Altersvorsorge Was die neuen Riester-Gesetze bringen

Die Koalition will am Mittwoch im Kabinett einen Gesetzentwurf zur Förderung der Altersvorsorge verabschieden. Das Motto lautet: Die Riester-Rente soll einfacher, transparenter und attraktiver werden. Was sich ändert.

Die Riester-Irrtümer
Finanzamtschild Quelle: dpa
Stift auf einer Steuererklärung Quelle: dpa
Ein Sparstrumpf Quelle: dpa
Mann zeigt das Innere seiner Hosentaschen Quelle: dpa
Eltern spielen mit ihrem Sohn Quelle: dpa
Vater und Sohn sitzen an einem Fluss Quelle: dpa
Besucher beim Kongress Altervorsorge 2011 Quelle: dpa

Wer einmal schlechte Erfahrungen mit einem Riester-Vertrag gemacht hat, der ist meist für alle Anbieter verloren. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie des Munich Centers for Economics of Aging (MEA). Etwa 14,5 Prozent der Haushalte haben ihre Riester-Rente schon einmal gekündigt oder stillgelegt. Nach einer Kündigung haben 73 Prozent, nach einer Stilllegung 81 Prozent keinen neuen Riester-Vertrag abgeschlossen. Das sind weitere Ergebnisse der repräsentativen SAVE-Umfrage, auf der die Studie basiert. Seit 2005 befragt TNS Infratest die Deutschen über ihr Spar- und Anlageverhalten.

Um die Stilllegungsquoten zu senken, sollten die Bedingungen für Riester-Verträge geändert werden, fordern die Meinungsforscher. Kostenstruktur sowie Ertrags- und Risikoerwartungen müssten besser vergleichbar sein. Zudem sollten die Anbieter angehalten werden, Verträge mit niedrigen Kosten anzubieten.

Auf dieses Meinungsbild in der Bevölkerung reagiert die Politik in Berlin nun. Nach langer Anlaufphase sind sich die Regierungspolitiker offenbar einig: Am Mittwoch will die schwarz-gelbe Koalition eine Reform der geförderten privaten Altersvorsorge auf den Weg bringen. Ihr Ziel: Die geförderte Vorsorge soll attraktiver und transparenter für die Bürger werden.

Riesterrente von A bis Z

Der Grund: Die Deutschen sollen angesichts der demografischen Entwicklung stärker selbst fürs Alter vorsorgen. So lautet schließlich die Erkenntnis, die regelmäßig von Politik und Finanzunternehmen verbreitet wird, doch in der Bevölkerung bislang weniger Widerhall findet als erhofft, jedenfalls wenn man die Verkaufszahlen der Riester-Rente zum Maßstab nimmt.

Zu den Kernpunkten des Gesetzentwurfes gehören die steuerliche Förderung des Berufsunfähigkeitsschutzes, eine bessere Übersicht über die Leistungen von Riester-Verträgen sowie eine einfachere Eigenheimrente ("Wohn-Riester"). Dafür formulierten die Koalitionspolitiker den Gesetzesentwurf zur Verbesserung der steuerlichen Förderung der privaten Altersvorsorge, der dem Handelsblatt vorliegt.

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