Einbruchdiebstahl Was zahlt die Versicherung?

Der Winter steht vor der Tür - und damit vermehrt auch Einbrecher auf Beutezug. Für viele Hausratversicherte gibt es ein böses Erwachen, wenn sie Schadenersatz von der Versicherung fordern.

Sechs goldene Verhaltensregeln zum Schutz vor Einbrechern
Abschließen Quelle: dpa
Fenster zu! Quelle: Initiative ‚Nicht bei mir!‘
Fußmatte Quelle: dpa
Schlüssel weg, Schlösser tauschen!Wenn ein Schlüssel verloren geht – auch wenn es nur der Schlüssel ist – dann auf jeden Fall Schlösser tauschen. Denn man kann sich nie sicher sein, wie oder wo der Schlüssel weg gekommen ist und im schlimmsten Fall wurde er geklaut. Also: sicher ist sicher – Schließzylinder wechseln. Quelle: dpa
nachbar Quelle: ZB
Urlaub Quelle: Initiative ‚Nicht bei mir!‘

So massiv kann man seine Wohnung oder Haus kaum absichern, dass sie nicht doch noch Ziel eines Einbrechers werden könnte. Gerade an den dunklen Wintertagen sind die Diebe wieder häufiger unterwegs. Zumal die Zahl der Einbrüche in den vergangenen fünf Jahren ohnehin schon um rund ein Drittel gestiegen ist. Alleine die Hausratversicherungen wickelten 2014 rund 150.000 Schadensfälle ab, im Schnitt zahlten sie gerade mal 3300 Euro pro Einbruch.

Es ist nämlich nicht unbedingt davon auszugehen, dass der materielle Wert der Diebesbeute überhaupt oder vollständig ersetzt wird. Zum einen, weil es häufig an Wertbelegen für die entwendeten Dinge fehlt, zum anderen, weil Haushalte über die Jahre oft viel werthaltiger geworden sind, als sie einst versichert wurden.

Die wichtigsten Fragen rund um Einbrüche

Darauf kommt es an:

Welche Versicherung zahlt?

Zuständig für Einbrüche und daraus resultierenden Vandalismus ist die Hausratversicherung.

Vorausgesetzt, der Dieb hat sich durch gewaltsames Eindringen Zutritt zur Wohnung verschafft, sie mit einem unerlaubt nachgemachten Schlüssel betreten oder zuvor den Originalschlüssel geklaut. Vandalismus nach einem Einbruch liegt vor, wenn versicherte Gegenstände im Zuge des Einbruchs vorsätzlich zerstört oder beschädigt werden.

Kriminalstatistik

Was zahlt die Versicherung?

Achtung, sie übernimmt die Wiederbeschaffungskosten für gestohlene Gegenstände, aber nicht automatisch den ehemaligen Kaufpreis oder bei technischen Geräten den Preis, den das Einbruchsopfer heute für den Neukauf bezahlen müsste.
Wertsachen sind meist bis zu 20 oder 30 Prozent der Versicherungssumme abgedeckt, bei einigen Tarifen – entsprechend teurer - auch bis zur vollen Versicherung.

Nicht selten erbeuten die Einbrecher auch noch Kreditkarten. Deren Missbrauch ist nicht automatisch versichert, der Blick in die Versicherungsbedingungen empfiehlt sich. Doch auch Assekuranzen, die dafür haften, beschränken ihr Risiko auf einen niedrigen Prozentsatz der abgehobenen Summe.

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