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Anleihen von Industriekonzernen Wann Investoren ihre Gewinne in Bares ummünzen sollten

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Chancen bei Neuemissionen

Mutige werfen etwa einen Blick auf drei vergangene Woche neu herausgegebene Anleihen von HeidelbergCement (ISINs XS0458230082, XS0458230322 und XS0458685913). Die sehr spekulativen Papiere werfen bei Laufzeiten von fünf, sieben und zehn Jahren 7,5 bis 8,5 Prozent jährlichen Zins ab und bieten Aussicht auf schnelle Gewinne. Eine ordentliche Rendite von 6,1 Prozent offeriert auch das neue Papier des Mischkonzerns Evonik, das seit vergangenen Montag börsennotiert ist.

Anleger, die bereits in Unternehmensanleihen positioniert sind, sollten sich jedoch auf – zumindest zwischenzeitliche – Kursverluste einstellen. Der Rendite-Abstand zu sicheren Bundespapieren dürfte „sich in nächster Zeit eher ausweiten“, schätzt Fondsmanager Krahe.

Vor allem die permanente Verschlechterung der Bonität hängt wie ein Damoklesschwert über dem Rentenmarkt.

Investoren, die in sicheren Bonds von Großkonzernen wie etwa BASF oder der Deutschen Telekom engagiert sind, sollten Verluste bis zur Endfälligkeit aussitzen, spekulative Papiere sind eher ein Verkauf. Für Anleger problematisch ist nicht nur, dass sich ihre Bonität verschlechtert, sondern auch, dass viele Unternehmen neue Anleihen ausgeben werden – gezwungenermaßen. Das erhöht das Angebot und drückt die Kurse. „Ab 2012 müssen viele alte Schulden neu finanziert werden“, warnt UniCredit-Experte Haber. Allein 2014 benötigen marode Schuldner weltweit enorme 839 Milliarden Dollar.

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    Auch ThyssenKrupp-Finanzchef Hippe wird 2013 und 2014 jeweils eine frische Milliarde auftreiben müssen, weil dann ältere Thyssen-Bonds auslaufen. Immerhin: In seinem Kampf um Kredit und Zinsen ist Hippe bei Weitem nicht allein in Deutschlands Vorstandsetagen. S&P hat mittlerweile 11 der 30 im Deutschen Aktienindex vertretenen Konzerne einen negativen Ausblick verpasst.

    Will heißen: Sie alle könnten bald herabgestuft werden.

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