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Telekommunikation Schutz vor Telefon-Abzocke muss warten

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Anbieterwechsel wird erleichtert



Daneben sollen auch die Mindestvertragslaufzeiten für Verträge verkürzt werden, Kunden sollen die Wahl haben, ob sie sich für ein Jahr oder gleich für zwei Jahre an den Anbieter binden wollen.

Eine neue Regelung soll es auch für Mobilfunkkunden geben: Künftig können Kunden ihre Nummer jederzeit in einen anderen Vertrag mitnehmen. Sie müssen nicht mehr warten, bis der alte Vertrag ausgelaufen ist.

Auch beim Wechsel des Telefon- und Internetanbieters sollen Kunden in Zukunft nicht mehr lange "offline" sein. Der Wechsel vom alten zum neuen Anbieter soll schon innerhalb eines Werktags erledigt sein. Klappt das nicht, muss der alte Anbieter den Kunden wieder versorgen – zu einem  niedrigeren Preis.

Profitieren könnten die Kunden schließlich von künftig obligatorischen Preisansagen bei Anrufen über Call-by-Call. Denn bei den  vermeintlich günstigen Vorwahlen ändern sich häufig die Preise.

All diese Vorteile verzögern sich jetzt allerdings. Wie lange, ist unklar: "Wenn erst der Vermittlungsausschuss zusammenkommt, wird das Gesetz wahrscheinlich nicht mehr zum ersten Januar in Kraft treten. Wir hoffen aber, dass es noch im ersten Quartal 2012 klappt", sagt Verbraucherschützerin Ehrig.

Zu lange darf Deutschland die Entscheidung aber nicht mehr hinausschieben, denn einige der neuen Regeln zum Schutz der Telefonkunden sind Vorgaben der EU. Erst heute hat die Europäische Kommission Deutschland und 15 weitere Mitgliedstaaten erneut ermahnt, dass sie die EU-Richtlinien schnell in nationales Recht umsetzen sollen. Das hätten sie eigentlich schon vor einem halben Jahr erledigen müssen.

Doch selbst wenn das Gesetz endlich in Kraft tritt, müssen sich die Verbraucher noch in Geduld üben, denn bei vielen Änderungen gewährt der Gesetzgeber den Telekommunikationsunternehmen eine Übergangsfrist. So müssen sie den reibungslosen Anbieterwechsel erst ein halbes Jahr nach Inkrafttreten des Gesetzes garantieren. Auch bei den Warteschleifen haben die Unternehmen für die technische Umsetzung ab Inkrafttreten des Gesetzes noch ein Jahr Schonfrist. Aber immerhin sollen in der Zwischenzeit die ersten 120 Sekunden in der Eingangswarteschleife kostenlos sein.

 

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