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Elterngeld & Co Achtung, Mama und Papa - das bringt 2013

Junge Eltern sollten ein paar Monate vorausschauen: 2013 wird es einige Änderungen geben, die sich auch auf den Geldbeutel auswirken. Was Eltern grundsätzlich beachten sollten.

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Kinder in Kita Quelle: dpa

Zugegeben, bis zum Jahr 2013 ist es noch ein paar Monate hin. Da im kommenden Jahr aber einige Dinge geändert werden, von denen gerade junge Eltern betroffen sind, sollten diese sich schon jetzt damit beschäftigen. Beispielsweise mit den neuen Regelungen zum Elterngeld.

Weniger Geld für viele Familien

Es hört sich ja erst einmal gut an, wenn das Bundesfamilienministerium auf seiner Homepage die Änderungen, die für 2013 beim Elterngeld anstehen, mit „Vereinfachungen bei der Ermittlung des für das Elterngeld maßgeblichen Erwerbseinkommens“ begründet. Vereinfachung klingt grundsätzlich immer sinnvoll. Dumm nur, dass einige Eltern nach dieser Änderung weniger Geld in der Tasche haben. Dabei soll das Elterngeld ja eigentlich einer jungen Familie laut Ministerium „einen finanziellen Einbruch nach der Geburt des Kindes“ ersparen.

