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Verdacht auf Anlagebetrug Was S&K-Anleger jetzt beachten sollten

Nach den Razzien bei der Frankfurter Unternehmensgruppe S&K droht Tausenden Anlegern ein Totalausfall, gleichzeitig werben zig Anwälte um die Opfer. Was Betroffene jetzt tun und lassen sollten.

Bilder aus dem Leben der S&K-Chefs
Eine große weiße Limousine
S&K-Chef Jonas Köller posiert mit einer Waffe und einer unkenntlich gemachten Frau vor einer Tür, über der steht "Get rich or die tryin´"
Teure Autos
Ein Hubschrauber mit S&K-Logo
Einer der S&K-Chefs und Mark Medlock
Jürgen und S&K
Ein Elefant und eine unkenntlich gemacht junge Frau vor teuren Autos

Der Verdacht:  Ein groß angelegtes Schneeballsystem, bei dem die Zinsen an Anleger der ersten Stunde nur dank neuer Anlegergelder von weiteren Investoren gezahlt werden können. Bereits Ende Januar hatte die WirtschaftsWoche über den Verdacht berichtet, dass S&K Immobilien, die das Unternehmen in seinem Referenzkatalog aufführt, in Wirklichkeit nicht besitzt. Die verantwortliche Staatsanwaltschaft Frankfurt geht davon aus, dass die veruntreuten Anlegergelder unter anderem für den extrem aufwändigen Lebensstil der Beschuldigten verwendet wurden. Die Staatsanwaltschaft rechnet mit einem Schaden im hohen dreistelligen Millionenbereich, tausende Anleger dürften betroffen sein. Mehrere Fonds der Unternehmensgruppe sind Gegenstand der Ermittlungen.

Betroffene Anleger fragen sich jetzt nicht nur, wo ihr Geld am Ende gelandet ist, sondern vor allem, ob sich zumindest ein Teil des eingesetzten Kapitals noch retten lässt. Das ist zum jetzigen Zeitpunkt allerdings völlig offen.

Zum einen dürfte das davon abhängen, in welchen der Fonds die Anleger investiert haben. Einerseits hat S&K Fonds zusammen mit dem Hamburger Emissionshaus United Investors aufgelegt wie beispielsweise den „Deutsche S&K Sachwerte Nr. 2 GmbH & Co. KG“. Aber auch Fonds anderer Gesellschaften haben in die Frankfurter Immobiliengruppe investiert. Dazu gehören Fonds der Deutsche Sachwert Emissionshaus AG, einem zur DSW-Gruppe gehörenden Unternehmen aus Regensburg. Hier schließen Anleger einen Darlehensvertrag mit dem Regensburger Investitionshaus. Dieses reinvestiert das Geld der Anleger in eine Immobiliengesellschaft – die S&K-Gruppe.

Viele Wege führen nach Regensburg

Oder die ebenfalls aus Regensburg stammende Asset Trust AG. Hierhin lagerte S&K Geschäfte mit Lebensversicherungen aus. Anleger konnten beispielsweise bestehende Lebensversicherungen verkaufen und das Geld über Asset Trust neu anlegen. Des Weiteren gehört die Kölner MIDAS-Gruppe zu S&K, die mit ihren Mittelstandsfonds mittelständische Unternehmen finanziert. Zuletzt hatte die S&K-Gruppe zwei Tochterfirmen der DCM AG übernommen, die DCM Service GmbH sowie die DCM Verwaltungs GmbH. Auch Fonds der DCM AG könnten also betroffen sein. Gleiches gilt für Fonds der SHB Innovative Fondskonzepte AG, auch hier bestehen Verbindungen zur Frankfurter Immobiliengruppe. Zusätzlich bestehen Verbindungen zwischen S&K und der CIS Deutschland AG. Das Unternehmen legte vier Mischfonds auf, was mit den entsprechenden Geldern passierte ist unklar.   

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