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Wiso, Taxman, Steuerbot Die beste Steuersoftware 2021 für PC und Notebook

Die beste Steuer-Software 2021 für PC und Notebook. Quelle: imago images

Mit den passenden Programmen holen sie viel aus Ihrer Steuer raus und kommen schnell ans Ziel. Sechs digitale Steuerhelfer im großen Test: Die beste Software 2021 für PC und Notebook.

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Für Alle: Wiso Steuer Sparbuch – Vollständig und komfortabel

Die Stärke von Wiso Steuer bleibt dessen Vielseitigkeit. Die Steuererklärung kann per Software, Internet (dank Integration von Steuer Web) und App (Android und iOS) bearbeitet werden. Beim Abruf aktueller Daten direkt vom Finanzamt unterstützt Wiso mustergültig. Natürlich können auch Vorjahresdaten übernommen werden. Dabei denkt Wiso mit – Werte von Lohnersatzleistungen, die nicht unbedingt jedes Jahr fließen, wie Arbeitslosengeld oder Krankengeld, werden zum Beispiel nicht einfach übertragen.

Insgesamt unterstützt das Programm sehr gut; bietet viele Infos und Ratschläge an, aber zwingt sie nicht auf. Videos stehen ergänzend bereit. Die Darstellung ist meist übersichtlich, die Orientierung gut – manchmal schränkt der umfassende Ansatz in dieser Hinsicht etwas ein. Im speziellen Modus zum „Optimieren“ zeigt Wiso an, in welchen Bereichen weitere Einträge die Steuer noch drücken – und wo nicht. Das hilft, keinen Euro zu verschenken. Ein zusätzlicher Coronasteuercheck bildet die Besonderheiten in der Pandemie ab – etwa mit mehr Homeoffice. Selbst bei der Übernahme von Daten aus Rechnungen und Dokumenten hilft Wiso, über die Foto-App Steuer-Scan.

Preis: ab 23,25 Euro
Fazit: Der vollständige und flexible Ansatz macht den Allrounder erneut zum Testsieger. Super Unterstützung, viele Tipps.

Für Vorsichtige: SteuerSparErklärung – Ein Klassiker mit geballter Kompetenz

Die Ursprünge dieses Angebots gehen zurück auf eine Loseblattsammlung mit Steuertipps aus dem Jahr 1976. Das heißt: Die SteuerSparErklärung vereint geballte Kompetenz, konkrete Anwendbarkeit und einen Fokus auf Ordnung. Mitunter könnte sie aber eine Frischzellenkur gebrauchen. Die Bedienung ist etwas kompliziert, braucht Zeit. Ein vorgeschaltetes Interview verkürzt zwar die Bearbeitung, weil die relevanten Themen vorab erfragt werden. Danach kann ein „roter Faden“-Modus durch diese Themen führen. Doch schon da muss bei jedem Klick auf „Weiter“ ausgewählt werden, ob der Dialog nicht relevant, fertig oder noch nicht fertig bearbeitet ist. Umständlich. Zwischen verschiedenen Menüleisten, Anzeige- und Bearbeitungsfenster immer den Überblick zu behalten ist nicht ganz einfach. Die anfangs sehr übersichtliche Benutzeroberfläche wird durch verschiedene Themen und Unterthemen schnell gefüllt.

Dafür deckt die Software auch komplexe Fälle ab. Beim automatischen Datenabruf vom Finanzamt unterstützt sie gut; die Übernahme von Vorjahresdaten klappt innerhalb des Programms und von ElsterFormular. Es gibt Spezialversionen, etwa für Rentner und Lehrer, und unter steuerhelden.de ein Gratisangebot für Studenten und Berufseinsteiger.

Preis: ab 26,14 Euro
Fazit: Umfassend, aber etwas umständlich. Das Gefühl, steuerlich nichts zu verschenken, wird hier mit Zeit und Mühe erkauft.

Für Unkomplizierte: Tax – Große Leistung für einen kleinen Preis

Der kleine Bruder des Wiso Steuer Sparbuchs bleibt unser Tipp in Sachen Preis-Leistungs-Verhältnis. Er wird zum Jahreswechsel stets auch über Aldi und Lidl für knapp fünf Euro vertrieben. Deren Versionen heißen Steuer oder Steuersparer, sehen billig aus, sind aber praktisch genauso leistungsstark. Kaufempfehlung! Tax eignet sich für alle unkomplizierten Fälle. Nur Selbstständige müssen auf die gut 30 Euro teure Professional-Version umsteigen – oder doch Wiso Steuer nutzen. Alle anderen unterstützt Tax auch in der Basisversion gut, führt kompetent durch die Datenabfrage und gibt viele Tipps. Daten können aus dem Vorjahr übernommen und aktuell vom Finanzamt abgerufen werden. Nur in den Billigversionen der Discounter ist die Datenübernahme von Tax aus dem Vorjahr nicht möglich; von der Vorjahresversion des Discounters hingegen schon. Tax arbeitet mit vielen kleinen Symbolen. Manchmal wirkt die Benutzeroberfläche dadurch etwas überladen. Trotzdem fällt das Auffinden von einzelnen Themen, etwa zum Nachtragen eines Wertes, leicht. Am Ende gibt es einen speziellen Coronasteuercheck. Die Software wird nur für Windows angeboten.

