WiWo App Jetzt gratis testen
Anzeigen

Tipps Schmuck-Auktionen: Geld und Geduld

Erstaunlich nüchtern und wie am Fließband geht es zu, wenn der Auktionator den Hammer schwingt. Die Regeln sind überschaubar, Schwellenangst ist nicht nötig.

Schmuck gibt es auf Auktionen Quelle: AP

Vorbesichtigung: Schon mehrere Wochen vor der Versteigerung können viele Objekte im Auktionshaus angeschaut werden; Mitarbeiter beantworten Fragen.

Katalog: Wer nicht vor Ort sein kann, sollte sich online beim Auktionshaus den Versteigerungskatalog bestellen. Darin finden Interessenten Fotos, Beschreibungen und Schätzpreise. Der Katalog kostet zwischen 10 und 100 Euro, je nach Umfang und Ort, an den weltweit geliefert wird.

Schriftliche oder telefonische Gebote: Über die Internet-Seiten der Auktionshäuser können Gebotsformulare ausgedruckt werden, mit denen Interessenten – auch ohne anwesend zu sein – bis zu ihrem persönlichen Höchstpreis mitbieten können. Oft können sie auch mithilfe eines Mitarbeiters des Hauses während der Auktion telefonisch mitsteigern.

Aufruf: Die Objekte werden meist etwas unter dem angegebenen Limit aufgerufen. Gesteigert wird in vergleichsweise kleinen Schritten, bis die Tausender-Marke überschritten ist.

Aufgeld: Diese Summe geht an das Auktionshaus und beinhaltet auch die Mehrwertsteuer auf den Kaufpreis. Das Auktionshaus van Ham zum Beispiel nimmt 25 Prozent bis 50.000 Euro Verkaufspreis, auf die darüber hinausgehenden Beträge werden 22 Prozent berechnet. Bei Objekten, die im Anhang des gedruckten Kataloges als regelbesteuert vermerkt sind, wird ein Aufgeld von 19 Prozent auf die ersten 50.000 Euro und auf die darüber hinausgehenden Beträge ein Zuschlag von 16 Prozent berechnet. Der Verkäufer zahlt meist eine Provision von 10 bis 20 Prozent – wenn verkauft wird.

Achtung, Extra-Steuer: Auf Zuschlag und Aufgeld kommt noch die gesetzliche Umsatzsteuer von sieben Prozent (Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen, Grafiken) oder 19 Prozent (Kunstgewerbe, Möbel, Schmuck/Uhren, Teppiche, Siebdrucke, Offsets, Fotografien).

Nachverkauf: Was während der Auktion nicht ersteigert wird, kann trotzdem noch gekauft werden: Der Interessent macht dem Verkäufer über das Auktionshaus ein Angebot unterhalb des ersten Aufrufs – wenn er Glück hat, geht der Anbieter darauf ein.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%