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Verkehrsregeln in der EU Darauf müssen Autofahrer im Ausland achten

Trinken, Rasen, Telefonieren am Steuer: Wer im Urlaub gegen Verkehrsregeln verstößt, muss teils deutlich höhere Strafen zahlen als in Deutschland. Worauf Autofahrer im Ausland achten sollten.

Zu schnell fahrenRaser aufgepasst, die Briten sind nicht zimperlich. Wer mehr als 50 Kilometer pro Stunde zu schnell fährt, zahlt bis zu 2990 Euro. Österreich fordert maximal 2180 Euro, in der Schweiz sind es mindestens 60 Tagessätze - berechnet werden sie nach dem monatlichen Verdienst. Raser in Deutschland müssen bei einer entsprechenden Übertretung mindestens 240 Euro zahlen. Quelle: dpa
Handy am SteuerWer am Steuer telefoniert, für den wird es vor allem in den Niederlanden teuer: 230 Euro zahlen die Verkehrssünder dort. In Spanien sind es mindestens 200, in der Schweiz 85 und in Frankreich mindestens 135 Euro. In Italien kostet der Griff zum Mobiltelefon mindestens 160 Euro. In Deutschland sind es 60 Euro. Quelle: dpa
Alkohol am SteuerTeuer wird es in Dänemark mit seiner 0,5-Promille-Grenze. Wer erwischt wird, muss mindestens einen Nettomonatsverdienst berappen. In Großbritannien (0,8 Promille) können umgerechnet bis zu 5980 Euro fällig werden. In Ungarn mit einer Null-Promille-Grenze sind es maximal 970, Malta (0,8 Promille) fordert mindestens 1200. In Deutschland (0,5 Promille) beginnen die Geldbußen bei 500 Euro. Nachfolgend einige Länder-spezifische Regeln in alphabetischer Reihenfolge: Quelle: obs
BelgienBei unseren belgischen Nachbarn muss stets ein Feuerlöscher mit an Bord sein. Auch Verbandskasten und Warnweste sind Pflicht - allerdings nur für in Belgien zugelassene Autos. Ein Warndreieck hingegen muss jeder Autofahrer mit sich führen. Eine Winterreifenpflicht gibt es nicht. Motorräder und Mopeds müssen auch tagsüber stets Licht eingeschaltet haben, für Autofahrer gibt es hingegen keine Lichtpflicht am Tag. Das Tempolimit auf Autobahnen liegt bei 120 Stundenkilometern. Quelle der Informationen: Europäisches Verbraucherzentrum Deutschland Quelle: ZBSP
BulgarienHier ist die Regelung zum Tagfahrlicht zeitlich eingeschränkt: Vom 1. November bis zum 1. März muss man auch tagsüber mit Licht fahren. Verbandskasten, Feuerlöscher, Warndreieck und Warnweste muss jeder Autofahrer dabei haben. Winterreifen sind nicht vorgeschrieben. In Bulgarien gibt es eine Pkw-Maut von fünf Euro pro Woche, wer länger bleibt kann auch für einen Monat oder ein ganzes Jahr bezahlen. Das Tempolimit auf Autobahnen beträgt 130 Stundenkilometer. Quelle: AP
DänemarkWer in Dänemark motorisiert unterwegs ist, muss tagsüber immer das Licht einschalten. Verbandskasten, Feuerlöscher und Warndreieck sind hier Pflicht. Wer über die Storebæltsbrücke oder die Öresundsbrücke fahren will, muss 31 beziehungsweise 40 Euro bereit halten. Bei winterlichen Verhältnissen gilt eine Winterreifenpflicht. Die Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen liegt bei 130 Stundenkilometern. Quelle: REUTERS
FinnlandWer in Finnland auf Reifen statt Rentier setzt, muss folgendes beachten: Tagfahrlicht und das Mitführen eines Warndreiecks sind hier Pflicht. Ein Verbandskasten, Feuerlöscher und Warnweste hingegen sind freiwillig - eine Warnweste wird aber empfohlen. Vom 1. Dezember bis 1. März sind Winterreifen vorgeschrieben. Die Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen liegt bei 100 bis 120 Stundenkilometern. Quelle: dpa
