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Auslandsreiseschutz Die beste Reiseversicherung kommt von der Allianz

Ein Test der Stiftung Warentest zeigt: Nur gut jede dritte Auslandskrankenversicherung ist richtig gut. Urlauber sollten deshalb genau ins Kleingedruckte schauen, wenn sie eine Zusatzpolice kaufen.

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Nur 14 von 40 getesteten Auslandsreisekrankenversicherungen taugen auch etwas. Quelle: dpa

Die Sommerreisezeit hat begonnen. Im Reisebüro bekommen Urlauber in der Regel zusätzlich zu Flug und Hotel auch das ganze Paket an Versicherungen angeboten. Von Reiserücktritt- bis Auslandskrankenschutzpolice. Diese Absicherungen sind laut Verbraucherzentralen auch sinnvoll, gerade für Familien mit Kindern. Schätzungen zufolge braucht ein Drittel der Urlauber in den Ferien medizinische Hilfe. Ohne die richtige Zusatzpolice müssen Urlauber im schlimmsten Fall den Arztbesuch aus eigener Tasche bezahlen. Und das kann richtig teuer werden.

In vielen Urlaubsländern übernimmt die gesetzliche Krankenkasse nämlich überhaupt keine Behandlungskosten. So muss der Patient außerhalb Europas seine Behandlungskosten komplett selber tragen, wenn er keine gesonderte Absicherung hat. Innerhalb Europas ist der Schutz durch die Krankenkasse zwar vorhanden, aber häufig lückenhaft, wie die Stiftung Warentest warnt. Außerhalb Europas zahlt die Kasse nie. Darüber hinaus ist kein Arzt in den USA oder sonstwo dazu verpflichtet, deutsche Patienten auf Kasse zu behandeln. "Viele Ärzte im Ausland behandeln nur auf Privatrezept", bestätigt Beate Wagner von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Dieses Geld muss sich der Urlauber dann zuhause von seiner Kasse zurückholen. Und die Krankenkassen übernehmen in der Regel nur die Kosten, die laut Gebührenordnung für Ärzte (GÖÄ) auch in Deutschland entstehen würden. Für Medikamente und Behandlungsmethoden, die es hierzulande nicht gibt, kommt die Assekuranz dementsprechend auch nicht auf. "Deshalb ist eine Auslandsreise-Krankenversicherung sinnvoll", sagt Wagner. Diese Police deckt sämtliche Kosten ab, GÖÄ hin oder her. Und auch Finanztest bestätigt: "Eine Auslandsreise-Krankenversicherung ist für gesetzlich Krankenversicherte ein Muss."

40 Policen im Test

So klappt's mit dem Last Minute-Urlaub
Ein Strand auf den Tobago Keys Quelle: dpa
Ein Flugzeug der Lufthansa startet am Freitag (25.05.2012) am Flughafen in München Quelle: dpa
Sale Quelle: dpa
Taschenrechner Quelle: dpa
An dem neuen Logo des TÜV NORD wird am Montag (06.09.2004) auf der Firmenzentrale in Hannover gearbeitet Quelle: dpa/dpaweb
Eine Mittarbeiterin des Internetportales "www.ferien.de" informiert Besucher auf der Internationalen Tourismus-Boerse in Berlin Quelle: AP
Cuban chef Hector Higuera, second left, and U.S, chef Sara Jenkins, right, pointing, team up, in Havana, Cuba, Quelle: dapd

Der Grundbeitrag für eine Auslandsreise-Krankenversicherung liegt durchschnittlich zwischen zehn und zwölf Euro für eine Jahrespolice, für Senioren zwischen fünfzehn und dreißig Euro. Die Stiftung Warentest hat für die Juni-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest 40 verschiedene Auslandsreise-Krankenversicherungen getestet und Noten von "sehr gut" bis "ausreichend" vergeben. Gut und günstig sind viele Versicherungen. Die Note "sehr gut" bekamen allerdings nur 14 von 40.

Testsieger war die Krankenversicherung Allianz R32/R33. Sie zahlt auch dann, wenn es um provisorischen Zahnersatz, um Leistungen bei einer psychischen Erkrankung oder um akute Schwangerschaftskomplikationen geht. Das sei nicht bei allen Versicherern selbstverständlich. Deutliche Unterschiede gibt es auch bei den Bedingungen zum Krankenrücktransport nach Deutschland.

Ein Rücktransport nach Deutschland wird in der Regel dann erstattet, wenn er medizinisch notwendig ist, das heißt: wenn es vor Ort keine geeigneten Behandlungsmöglichkeiten gibt. Wer in den USA in einen Unfall verwickelt wird, wird sich also vor Ort behandeln lassen müssen, bei Burkina Faso sieht es da schon anders aus. Premium-Tarife zahlen auch dann, wenn der Tarif nur sinnvoll wäre oder wenn der Patient mehr als zwei Wochen in einem Krankenhaus in der Ferne verbringen würde. Sollte der Patient anfangs nicht transportfähig sein, wird gemeinsam mit den Ärzten vor Ort ein Zeitpunkt für einen Rücktransport ausgewählt. Die Kosten werden allerdings nicht übernommen, wenn die Erkrankung schon vor dem Reiseantritt erkennbar war.

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Grundsätzlich sollten sich Urlauber vor jeder Reise über mögliche Gesundheitsrisiken informieren und für die nötigen Impfungen, beispielsweise gegen Hepatitis A und B, sorgen. Bei Reisen in Malaria-Gebiete ist eine entsprechende Malaria-Prophylaxe angeraten. Detaillierte Informationen zu den nötigen Vorbereitungen gibt es beim Auswärtigen Amt, dem Gesundheitsamt oder einem Tropeninstitut. Eine entsprechende Reiseapotheke sollte ebenfalls mit dabei sein. Hinein gehören auf jeden Fall Mittel gegen akuten Durchfall, Schmerzen, Übelkeit und Fieber.

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