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Ferienimmobilien Was Häuser außerhalb der Eurozone bieten

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Ferienziel Davos Quelle: REUTERS

Die Krise, das seit 2008 billigere Öl und vor allem Zinserhöhungen der norwegischen Zentralbank haben den Immobilienboom etwas gebremst; inflationsbereinigt fielen die Preise 2009 im Mittel um 0,28 Prozent, der erste Rückgang seit 1995. Gestiegene Bauzinsen dämpfen die Nachfrage der Inländer, für sie springen zunehmend reiche Russen in die Bresche, berichten Makler.

Die Vermögensteuer auf Immobilien ist progressiv und steigt jenseits der Schrebergarten-Preisklasse schnell von 0,2 auf 0,7 Prozent des Verkehrswertes jährlich. Hinzu kommen noch 3,5 Prozent Grunderwerbsteuer. Gebote müssen schriftlich bei einem Makler oder Notar eingereicht werden; sie sind dann für eine Woche bindend. Ob es Mitbieter gibt und was diese bieten, darf der Notar nicht verraten. „Verkäufer gehen deshalb oft mit Preisen deutlich über Verkehrswert ins Rennen“, warnt Petter Norman Hansen von Foss-Immobilien in Oslo, „unerfahrene Ausländer, die die Füße nicht stillhalten können, werden gern über den Tisch gezogen.“

Schweden: Reichlich Platz

Günstiger als Norwegen ist das Nachbarland Schweden. Selbst im Ballungsraum Stockholm lag der Durchschnittspreis 2009 für Häuser bei moderaten 300.000 Euro; auf dem Land sind frei stehende Häuser mit Grundstücken von mehr als 2000 Quadratmetern schon ab 60.000 Euro zu haben. Die schwedische Krone steigt zurzeit gegenüber dem Euro; seit 2009 um knapp 15 Prozent.

Die Nachfrage nach schwedischen Ferienimmobilien durch Ausländer steigt. Deutsche, Norweger und vor allem reiche Russen haben das Land für sich entdeckt. „Schweden ist extrem dünn besiedelt“, erklärt Sören Sundermeyer, auf Schweden spezialisierter Makler aus Bremen. „Häuser auf dem Land stehen in Schweden oft in kleinen Weilern und weit vom nächsten Nachbarn entfernt; wer bauen wollte, zog einfach ein Stück weiter in die Wildnis; das hat die Grundstückspreise im Vergleich zum dicht besiedelten Mitteleuropa über Jahrzehnte sehr niedrig gehalten“, sagt Sundermeyer. Schnell steigen dürften die Preise nicht; der Markt leidet unter den Nachwehen einer Immobilienblase, die 2008 platzte. Davor stiegen die Preise Jahr für Jahr um 8 bis 13 Prozent. Die neue Ostseebrücke über den Belt zwischen Kopenhagen und Malmö hat die Preise in Südschweden zusätzlich anziehen lassen.

Die Häuser selbst sind meist nicht unterkellert und in Holz-Leichtbauweise, was ebenfalls die Preise niedrig hält. „Käufer sollten Objekte aber immer zusammen mit einem Fachmann begutachten“, rät Mats Ljung vom Makler Bjurfors-Gruppen in Stockholm, „viele werden nur als Sommerhaus genutzt und sind wegen ihrer schlechten Dämmung im skandinavischen Winter nicht bewohnbar.“ Ein Problem bei günstigen Häusern ist deren Erreichbarkeit. Zu vielen Liegenschaften in Mittel- oder Nordschweden ist ein deutscher Besitzer selbst ab Hamburg zwei Tage unterwegs – die letzten fünf Stunden auf gewalzten Schotterpisten. Fürs verlängerte Wochenende eignen sich viele daher nicht.

Dänemark: Scharfe Kontrollen

Ganz weg vom Euro ist unser nördliches Nachbarland nicht. Der Wertgewinn der Krone ist per Wechselkursmechanismus auf 2,5 Prozent begrenzt. Und die Dänen verbieten Ausländern den Hauskauf. Ausnahme: Der Käufer muss mindestens fünf Jahre mit Erstwohnsitz in Dänemark residiert haben oder dort ein Gewerbe betreiben. Über dänische Strohmänner zu kaufen ist gefährlich: Makler Hans-Anton Richardsen aus dem grenznahen Niebüll: „Die Gemeinden kontrollieren die Mülltonnen der Häuser. Ist die Tonne zu lange leer, wird eine Untersuchung eingeleitet und der Kauf rückabgewickelt.“ 

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