FrankreichAußerhalb bewohnter Gebiete müssen Autofahrer tagsüber das Licht einschalten; für Motorradfahrer ist es immer vorgeschrieben. Das Tempolimit auf Autobahnen beträgt 130 Stundenkilometer, bei Regen sind nur 110 km/h erlaubt. Winterreifenpflicht gilt nur dann, wenn ein entsprechendes Schild an der Straße darauf hinweist. Auf den meisten Straßen wird zudem eine Pkw-Maut gefordert. Seit Januar 2012 sind Navigationsgeräte, die Verkehrsüberwachungsmaßnahmen anzeigen, in Frankreich verboten. Nicht nur die Nutzung, auch das Mitführen ist untersagt. Findet die französische Polizei bei einer Verkehrskontrolle einen Radarwarner, ist ein Bußgeld bis zu 1500 Euro fällig und das Gerät wird sichergestellt. Quelle: Blumenbüro Holland/dpa/gms
GriechenlandMotorradfahrer und Mopeds müssen Tagfahrlicht einschalten, Autofahrer hingegen nicht. Auch Winterreifen sind nicht verpflichtend. Warnwesten sind in Griechenland nicht vorgeschrieben, Verbandskasten, Feuerlöscher und Warndreieck hingegen schon. Das Tempolimit auf Autobahnen beträgt 110 - 130 km/h. Auf den meisten Straßen wird eine Maut erhoben. Quelle: dpa
Großbritannien und IrlandHier gibt es statt gesetzlicher Vorschriften nur Empfehlungen: Motorradfahrer sollten tagsüber mit Licht fahren, auch Verbandskasten und Warndreieck sind nicht obligatorisch. Auch eine Winterreifenpflicht gibt es nicht. Für die Londoner City wird eine Maut von ungefähr 12 Euro pro Tag erhoben, auch manche Tunnel sind gebührenpflichtig. Auf Autobahnen sollte man nicht schneller als 112 Stundenkilometer unterwegs sein. Quelle: AP
ItalienWer mit Motorrad und Co. unterwegs ist, muss außerorts stets das Licht einschalten. Warndreieck und Warnweste sind vorgeschrieben, Verbandskasten und Feuerlöscher hingegen nicht. Bei den Warnwesten gilt, dass alle Personen am Unfallort sie tragen müssen. Ob Winterreifen gesetzlich verpflichtend sind, ist hier regional unterschiedlich. Es gibt eine Pkw-Maut, sie ist abhängig von der gefahrenen Strecke. Die Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen liegt bei 130 Stundenkilometern. Quelle: AP
KroatienDie Regeln in Kroatien sind strenger: Hier muss man das ganze Jahr über mit Tagfahrlicht unterwegs sein. Auch Verbandskasten, Warndreieck und Warnweste müssen alle Autofahrer immer dabei haben. Für gewerbliche Fahrzeuge gilt außerdem eine Feuerlöscher-Pflicht. Das Tempolimit auf Autobahnen beträgt 130 Stundenkilometer. Quelle: AP
LuxemburgTagsüber mit Licht fahren muss nur, wer auf zwei Rädern unterwegs ist. Autofahrern wird es aber empfohlen. Das Mitführen von Feuerlöscher und Verbandskasten ist nicht verpflichtend. Strenger sind die Luxemburger da bei Warndreieck und Warnweste, sie müssen dabei sein. Auch Fußgängern wird hier vorgeschrieben, eine reflektierende Weste zu tragen, wenn sie nachts oder bei schlechter Sicht auf Landstraßen unterwegs sind. Schneller als 130 km/h sollte man auf den Autobahnen nicht unterwegs sein; bei Regen gelten 110 Stundenkilometer Maximalgeschwindigkeit. Bei winterlichen Verhältnissen sind zudem Winterreifen angesagt. Quelle: dapd
NiederlandeVergleichsweise locker geht es in den Niederlanden zu. Hier ist noch nicht einmal das Mitführen eines Warndreiecks Pflicht. Allerdings muss nachts und bei schlechter Sicht sehr wohl eines zur Hand sein. Seit September 2012 wurde das Tempolimit von 120 Stundenkilometern auf 130 Stundenkilometer herauf gesetzt. Eine generelle Maut gibt es nicht, wer aber durch den Westerscheldetunnel oder den Kiltunnel fahren will, muss 5,00 € bzw. 2,00 € bereithalten. Quelle: dpa
NorwegenAuf Norwegens Straßen gilt Licht-Pflicht auch am Tag. Warnwesten müssen nur in Norwegen registrierte Fahrzeuge mitführen. Warndreiecke sind für alle Fahrzeuge ab drei Rädern vorgeschrieben. Feuerlöscher und Verbandskasten werden empfohlen. Bei entsprechender Witterung sind Winterreifen vorgeschrieben. Es gibt eine Pkw-Maut, sie liegt bei circa vier Euro. Das Tempolimit auf Autobahnen liegt bei gerade einmal 80 km/h, bei entsprechender Beschilderung sind teilweise auch 90 oder 100 km/h erlaubt. Quelle: REUTERS