Die 15 größten Steuergeld-Verschwendungen
1,3 Millionen Euro für mitdenkende FußbödenDas Bundesforschungsministerium (BMBF) kümmert sich um mitdenkende Fußböden in Wohnungen, Hotels, Seniorenheimen und Kreuzfahrtschiffen. „Sensfloor“ heißt das Subventionsprojekt. Entwickelt werden soll ein sensorischer Bodenbelag, „der Senioren unauffällig zu mehr Sicherheit und Komfort“ verhelfen soll. Dazu gehört „beispielsweise das automatische Anschalten des Lichts, sobald nachts jemand im Zimmer den Boden betritt“. 1,3 Millionen Euro fließen in den „Sensfloor“. Neben zwei Universitäten erhält die Future-Shape GmbH mit knapp 900.000 Euro den Löwenanteil. Aber auch die Meyer Werft GmbH, die unter anderem die AIDA-Kreuzfahrtschiffe baut, wird bezuschusst (rund 23.000 Euro). „Mit dem demografischen Wandel eröffnen sich für die Wirtschaft viele neue Marktchancen. Senioren sind eine wachsende und zum erheblichen Teil auch durchaus zahlungskräftige Zielgruppe, die genau weiß, was sie will“, heißt es in der Projektbeschreibung. Der Bund der Steuerzahler versteht deswegen nicht, warum hier Subventionen nötig sind. Quelle: dpa
1,4 Millionen Euro für maßgeschneiderte BusinesssoftwareBeim Projekt „ValueGrids“ geht es darum, Businesssoftware maßzuschneidern. Das soll den Megatrend „software as service“ (SaaS) unterstützen, bei dem Unternehmen für die individuelle Nutzung spezifischer Softwaredienstleistungen bezahlen, statt Lizenzgebühren für Standardsoftware zu entrichten. Anbieter und Kunden von SaaS sollen also leichter zueinander finden. Das Ganze wird mit 1,4 Millionen Euro vom Bundesforschungsministerium bezuschusst. Subventionsempfänger sind zwei staatliche Forschungsinstitutionen und drei Softwareunternehmen, darunter IBM (rund 78.000 Euro) und SAP mit dem größten Subventionshappen (rund 654.000 Euro). Der Bund der Steuerzahler hält es für problematisch, dass Konzerne mit Milliardengewinnen wie IBM und SAP in dieser Höhe Steuergelder erhalten. Quelle: dpa
1,4 Millionen Euro für die Produktion von SynthesegasDas noch bis Jahresende laufende Projekt „Dry-Ref“ soll erforschen, wie aus Kohlendioxid Synthesegas, also letztlich Chemierohstoffe und gegebenenfalls Kraftstoffe – hergestellt werden können. Die Grundidee ist nicht neu, verschiedene Verfahren mit unterschiedlicher Ausreifung sind bekannt. Das Projekt kostet knapp 1,4 Millionen Euro und wird vom Bundeswirtschaftsministerium bezahlt. Der Großteil fließt an die BASF (312.000 Euro) und an die BASF-Tochter hte AG (485.000 Euro) sowie an die Linde AG (45.000 Euro). Der Rest – rund 533.000 Euro – geht an drei universitäre Einrichtungen. Der Bund solle lieber die Steuerzahler schonen, anstatt DAX-Unternehmen zu unterstützen, findet der Bund der Steuerzahler. Quelle: Reuters
1,4 Millionen Euro für einen Bundestags-FilmDie Bundestagsverwaltung initiierte den Image-Film „Dem deutschen Volke – Eine parlamentarische Spurensuche. Vom Reichstag zum Bundestag“, der im Frühherbst vergangenen Jahres rund zwei Wochen lang allabendlich, umrahmt von aufwendigen Licht-, Bild- und Toneffekten, auf das große Rundfenster des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses projiziert wurde. Kostenpunkt 376.544 Euro, also mehr als 22.000 Euro pro Tag. Das Projekt soll in diesem Jahr ausgebaut werden und im Sommer drei Monate lang vorbeigehende Touristen und Berliner beglücken. 1,4 Millionen Euro sollen die Steuerzahler hierfür berappen. Der Bund der Steuerzahler hält es für „unverhältnismäßig und überzogen, wenn für einen Selbstdarstellungsfilm 1,4 Millionen Euro quasi gegen die Wand gesetzt werden sollen. Bei Kosten von mehr als 15.000 Euro pro Tag müssen sich die Steuerzahler wie in einem schlechten Film vorkommen.“ Quelle: dpa
1,6 Millionen Euro für die BierproduktionDeutschlandweit und ressortübergreifend fördert die Bundesregierung auch die Bierproduktion mit Steuergeldern. Die Warsteiner-Brauerei in Nordrhein-Westfalen bekommt derzeit 83.000 Euro vom Bundesforschungsministerium, damit per Funksensoren große Brauereiprozessanlagen besser überwacht werden können. Die Bayerische Erdinger Weißbräu GmbH erhält vom Bundeswirtschaftsministerium über 1,4 Millionen Euro für den Einsatz einer Brennstoffzelle zur Energieversorgung einer Braustätte mit direkter Nutzung von eigenem Biogas. Die Brauerei Landsberg GmbH in Sachsen-Anhalt darf sich über knapp 95.000 Euro freuen, damit Bierreifungsprozesse optimiert werden. Der Steuerzahlerbund sieht das Geld anderswo besser aufgehoben. Quelle: obs
1,6 Millionen Euro für ein Messgerät für dichte FensterMit mindestens 1,6 Millionen Euro fördert das Bundeswirtschaftsministerium die Entwicklung eines neuen mobilen Messgeräts, welches den Wärmeverlust von bereits verbauten Fenstern messen soll. Die Entwicklung übernimmt ein Konsortium unter Beteiligung von acht namhaften Unternehmen der Branche wie Roto, das zudem auch ein Bewertungstool für Sanierungsmaßnahmen im Fensterbereich anfertigen und den Alterungsprozess von Fenstern bewerten soll. Das Thema energieeffiziente Gebäudesanierung steht bei der Bundesregierung hoch im Kurs. Bei der Wärmedämmung von Gebäuden bilden insbesondere Fenster eine Quelle des Wärme- und damit Energieverlustes. Allerdings sei es nicht Aufgabe der Steuerzahler, ein solches Messgerät öffentlich zu fördern, sagt der Steuerzahlerbund. Quelle: Pressefoto
2,2 Millionen Euro für leichtere AutosIm April 2011 startete das Bundesforschungsministerium ein Förderprojekt für mindestens drei Jahre, Fördervolumen rund 2,2 Mio. Euro. Ziel sind leichtere Autos. Beteiligt sind Evonik Industries AG, Johnson Controls GmbH, Jacob Plastics GmbH, Toho Tenax Europe GmbH sowie die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen. Der Steuerzahlerbund findet es die Subventionierung einzelner Autoteile „grotesk“. Die Autoindustrie und ihre Zulieferer würden es auch alleine schaffen, neue Werkstoffe und Konstruktionstechniken zu entwickeln, um Autos leichter und dadurch verbrauchsärmer zu machen. Quelle: dpa

