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Verpackungsspezialist Gerresheimer vor dem Verkauf der Autokunststoff-Sparte

Der börsennotierte Verpackungsspezialist Gerresheimer verhandelt mit mehr als zehn Kaufinteressenten für sein Autokunststoff-Zuliefergeschäft.

Spritzen des Glasherstellers Quelle: dpa

„Es ist ausreichend Interesse da, ich erwarte eine erfolgreiche Transaktion. Wir werden die Bücher öffnen und mit mehr als zehn Interessenten in die nächste Verhandlungsrunde gehen – das sind Firmen aus der Branche ebenso wie Finanzinvestoren. Im ersten Quartal 2009 sollte der Verkauf unter Dach und Fach sein“, sagte Vorstandschef Axel Herberg der WirtschaftsWoche. Mit dem Verkauf der Autosparte, die im Vorjahr 70 Millionen Umsatz einbrachte, sei die Neuausrichtung von Gerresheimer abgeschlossen.

Trotz der Konjunkturabschwächung bestätigte Herberg seine Wachstumsprognose. „Wir bleiben dabei: Der Umsatz soll 2009 um neun bis elf Prozent steigen, auf gut eine Milliarde Euro“, sagte Herberg. Außerdem kündigte er an, die Profitabilität zu steigern. „Obwohl der Ölpreis drei Jahre lang gestiegen ist, hat sich unsere operative Marge verbessert. Sie wird im laufenden Jahr bei rund 19,5 Prozent vom Umsatz liegen“, sagte Herberg. „Wir werden bei der Marge weiter zulegen. Denn wir erhöhen die Produktionsmenge und damit die Auslastung. Außerdem verschieben wir den Produktmix weiter hin zu profitableren Produkten, wie zum Beispiel Spritzen. Das wird zu einer weiteren Margensteigerung von der heutigen Basis von gut 19 Prozent führen. Dabei haben wir mit Life Science ein Geschäft, das mit 11,5 Prozent deutlich unter dem Schnitt liegt. Hier sehe ich das größte Steigerungspotenzial in den nächsten Jahren auf über 16 Prozent.“

Herberg zeigte sich zuversichtlich, steigende Kosten durch Preiserhöhungen an die Kunden weitergeben zu können. „Ich erwarte keine Belastung durch Energiepreise und Löhne. Gestiegene Kosten können wir durch Einsparungen, höhere Produktionsmengen und die Weitergabe höherer Preise an die Kunden auffangen“, sagte er.

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