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Besser krankenversichert Welche Zusatzversicherungen lohnen

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Kostenrisiko Operation

„Ein Krankenhaus-Tarif ist die wichtigste Zusatzpolice, weil bei Operationen schnell Zusatzkosten in fünfstelliger Höhe zusammenkommen“, sagt Roland Harstorff, Versicherungsberater aus Norderstedt. Nicht alles, was die Krankenhaus-Zusatzpolicen anbieten, hält Harstorff jedoch für notwendig. Verzichtbar sei beispielsweise die Chefarztbehandlung. „Meist drückt der Chef dem Patienten nur die Hand, die eigentliche Behandlung übernimmt ein anderer Arzt“, sagt der Versicherungsberater.

Wichtiger sei, dass die Zusatzversicherung bis zum 3,5-fachen Gebührensatz für privatärztliche Leistungen aufkomme, so Harstorff. Die Police sollte auch Voruntersuchungen und nachträgliche Kontrolltermine sowie ambulante Eingriffe im Krankenhaus einschließen. Einige Tarife deckten diese Leistungen nicht ab.

Die besten Zahn-Zusatzpolicen

Bessere Kronen

Richtig teuer wird es beim Zahnarzt, wenn die eigenen Zähne rausmüssen und Lückenfüller aus Edelmetall oder Keramik her müssen. Gesetzliche Kassen zahlen nur einen Festzuschuss für den Zahnersatz, unabhängig davon, wie viel der tatsächlich kostet. Beispiel: Für eine Krone setzen die Kassen derzeit 270 Euro an, davon zahlt die Kasse die Hälfte, also 135 Euro. Eine Krone aus Edelmetall mit Keramikverblendung kostet etwa 500 Euro. Davon müsste der Kassenpatient 365 Euro selbst zahlen.

Sinnvolle Zahnzusatzpolicen stocken nicht nur die Kassenleistung auf, im Beispielfall wären es 135 Euro, sondern finanzieren auch einen Teil der privatärztlichen Leistung, etwa die Keramikverblendung. Softfair hat bei seinem Ranking nur Tarife berücksichtigt, die auch den besseren Zahnersatz bezahlen.

Die Erstattungssätze der Zahnschutzpolicen sind für Laien schwer zu durchschauen. Derzeit werden zwei Varianten angeboten: der Zuschuss der Kasse wird entweder bei der Erstattung der privatärztlichen Leistung angerechnet oder nicht.

Beispiel: Die Tarife Medi Z Basis der Gothaer sowie der ZahnBasispur vom Deutschen Ring zahlen beide 50 Prozent der privatärztlichen Leistung. Die Gothaer trägt von den 500 Euro Gesamtkosten für die Krone nur 182,50 Euro, weil sie 135 Euro Kassenzuschuss zuvor von den Gesamtkosten abgezogen hat. Beim Patienten bleiben demnach 182,50 Euro hängen. Der Deutsche Ring kommt dagegen für 250 Euro auf, weil er auf einen Abzug der Kassenleistung verzichtet. Unter Strich muss der Versicherte nur noch 115 Euro aus eigener Tasche zahlen. Diese Mehrleistung kostet: Statt 5,47 Euro im Monat wie bei der Gothaer, müssen die Versicherten beim Deutschen Ring monatlich 8,79 Euro zahlen.

Zusatz von der Kasse

Gesetzliche Kassen vermitteln Zusatztarife von privaten Versicherern. Allerdings beschränkt sich deren Angebot jeweils auf Tarife eines Kooperationspartners, bei der Barmer GEK sind es etwa die der HUK-Coburg. Die Kassen werben Kunden mit einem Prämiennachlass für Zusatzpolicen. Tipp: Holen sich bei einem unabhängigen Berater mehrere passende Angebote für private Zusatzpolicen ein. Vergleichen Sie deren Preis-Leistungs-Verhältnis mit dem des Kooperationspartners Ihrer Kasse.

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Option zum Upgrade

Einige Zusatzpolicen bieten den Versicherten die Option, später in die private Vollversicherung zu wechseln – ohne Gesundheitsprüfung. Für diese Option müssen die Versicherten häufig zusätzlich zahlen. Beim Krankenhaus-Tarif Komfort Start-U von der Axa wären es monatlich sechs Euro für einen 30-Jährigen und 13 Euro für einen 40-Jährigen.

Zwar müssen Versicherte mit Optionstarif mangels Prüfung später nicht mit Risikozuschlägen wegen einzelner Krankheiten rechnen, aber die Versicherung wird das Einstiegsalter bei der Kalkulation der Prämie berücksichtigen. Wer wechseln will, sollte daher nicht lange warten.

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