Änderungen im Einzelnen

Die angesprochenen Änderungen betreffen Kinder, die ab dem 1. Januar 2013 geboren werden. Momentan ist es noch so, dass das Elterngeld nach der Einkommenshöhe vor der Geburt des Kindes gestaffelt ist: von 65 Prozent des Nettoeinkommens (falls dies höher ist als 1240 Euro) bis zu 100 Prozent (bei einem Einkommen von weniger als 1000 Euro). Dabei wird das der Berechnung zugrunde liegende Nettoeinkommen der Lohnabrechnung entnommen.

Für die Eltern von Kindern, die in knapp vier Monaten oder später auf die Welt kommen, wird das anders sein. Künftig wird nicht mehr der tatsächliche Nettoverdienst eine Rolle bei der Berechnung spielen, sondern die Differenz zwischen Bruttoverdienst und einem Pauschalsatz, der für die Sozialversicherung abgezogen wird. Bei manchen Eltern wird das einen merklichen Unterschied machen. Zwar ist der auf den ersten Blick noch überschaubar – er beträgt sieben Euro bei einem Monatsbruttogehalt von 2000 Euro und 14 Euro bei einem Gehalt von 4000 Euro –, doch der Teufel steckt wie so oft im Detail. Demnächst fließen nämlich Freibeträge nicht mehr in die Berechnung ein. Dann können monatlich mitunter 100 Euro oder mehr beim Elterngeld fehlen. Das kritisiert der Neue Verband der Lohnsteuerhilfevereine (NVL) ebenso wie grundsätzlich den Umstand, „dass viele Arbeitnehmer die Berechnung des Elterngeldes nicht mehr selbst vornehmen können“.

Wer bekommt welche Steuerklasse?

Nachteile des Steuerklassenwechsels

Ärgerlich ist zudem, einem möglichen Ausweg, durch einen Wechsel in eine günstige Steuerklasse ein höheres Elterngeld zu bekommen, bald Grenzen gesetzt sind. Das funktioniert künftig nur, wenn das Finanzamt die neue Steuerklasse mindestens sieben Monate vor der Geburt des Kindes eingetragen hat. Der NVL rät daher wechselwilligen Eltern, „sich sehr frühzeitig beraten (zu) lassen, um Nachteile zu vermeiden“. Das bedeutet aber auch, dass sich die Eltern früher als bisher entscheiden müssen, wer von beiden Elternteilen in Elternzeit geht.

Druck in Sachen Kinderbetreuung

Tipps zum Steuern sparen

Es gibt allerdings auch Themen, die sich 2013 zugunsten der Eltern auswirken könnten. So unterliegt die Kinderbetreuung im nächsten Jahr einer Änderung: Ab dem 1. August 2013 haben Eltern für Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz. Bekommen sie von den Jugendämtern der Kommunen keinen Platz bei einer Tagesmutter oder in einer Kindertageseinrichtung zugewiesen, können sie klagen.

Die Aussicht auf eine extrem teure Klagewelle setzt die Kommunen nun unter Druck. Aus diesem Grund läuft der Ausbau der Plätze für Kinder unter drei Jahren (U3) auf Hochtouren. Bund und Länder stecken nach einer Ansage von ganz oben zunehmend Mittel in den U3-Ausbau, bekommen in manchen Städten, wie etwa in Köln, aber auch Probleme durch ein Manko an zur Verfügung stehenden Gebäuden und Grundstücken. Wie wichtig den öffentlichen Stellen das Thema mittlerweile ist, wird daran deutlich, dass die Landesregierung Nordrhein-Westfalen jüngst schon ihren zweiten U3-Krippengipfel abgehalten hat. Landesfamilienministerin Ute Schäfer appellierte dabei an die Kommunen und Träger, jeden neu geschaffenen U3-Platz zu besetzen – selbst wenn das Kindergartenjahr schon begonnen hat: "In vielen Kindertageseinrichtungen gibt es Wartelisten mit Kindern unter drei Jahren, die dringend einen Platz benötigen. Ihre Eltern rechnen fest damit, dass der Ausbau weiter an Dynamik gewinnt. Diese Familien dürfen wir nicht vor der geschlossenen Tür stehen lassen. Jeder neue Platz sollte sofort besetzt werden", so Schäfer.

