steuerjahr.

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