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Altersvorsorge So groß ist Ihre Rentenlücke wirklich

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Die Millionen-Euro-Frage

Wo die Mietpreise explodiert sind
UlmWo heute die Kunsthalle Weishaupt steht, trennte noch vor wenigen Jahren eine sechsspurige Straße die Altstadt vom Stadtzentrum. In einem Großprojekt wurde die innerstädtische Hauptstraße komplett zurückgebaut und damit der Stadtkern aufgewertet. Durch die Aufwertung der dortigen Wohnlage können Hausbesitzer nun auch mehr Miete verlangen. Mietpreis pro m² im Jahr 2005*: 7,24 Euro Mietpreis pro m² im Jahr 2012: 9,04 Euro Veränderung: + 24,86 Prozent Zum Vergleich: In den hundert größten Städten stiegen die Angebotsmietpreise im Durchschnitt um elf Prozent. *Quelle: www.immonet.de. Das Immobilienportal Immonet hat die durchschnittliche Preisentwicklung der Kaltmiete pro Quadratmeter von über einer Million Mietangeboten in den 100 größten deutschen Städten zwischen 2005 und 2012 verglichen. Bei den Prozentwerten handelt es sich um die reine Mietpreiserhöhung durch die Immobilienbesitzer. Die Inflationsrate wurde laut Immonet nicht mit einberechnet. Sie betrug für den gleichen Zeitraum rund zehn Prozent. Quelle: dpa
OsnabrückPartytime in Niedersachsens drittgrößter Stadt: Das Rathaus in Osnabrück, in dem 1648 der Westfälische Frieden geschlossen wurde, feiert zwischen Juni und Oktober 2012 sein 500-jähriges Bestehen. Auch die Besitzer von Immobilien haben Grund zur Freude. In Osnabrück sind die Mietpreise in den vergangenen fünf Jahren im zweistelligen Prozentbereich gestiegen. Mietpreis pro m² im Jahr 2005: 5,00 Euro Mietpreis pro m² im Jahr 2012: 6,28 Euro Veränderung: + 25,60 Prozent Quelle: dpa
KarlsruheAus der Luft gut erkennbar ist die fächerartige Architektur der Karlsruher Innenstadt. Die dortige Universität war eine der drei bundesweit ersten Elite-Hochschulen, was die Stadt bei angehenden Studenten noch attraktiver werden ließ, aber auch die Mieten weiter nach oben trieb. Seit dem 15. Juni 2012 gehört die Karlsruher Uni nicht mehr zur Exzellenz der Bildungseinrichtungen. Den Anstieg der Mietpreise wird das künftig wohl aber nicht bremsen. Mietpreis pro m² im Jahr 2005: 6,89 Euro Mietpreis pro m² im Jahr 2012: 8,70 Euro Veränderung: + 26,27 Prozent Quelle: dpa
KoblenzFür Koblenz ist die Lage am Rhein Fluch und Segen gleichermaßen. Was einerseits die Touristen erfreut, wird für die Bevölkerung in Hochwasserzeiten zum Problem. Seit 1975 ist die Einwohnerzahl um 12.000 geschrumpft. 2010 lebten rund 106.000 Menschen in der rheinland-pfälzischen Stadt. Seit 2005 stagniert die Zahl in etwa auf diesem Niveau. Mit den Mieten geht es allerdings weiter nach oben. Mietpreis pro m² im Jahr 2005: 5,02 Euro Mietpreis pro m² im Jahr 2012: 6,38 Euro Veränderung: + 27,09 Prozent Quelle: dpa
HamburgWer in der Elbmetropole leben möchte, muss tief in die Tasche greifen. Hamburg gehört zu den schönsten, aber auch zu den teuersten Städten Deutschlands. Und die Mietpreise steigen weiter. Mietpreis pro m² im Jahr 2005: 8,09 Euro Mietpreis pro m² im Jahr 2012: 10,37 Euro Veränderung: + 28,18 Prozent Quelle: APN
EsslingenBesonders im Sommer zieht es die Bewohner auf die Esslinger Maille nahe der Inneren Brücke. Seit Jahrzehnten stagniert die Einwohnerzahl der Stadt allerdings um die 90.000. Die Mieten steigen dennoch. Mietpreis pro m² im Jahr 2005: 6,64 Euro Mietpreis pro m² im Jahr 2012: 8,54 Euro Veränderung: + 28,61 Prozent Quelle: dpa
OldenburgAls Studentenstadt und Metropolregion hat Oldenburg einiges zu bieten. Das zieht Menschen an. Seit 2005 wächst die Einwohnerzahl der niedersächsischen Stadt kontinuierlich an. Das gleiche gilt auch für die Mieten. Mietpreis pro m² im Jahr 2005: 5,44 Euro Mietpreis pro m² im Jahr 2012: 7,08 Euro Veränderung: + 30,15 ProzentIm Bild: Filiale der Bremer Landesbank in Oldenburg Quelle: Pressefoto

Ausgangslage ist, dass 1000 Euro monatlich ausgegeben werden, die im Alter von 67 rund 2200 Euro monatlicher Ausgaben entsprechen. Dann würde der heute junge Akademiker später 2500 Euro gesetzliche Rente bekommen.

Wenn sich unser Prototyp einen Lebensstandard von 3500 Euro (heutige Kaufkraft) leisten will, muss er, die Inflation berücksichtigt, im Alter von 65 schon 7700 Euro ausgeben, um sich die gleichen Wünsche zu erfüllen. Geht man von den für den Berufseinsteiger veranschlagten 1000 Euro Ausgaben jetzt, beziehungsweise 2200 Euro Ausgaben im Alter von 67, aus, hätte er eine Versorgungslücke von 5200 Euro im Monat und müsste mehr als eine Million Euro Kapital aufbauen, um diese Lücke zu schließen.

Was Harald Schmidt mit seinem Geld macht

Fazit: Auch wenn die abgebildeten Lebenssituationen nur beispielhaft wiedergeben, wie es um die Rentenlücke und das notwendige Sparvolumen bestellt ist, haben sie doch eines gemeinsam: Rasches Handeln in Bezug auf die private Vorsorge ist zwingend notwendig, um einer möglichen Altersarmut zu entgehen. Da aber gerade beim zuletzt dargestellten Berufsanfänger die Einkommensentwicklung noch ungewiss ist, lassen sich keine klaren Sparziele formulieren. Doch auch hier ist klar, dass so früh wie möglich mit der privaten Altersvorsorge begonnen werden sollte. Laut Finanzexperten Christian Lange reichen dabei auch schon kleinere Summen zwischen 50 und 100 Euro monatlich aus.

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