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Altersvorsorge Eine Lebensversicherung zum Selberbauen

Lebens- oder Rentenversicherungen sind teuer und werfen oft nur Niedrigrenditen ab. Das muss nicht sein. Wie Anleger sich vom Joch der Versicherer befreien und sich ihre eigenen Policen zusammenstellen.

Anleger können sich ihre Lebensversicherung locker selbst bauen. Quelle: dpa

Eine sichere und gut planbare Altersvorsorge gibt es nur vom Versicherer? Stimmt nicht! Anleger können sich ihre eigene Lebens- oder Rentenversicherung bauen. Mit den richtigen Bausteinen wird die mindestens genauso sicher wie eine normale Police, bringt ihnen aber deutlich mehr Flexibilität. Und – anders als bei den herkömmlichen Policen – müssen sie keine hohen Vertriebs- und Verwaltungskosten tragen.

Worauf es ankommt

  • Aus einer Lebensversicherung bekommen Kunden gegen fixe monatliche Beiträge später auf einen Schlag eine größere Summe ausgezahlt. Die garantierte Mindestsumme steht dabei schon zu Beginn fest. Obendrauf kommen noch Überschüsse, die allerdings nicht garantiert sind und in den vergangenen Jahren immer weiter gesunken sind. Bei länger laufenden Verträgen muss nur die Hälfte der später ausgezahlten Überschüsse mit dem persönlichen Steuersatz versteuert werden. Vor 2005 abgeschlossene Altverträge profitieren noch von früheren Steuerregeln; hier bleibt die Einmalauszahlung meist ganz steuerfrei.
So viel Rente bekommen Sie
DurchschnittsrentenLaut den aktuellen Zahlen der Deutschen Rentenversicherung bezogen Männer Ende 2014 eine Durchschnittsrente von 1013 Euro. Frauen müssen inklusive Hinterbliebenenrente mit durchschnittlich 762 Euro pro Monat auskommen. Quellen: Deutsche Rentenversicherung; dbb, Stand: April 2016 Quelle: dpa
Ost-Berlin mit den höchsten, West-Berlin mit den niedrigsten RentenDie Höhe der Rente schwankt zwischen den Bundesländern. Männer in Ostberlin können sich mit 1147 Euro Euro über die höchste Durchschnittsrente freuen. In Westberlin liegt sie dagegen mit 980 Euro am niedrigsten. Aktuell bekommen männliche Rentner: in Baden-Württemberg durchschnittlich 1107 Euro pro Monat in Bayern durchschnittlich 1031 Euro pro Monat in Berlin (West) durchschnittlich 980 Euro pro Monat in Berlin (Ost) durchschnittlich 1147 Euro pro Monat in Brandenburg durchschnittlich 1078 Euro pro Monat in Bremen durchschnittlich 1040 Euro pro Monat in Hamburg durchschnittlich 1071 Euro pro Monat in Hessen durchschnittlich 1084 Euro pro Monat in Mecklenburg-Vorpommern durchschnittlich 1027 Euro pro Monat in Niedersachsen durchschnittlich 1051 Euro pro Monat in Nordrhein-Westfalen durchschnittlich 1127 Euro pro Monat im Saarland durchschnittlich 1115 Euro pro Monat in Sachsen-Anhalt durchschnittlich 1069 Euro pro Monat in Sachsen durchschnittlich 1098 Euro pro Monat in Schleswig-Holstein durchschnittlich 1061 Euro pro Monat in Thüringen durchschnittlich 1064 Euro pro Monat Quelle: AP
Frauen mit deutlich weniger RenteFrauen im Ruhestand bekommen gut ein Drittel weniger als Männer. Auch sie bekommen in Ostberlin mit durchschnittlich 1051 Euro die höchsten Bezüge. Am wenigsten bekommen sie mit 696 Euro in Rheinland-Pfalz. Laut Deutscher Rentenversicherungen beziehen Frauen inklusive Hinterbliebenenrente: in Baden-Württemberg durchschnittlich 772 Euro pro Monat in Bayern durchschnittlich 736 Euro pro Monat in Berlin (West) durchschnittlich 861 Euro pro Monat in Berlin (Ost) durchschnittlich 1051 Euro pro Monat in Brandenburg durchschnittlich 975 Euro pro Monat in Bremen durchschnittlich 771 Euro pro Monat in Hamburg durchschnittlich 848 Euro pro Monat in Hessen durchschnittlich 760 Euro pro Monat in Mecklenburg-Vorpommern durchschnittlich 950 Euro pro Monat in Niedersachsen durchschnittlich 727 Euro pro Monat in Nordrhein-Westfalen durchschnittlich 749 Euro pro Monat im Saarland durchschnittlich 699 Euro pro Monat in Sachsen-Anhalt durchschnittlich 964 Euro pro Monat in Sachsen durchschnittlich 983 Euro pro Monat in Schleswig-Holstein durchschnittlich 744 Euro pro Monat in Thüringen durchschnittlich 968 Euro pro Monat Quelle: dpa
Beamtenpensionen deutlich höherStaatsdienern geht es im Alter deutlich besser. Sie erhalten in Deutschland aktuell eine Pension von durchschnittlich 2730 Euro brutto. Im Vergleich zum Jahr 2000 ist das ein Zuwachs von knapp 27 Prozent. Zwischen den Bundesländern schwankt die Pensionshöhe allerdings. Während 2015 ein hessischer Staatsdiener im Ruhestand im Durchschnitt 3150 Euro ausgezahlt bekam, waren es in Sachsen-Anhalt lediglich 1940 Euro. Im Vergleich zu Bundesbeamten geht es den Landesdienern dennoch gut. Im Durchschnitt kommen sie aktuell auf eine Pension von 2970 Euro. Im Bund sind es nur 2340 Euro. Quelle: dpa
RentenerhöhungIm Vergleich zu den Pensionen stiegen die normalen Renten zwischen 2000 und 2014 deutlich geringer an. Sie wuchsen lediglich um 15,3 Prozent. Quelle: dpa
Reserven der RentenkasseDabei verfügt die deutsche Rentenversicherung über ein sattes Finanzpolster. Nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung betrug die sogenannte Nachhaltigkeitsrücklage Ende 2014 genau 35 Milliarden Euro. Das sind rund drei Milliarden Euro mehr als ein Jahr zuvor. Rechnerisch reicht das Finanzpolster aus, um fast zwei Monatsausgaben zu bezahlen. Nachfolgend ein Überblick, mit welcher Rente die Deutschen im aktuell im Durchschnitt rechnen können: Quelle: dpa
Abweichungen vom StandardrentnerWer 45 Jahre in den alten Bundesländern gearbeitet hat und dabei den Durchschnittslohn verdiente, bekommt pro Monat 1314 Euro ausgezahlt. Bei 40 Arbeitsjahren verringert sich die monatliche Auszahlung auf 1168 Euro. Wer nur 35 Jahre im Job war, bekommt 1022 Euro. Quelle: Fotolia
  • Eine Rentenversicherung funktioniert ähnlich, nur dass die Auszahlung nicht auf einen Schlag, sondern in Form einer lebenslangen Rente erfolgt. Für die Rendite entscheidend ist hier also letztlich, wie lange der Versicherte lebt. Steuer fällt je nach Beginn der Rentenzahlung an. Fließt die erste Rente mit 67, müssen Versicherte lebenslang 17 Prozent der Rente mit ihrem persönlichen Steuersatz versteuern.