Die Baustellen der Familienministerin
Familienministerin Kristina Schröder (CDU) bei der Vorstellung ihres Buches. Schlagzeilen macht die Ministerin vor allem abseits der Politik. Dabei hätte sie genug zu tun. Quelle: dpa
BetreuungsgeldBeim in der Unions-Familie heiß umkämpften Thema Betreuungsgeld hat Schröder keine klare Meinung. Sie sieht sich lediglich in der Rolle, einen Gesetzentwurf vorlegen zu müssen. Das bringt ihr auch Kritik ein, zumal sie mit unkoordinierten Vorstößen die CSU provoziert. Ihre Forderung nach einer Verknüpfung des Betreuungsgelds mit regelmäßigen Untersuchungen beim Kinderarzt wies CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt brüsk zurück. Der Vorschlag sei „nicht mit der CSU abgestimmt und findet auch nicht unsere Zustimmung“. Wenn die Ministerin Regelungsbedarf bei den frühkindlichen Untersuchungen sehe, „soll sie das in einem eigenen Gesetz regeln, aber nicht beim Betreuungsgeld“, sagte Dobrindt. Quelle: dpa
ElterngeldMit der Wirtschaft geriet die bekennende Kohl-Anhängerin Schröder erstmals in Konflikt, als sie ihren Plan vorstellte, das Elterngeld um zwei Monate für Väter zu verlängern. Der Finanzminister ließ mitteilen, das müsse sie dann aber aus ihrem eigenen Etat finanzieren. Quelle: ap
Pflege-TeilzeitGewichtiger ist jedoch Schröders jüngster Vorschlag für eine zweijährige Pflege-Teilzeit. Dafür hat sie sogar Rückenwind aus dem Kanzleramt. Die Arbeitgeber wiesen die Idee empört als unzumutbare Belastung zurück. Darauf brachte Schröder eine Versicherung für etwaige Ausfälle ins Spiel. Quelle: dpa
FrauenquoteEine Frauenquote in den Vorständen der Dax-Unternehmen wird es wegen des Vetos der FDP in dieser Wahlperiode nicht geben - weder Schröders Light-Modell einer „Flexi-Quote“, noch Ursula von der Leyens verbindliche gesetzliche Vorgaben. Quelle: dapd
ExtremismusbekämpfungAuf Druck aus den eigenen Reichen musste Schröder bei der Extremismusbekämpfung nachbessern und zusätzliche Programme gegen linke Radikale vorlegen. Quelle: dapd
Feminismus-DebatteMit ihrem Scharmützel mit Frauenrechtlerin Alice Schwarzer schaffte es Schröder bereits vor einem Jahr bundesweit in die Schlagzeilen. Sie musste allerdings harsche Kritik einstecken. Inkompetenz und Stammtischparolen hielt Schwarzer in einem „Offenen Brief“ der Frauenministerin vor. Weder habe sie die Lage der Familien verbessert noch die Gleichberechtigung der Frau weiter vorangebracht. „Die einzig aufregende Nachricht“ in ihrer fast einjährigen Amtszeit sei ihre Heirat und der Namenswechsel von Köhler auf Schröder gewesen.  Quelle: dapd