Preis: ab 11,97 Euro
Fazit: Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis, vor allem in den Varianten vom Discounter. Leistungsstark, daher meist völlig ausreichend.

Die beste Steuersoftware für Fortgeschrittene, Einsteiger und Geduldige

Für Fortgeschrittene: Taxman – Mehr Unterstützung wäre schön

Understatement wird bei Taxman großgeschrieben. Die Premiumsoftware (nur für Windows) von Lexware wirkt aus der Zeit gefallen, verändert sich optisch von Jahr zu Jahr kaum. Während andere Anbieter auf Apps und jugendliche Ansprache setzen, begrüßt bei Taxman ein Herr in Kurzarmhemd mit Krawatte. So viel Förmlichkeit könnte manche abschrecken, es bleiben aber Äußerlichkeiten. Hinter der zurückhaltenden Fassade stecken wertvolle Tipps und weiterführende Infos. Bei jeder Eingabe zeigt die Software kontextbezogene Hinweise an, die oft weiterhelfen. Die Darstellung bleibt immer ruhig und aufgeräumt, auch wenn es in die Tiefen steuerlicher Details geht. Die Übernahme von Vorjahresdaten wird nur innerhalb von Taxman angeboten, nicht von der Konkurrenz. Das Laden aktueller Werte vom Finanzamt klappte reibungslos. Hier hatte es in den Vorjahren im Test Probleme gegeben. Manchmal scheint Taxman sich an Profis zu richten. So unterstützt es zum Beispiel bei der Berechnung der Wegstrecke zur Arbeit nicht. Andere Angebote helfen an solchen Stellen sofort. Pluspunkt von Taxman sind zahlreiche Erklärvideos.

Preis: ab 24,75 Euro
Fazit: Ruhige Optik, viele Tipps und Ratschläge für Fortgeschrittene. Einsteiger könnten teils noch besser unterstützt werden.

Für Einsteiger: Steuerbot – Mit dem Chatbot zur Steuererklärung

Diese App vom Haufe-Verlag erfüllt bereits viele Wünsche. Sie führt simpel und schnell durch die Steuererklärung, in einem Chat-Stil, durchaus in nur 20 bis 30 Minuten. Vorjahresangaben bietet die App erneut an. Das beschleunigt zusätzlich. Werte aus der Lohnsteuerbescheinigung müssen abgetippt werden – an dieser Stelle ist wohl am ehesten noch Zeitersparnis drin. Die Sprache ist weniger jugendlich als früher. Auch kleine Bildchen werden seltener eingesetzt. Damit wirkt der Steuerbot jetzt seriöser. Erklärungen werden oft erst beim Klick auf ein kleines Infosymbol angezeigt; in der Regel sind sie dann verständlich und hilfreich. Wer sie nicht liest, der könnte an ein paar Stellen überflüssige Angaben machen oder relevante Ausgaben übersehen. Oft weist die App aber selbst auf mögliche Steuervorteile hin, bietet Pauschbeträge als Option an. Am Ende kann die Steuererklärung als PDF-Datei überprüft und dann abgegeben werden. Leider ist der Steuerbot nicht mehr kostenlos; mittlerweile kostet die Abgabe in der Regel. Wer auf Schnelligkeit aus ist, der hat mit dem Steuerbot in simpleren Fällen aber eine echte und komfortable Option.

Preis: meist 29,95 Euro
Fazit: Für simplere Fälle sehr gut. Der Testsieger unter den Apps punktet mit Schnelligkeit und bequemer Abfrage.

Für Geduldige: Taxfix – Diese App macht ihrem Namen keine Ehre

Fangen wir positiv an: Taxfix gibt einem das Gefühl, kaum etwas vergessen zu können. Die App wirkt so umfassend wie eine Steuersoftware. Sie fragt auch seltene Themen ab – wie den Verkauf von Webdomains. Oft denkt sie mit, fragt nach der Wohnsituation und bei Mietern dann nach Ausgaben für Handwerker, Hausmeister oder Gärtner auf der Nebenkostenabrechnung. Die würden als haushaltsnahe Dienstleistung zählen. Die Fragen werden nach und nach gestellt, kurz und klar. Mit Klick auf ein Fragezeichen gibt es brauchbare Erklärungen.

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Taxfix unterstützt, etwa bei der Berechnung der Wegstrecke zur Arbeit oder der Anzahl an Fahrttagen. Daten vom Vorjahr werden allerdings kaum übernommen; aktuelle Daten vom Finanzamt abzurufen klappt auch nicht. Immerhin: Werte aus der Lohnsteuerbescheinigung können per Foto übernommen werden, wobei im Test viele Fehler entstanden. Alternativ können sie eingetippt werden.

Dazu kommt auf der negativen Seite die große Anzahl gestellter Fragen. Besonders zäh wird der Vollständigkeitsanspruch, weil von Frage zu Frage meist fünf bis zehn Sekunden Ladezeit vergehen.

Preis: meist 39,99 Euro
Fazit: Sehr umfassend, gut strukturiert – aber viel zu langsam. Zur Entschleunigung braucht man keine Steuer-App.

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