ÖsterreichIn Österreich gilt eine allgemeine Warnwestenpflicht. Wer gegen die Regel verstößt, muss mit einer Geldbuße zwischen 21 und 36 Euro rechnen. Eine Lichtpflicht am Tag gibt es nicht. Bei Winterwetter müssen zwischen dem 1. November und 15. April Winterreifen aufgezogen werden. Auf Autobahnen und Schnellstraßen wird eine Maut erhoben, es können je nach Bedarf Vignetten mit unterschiedlicher Gültigkeitsdauer erworben werden. Die Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen liegt bei 130 Stundenkilometer. Quelle: dpa/dpaweb
PolenAlle in Polen gemeldeten Fahrzeuge müssen einen Feuerlöscher an Bord haben. Fahrzeuge aus anderen Ländern sind von dem Gesetz nicht betroffen. Warndreiecke und Tagfahrlicht gelten für alle als Pflicht, Warnweste und Verbandskasten jedoch nicht - ebenso wenig Winterreifen. Abhängig von der Strecke kann eine Mautgebühr erhoben werden. Auf Autobahnen gilt das Tempolimit von 140 km/h. Quelle: dpa
PortugalWer per Zweirad unterwegs ist, muss tagsüber das Licht einschalten. Für Autofahrer gibt es weder Taglicht- noch Winterreifenpflicht. Verbandskasten, Feuerlöscher, Warnweste und –dreieck sind für ausländische Autos nicht obligatorisch. Je nach Strecke wird eine Maut von ca. 4 Euro pro 100 Kilometer erhoben. Auf den Autobahnen gilt ein Tempolimit von 120 Stundenkilometern. Quelle: dpa
SchwedenIm Land der Elche heißt es Licht an und Warndreieck griffbereit haben. Verbandskasten, Warnweste und Feuerlöscher sind empfohlen, aber nicht gesetzlich vorgeschrieben. Vom 1. Dezember bis 31. März sind Winterreifen angezeigt. Die Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen beträgt 90 bis 120 km/h, je nach Beschilderung und Verkehrslage. Quelle: dpa
SlowakeiHier gilt: Finger weg vom Alkohol, denn die Slowakei hat eine strikte Null-Promille-Grenze. Es gilt eine Warnwesten- und Tagfahrlichtpflicht, Autofahrer müssen auch stets einen Verbandskasten und ein Warndreieck dabei haben. Bei entsprechenden Witterungsverhältnissen sind auch Winterreifen Pflicht. Bis zu 130 Stundenkilometer schnell darf man auf den Autobahnen unterwegs sein. Es wird eine Pkw-Maut von etwa 7 Euro pro Woche erhoben. Quelle: AP
SlowenienIn Slowenien sind Warnwesten nicht vorgeschrieben, man muss aber stets mit Licht fahren. Im Zeitraum vom 15. November bis 15. März müssen Winterreifen aufgezogen werden. Verbandskasten und Ersatzglühbirne fürs Abblendlicht sind zwar eigentlich nur für slowenische Fahrzeuge Pflicht, ausländischen Autoreisenden wird aber empfohlen, die beiden Dinge ebenfalls einzupacken. Die Pkw-Maut liegt bei saftigen 15 Euro pro Woche. Das Tempolimit beträgt 130 Stundenkilometer. Quelle: Blumenbüro Holland/dpa/gms
SpanienVerbandskasten und Feuerlöscher sind nicht vorgeschrieben, für Motorradfahrer gilt eine Taglicht-Pflicht. Autofahrer müssen ein Warndreieck vorweisen, eine Warnwesten-Pflicht gibt es aber nicht. Schneller als 120 Stundenkilometer sollte man auf spanischen Autobahnen nicht unterwegs sein. Auf den meisten Autobahnen wird zudem eine Pkw-Maut erhoben. Quelle: REUTERS
TschechienIn Tschechien herrscht Warnwestenpflicht. Die Regelungen in Bezug auf Alkohol sind streng: die Null-Promille-Grenze muss eingehalten werden. Eine generelle Winterreifenpflicht gibt es nicht, sie sind nur dann verpflichtend, wenn zwischen dem 1. November und 31. März ein entsprechendes Verkehrsschild aufgestellt wurde. Es gibt eine Pkw-Maut: eine 10-Tages-Vignette kostet 4,50 Euro. Bei 130 Stundenkilometern ist auf den Autobahnen Schluss. Quelle: dpa
UngarnAuch hier gilt eine strikte Null-Promille-Grenze. Fußgänger, die nachts oder bei schlechten Sichtverhältnissen außerhalb geschlossener Ortschaften unterwegs sind, müssen eine Warnweste tragen. Die Pkw-Maut beträgt 10 Euro pro Woche; eine Winterreifenpflicht gibt es nicht. Das Tempolimit beträgt 130 Stundenkilometer. Quelle: AP
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