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Ausschüttung stabil Hannover Rück erzielt Rekordgewinn

Der weltweit drittgrößte Rückversicherer Hannover Rück hat dank eines Steuereffekts 2013 so viel verdient wie nie zuvor. Trotz gewachsener Großschäden, vor allem in Deutschland, kletterte der Gewinn unterm Strich.

Die 10 größten Versicherer Europas
AllianzDie Allianz verfügt in Deutschland über die bekannteste Marke im Versicherungssektor. 2010 hat die Gruppe weltweit 5,2 Milliarden Euro verdient und Einnahmen von mehr als 100 Milliarden Euro erzielt. Neben dem Versicherungsgeschäft ist das Management großer Vermögen das zweite Standbein des Konzerns geworden. Mit Pimco besitzt die Allianz den am stärksten beachteten Anleihenmanager. Quelle: Handelsblatt Quelle: dapd
AxaDer größte französische Versicherer konkurriert mit der Allianz um die Marktführerschaft in Europa. Im vergangenen Jahr beliefen sich die Einnahmen auf 91 Milliarden Euro. Der Gewinn sank um ein Viertel auf 2,75 Milliarden Euro, weil Sanierungsarbeiten nach der Finanzkrise das Ergebnis belasteten. Quelle: Reuters
GeneraliDer Marktführer in Italien ist traditionell stark im Geschäft mit Altersvorsorgeprodukten. 2010 flossen rund 73 Milliarden Euro in die Kassen, 1,7 Milliarden Euro verblieben als Gewinn. Quelle: dpa/dpaweb
AvivaDie britische Gruppe konzentriert sich in Europa neben dem Heimatmarkt auf weitere sieben Märkte: Frankreich, Spanien, Italien, Polen, Irland, die Türkei und Russland. Die Einnahmen beliefen sich 2010 auf mehr als 50 Milliarden Euro. Rund zwei Milliarden Euro verdiente der Konzern. Quelle: Reuters
Zurich FinancialLängst ist der Versicherer über die Schweiz hinaus gewachsen. International ist die in Dollar bilanzierende Gruppe ein direkter Konkurrent von Allianz und Axa. 2010 flossen umgerechnet 49 Milliarden Euro in das Unternehmen, über zwei Milliarden Euro betrug der Gewinn unter dem Strich. Quelle: Reuters
Munich REDer weltgrößte Rückversicherer hat zwei Standbeine: Das Geschäft mit anderen Versicherern sowie das Privatkundengeschäft, das vor allem über die Tochter Ergo läuft. Mehr als 45 Milliarden Euro an Prämien flossen 2010 in die Kasse, dabei verblieb ein Gewinn von rund 2,4 Milliarden Euro. Quelle: dpa
CNP AssurancesDer Versicherer ist in Frankreich führend im Verkauf von Lebensversicherungen. 33 Milliarden Euro an Prämien fließen im Jahr hinein, eine Milliarde Euro Gewinn zieht der Konzern daraus. Quelle: Screenshot

Steuereffekte haben dem weltweit drittgrößten Rückversicherer Hannover Rück zu einem Rekordgewinn verholfen. Der Nettogewinn sei um fünf Prozent auf 895,5 Millionen Euro gestiegen, teilte das Unternehmen am Dienstag in Hannover mit. Vorausgesagt hatte Hannover-Rück-Chef Ulrich Wallin mehr als 800 Millionen Euro, Analysten waren von knapp 850 Millionen ausgegangen. Die Auflösung von Steuer-Rückstellungen schob das Ergebnis allein um 90 Millionen Euro an. Die Aktionäre - allen voran Mehrheitsaktionär Talanx sollen davon mit einer Dividende von drei Euro je Aktie profitieren. So viel hatte Hannover Rück - einschließlich eines Bonus - auch für das Jahr 2012 gezahlt. Die meisten Experten hatten aber mit weniger gerechnet.

In der Schaden-Rückversicherung blieben die Großschaden-Belastungen trotz des Hagelsturms im Südwesten Deutschlands und der Flut-Schäden in ganz Mitteleuropa mit 578 Millionen Euro im Rahmen des dafür reservierten Budgets von 625 Millionen. Bei dem Sturm "Andreas" und dem Hochwasser blieb Hannover Rück auf jeweils fast 100 Millionen Euro sitzen. In der Personen-Rückversicherung musste Hannover Rück rund 100 Millionen Euro zusätzlich für Berufsunfähigkeits-Policen in Australien reservieren, wo weit mehr Versicherte vorzeitig in Ruhestand gingen als erwartet. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) in der Sparte brach deshalb um fast die Hälfte ein, im Konzern ging es auf 1,23 (2012: 1,39) Milliarden Euro zurück.

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Für das laufende Jahr hält Vorstandschef Wallin an seinen Prognosen fest. Vor allem in der Schaden-Rückversicherung habe sich der Konkurrenzkampf verschärft, und auch die anhaltend niedrigen Zinsen machten der Hannover Rück weiter zu schaffen. Die Brutto-Prämieneinnahmen, die 2013 um 1,4 Prozent auf fast 14 Milliarden Euro gestiegen waren, sollen den Erwartungen zufolge auch 2014 allenfalls leicht zunehmen. In der Schaden-Rückversicherung rechnet Hannover mit stagnierenden Prämien, in der Leben- und Kranken-Rückversicherung mit einem niedrigen bis mittleren prozentualen Wachstum. Der Konzerngewinn werde daher nur noch bei rund 850 Millionen Euro liegen.

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