Oft beinhalten die Policen einen zusätzlichen Todesfallschutz, wobei die Auszahlung im Todesfall meist so gering ist, dass sie kaum ins Gewicht fällt. Für die Absicherung von Angehörigen sollten Vorsorgesparer besser eine separate Risiko-Lebensversicherung abschließen, die dann auch ausreichenden Schutz bietet. Faustregel: Eine Police über das Drei- bis Fünffache des Bruttojahreseinkommens gilt als empfehlenswert. Auch andere Risikokomponenten – etwa der Schutz gegen Berufsunfähigkeit – sollten besser nicht im Paket mit einer Lebens- oder Rentenpolice, sondern separat abgeschlossen werden.

Als Vergleich für die selbst gebaute Lebens- und Rentenversicherung dienen Policen von CosmosDirekt. Der Direktversicherer zeichnet sich durch niedrige Kosten aus und garantiert den Kunden daher im Branchenvergleich hohe Auszahlungen.

Ein 30-jähriger Sparer bekommt von CosmosDirekt gegen 100 Euro Monatsbeitrag in der Lebensversicherung eine garantierte Auszahlung von 53.950 Euro mit 67 Jahren. Nach Steuern sind das bei einem angesetzten persönlichen Steuersatz von nur 30 Prozent etwa 52.500 Euro (die Steuer fällt ja nur auf die Hälfte des Gewinns aus der Police an). Eine Rentenpolice mit gleichem Beitrag sichert ihm vom 67. Geburtstag an monatlich garantierte 194,83 Euro – bis ans Lebensende. Nach Steuern entspricht das 184,89 Euro.

Diese Werte gilt es zu schlagen!

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