Neue Wege

Der Druck, der auf den Kommunen lastet, öffnet in manchen Gemeinden den Weg für neue Ideen. Nicole Düser etwa hat in Willich eine Möglichkeit gefunden, die Interessen aller Beteiligten unter einen Hut zu bringen. Düser, Geschäftsführerin des Beratungsunternehmens Projektstelle, hat mit der Stadt Willich und der Wirtschaftsförderung das Projekt „Glückskinder Willich“ ins Leben gerufen, eine Kindertageseinrichtung, die mit öffentlichen Mitteln gefördert wird und in der Unternehmen und Kommunen Plätze kaufen können. „Mit der Errichtung dieser Kindertageseinrichtung schlagen wir mehrere Fliegen mit einer Klappe: Willich wird für neue und bestehende Gewerbetreibende interessanter, die Stadtverwaltung und die Jugendhilfe erhält mehr U3-Plätze, die Unternehmen können dem Fachkräftemangel entgegenwirken und die Eltern der Kommune und der Unternehmen haben gesicherte Plätze für ihre Kinder“, so Düser. „Kosten und Nutzen werden für alle Beteiligten optimiert und weder Kommune, Land, Unternehmen, Träger oder Eltern werden finanziell übervorteilt oder ungleich behandelt.“

Auch wenn der neue Rechtsanspruch nicht jedem Kind einen Betreuungsplatz garantieren wird, zeigt das Beispiel Willich, dass sich beim Thema Kinderbetreuung einiges tut – und dass sich Eltern in diesem Punkt vielleicht sogar auf das Jahr 2013 freuen können.

Das Problem mit der Geldanlage

Diese Freude könnte Eltern allerdings auch schnell wieder vergehen, wenn sie sich Gedanken darüber machen, wie sie für ihr Kind möglichst ertragreich Geld anlegen können. Genau der Ertrag ist nämlich die Crux.

Aktien Eurostoxx 600 Dividendenrendite

Früher eröffneten Eltern für ihr Kind einfach ein Sparbuch, bei dem regelmäßige Zahlungen und der Zinseszins über Jahre und Jahrzehnte für ordentliche Beträge sorgten. Das sieht im Jahr 2012 anders aus und dürfte sich auch 2013 nur unwesentlich ändern: Die Zinsen sind vor dem Hintergrund der Geldpolitik der Notenbanken aktuell auf Niedrigstniveau. Ein Sparbuch dürfte daher auch in den kommenden Jahren nicht mehr leisten als die Inflation auszugleichen. Weit sinnvoller erscheint daher die Investition in den Aktienmarkt. Dieser wird zwar immer wieder von Schwankungen heimgesucht und daher auch gerade von deutschen Anlegern gescheut. Allerdings sind Aktien über Jahrzehnte gesehen die beste Anlage.

Die wichtigsten Fondstypen im Überblick

Aktienfonds als Ersatz-Sparbuch

Wer etwa Geld bis zum 18ten Geburtstag seines Kindes anlegen will, um ihm beispielsweise ein Auto zum Abitur zu kaufen oder das Studium mitzufinanzieren, sollte daher über einen Fondssparplan nachdenken, vorzugsweise bei einem Aktienfonds, der solide Standardwerte im Portfolio hat, die zudem noch eine Dividende abwerfen. Allein mit diesen Ausschüttungen lässt sich über die Jahre ein schöner Gewinn erzielen. Die Kursperformance der Papiere kommt dann quasi als Sahnehäubchen noch obendrauf. Zudem bietet sich ein thesaurierender Fonds an – er reinvestiert die Dividendenerträge automatisch. Auf lange Sicht ergibt das nochmal ein ordentliches Plus an Wertentwicklung.

Vorsorge



Alternativ dazu können Eltern auch in einen Indexfonds (ETF) investieren, der einen Index wie beispielsweise den Dax nachbildet und bei dem die Gebühren niedriger sind als bei einem aktiv gemanagten Fonds. Hier sollte allerdings auch gewährleistet sein, dass der Fonds ausschließlich gemäß seiner Bezeichnung investiert - in diesem Fall in Dax-Aktien - und dass die Dividenden zu 100 Prozent ins Anlegerdepot gehen.

Sollte sich die Zinssituation wieder entspannen und mit Festgeld und Sparbuch wieder nennenswerte Renditen erzielen lassen, können Eltern immer noch entsprechende Konten eröffnen. Bis dahin führt kein Engagement am Aktienmarkt vorbei.

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