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Altersvorsorge Richtig für die Rente sparen

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Tabelle: Indexfonds

Im Gegenzug wird die spätere Rente voll besteuert. Die Steuerersparnis ist umso größer, je höher die Differenz zwischen dem Steuersatz im Erwerbsleben und dem im Ruhestand ist. In Friess Beispielrechnung sind es beim Single 14,8 Prozentpunkte. Mit dem Steuerbonus beträgt die Nettorente 2608 Euro – sie ist damit nur noch 44 Euro von den 2652 Euro beim Wertpapiersparen Marke Eigenbau entfernt. Für Gutverdiener ohne Anhang, die auf Nummer sicher gehen wollen, lohnt sich Riester allemal.

Fragliche Steuerersparnis

Allerdings hat die Riester-Rechnung einen Schönheitsfehler: Wie hoch die tatsächliche Steuerersparnis ist, lässt sich nur schätzen. Zwar wird das Gros der künftigen Rentner nach geltendem Recht nur wenig Steuern zahlen müssen, aber das könnte den Staat dazu bewegen, nachträglich an den Vorschriften zu drehen. Schließlich wird die Zahl der steuerpflichtigen Arbeitnehmer in Zukunft abnehmen, die Staatsausgaben werden aber wohl weiter steigen. Finanzberater Edinger rät daher Anlegern, den Steuervorteil nicht als alleiniges Auswahlkriterium für Riester heranzuziehen. Der Sparer müsse zudem mehr Wert auf Sicherheit und Bequemlichkeit legen als auf Rendite.

Riester ist sicher und bequem, aber nichts für Ungeduldige, die es gerne flexibel mögen. Bis zum 60. Geburtstag müssen die Sparer warten, ehe die erste Rente fließt. Nicht mehr als 30 Prozent können sie auf einen Schlag entnehmen. Mit bis zu 2100 Euro gefördertem Beitrag pro Jahr kann Riester nur die Basis für die Altersvorsorge sein. Für den Rest muss der Sparer selbst sorgen.

Depotreparateur Peter Edinger hat die finanzielle Zukunft seines 35-jährigen Kunden für 450 Euro Aufwand pro Monat gesichert. Statt in die konventionelle Rentenversicherung zahlt der jetzt 2100 Euro jährlich in eine Riester-Rentenversicherung und sichert sich so hohe Steuervorteile. Weitere 150 Euro gehen in renditestarke Fonds. Die Hypothek, die der Jurist für eine Wohnung aufgenommen hatte, soll er schneller abtragen, also zahlt er künftig 1500 Euro jährlich Sondertilgung. „Die Zinsersparnis ist höher als eine Anlage in sicheren Staatsanleihen“, sagt Edinger.

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    Was dem Mann im Alter dann noch fehlt, will er durch den Verkauf der Eigentumswohnung hereinholen. Schöner Nebeneffekt: So erspart er sich im Ruhestand auch mögliche Prozesse mit anderen Eigentümern der Wohnanlage. Prozessiert hat er in seinem Berufsleben dann schließlich schon genug.

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