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Fondssparpläne Masterplan für Sparfüchse

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Gebühren drücken Ergebnis

Wenn sich Steinmann künftig genau über den Fonds informieren will, findet sie auf der Internet-Seite der Gesellschaft Fondsmanager-Kommentare, in denen French erklärt, warum er Unternehmen ge- oder verkauft hat. Das gefällt der Event-Managerin besser als ein langweiliger Indexfonds – Statistik hin oder her. Steinmann würde French auch Durststrecken verzeihen: „Das kennt doch jeder, dass Entscheidungen nicht immer 100-prozentig richtig sind.“

Wer die Kosten der Geldanlage drücken kann, vergrößert seine Rendite: Am günstigsten bekommt Steinmann ihren Fonds bei der Direktbank ING-Diba. Ihre 100 Euro fließen jeden Monat ohne Abzug in den Fonds, weil der Ausgabeaufschlag entfällt und auch das Depot kostenlos angeboten wird. In den Genuss reduzierter Ausgabeaufschläge und kostenloser Depots kommen nur Sparer, die auf Beratung verzichten und sich im Internet zurechtfinden, etwa um Formulare für die Eröffnung des Sparplandepots herunterzuladen. Damit hat Steinmann keine Probleme.

Manchmal helfen Verweise auf günstigere Angebote beim Verhandeln mit der Hausbank. In der Regel sind Banken aber bei Fonds für Sparpläne wenig entgegenkommend. Das Geschäft ist aufwendig, bei guten Fonds verzichten Banken oft allenfalls auf die Hälfte des Ausgabeaufschlags. Kostenlos gibt es häufig nur die Ladenhüter.

Ohne Ausgabeaufschlag

Besser sieht das bei spezialisierten Fondsvermittlern aus, bei denen die 100 Prozent Rabatt auf den Ausgabeaufschlag für Sparpläne die Regel sind. Dafür kassieren die Fondsbanken, mit denen die Vermittler zusammenarbeiten, häufig Depotgebühren. Am meisten Rendite bleibt übrig, wenn beides kostenlos ist.

Der Internet-Fondsvermittler Fonds-Super-Markt.de etwa erstattet seinen Kunden die Depotkosten und bietet nahezu alle Fonds für Sparpläne an, und dies ohne Ausgabeaufschlag. Die Kundendepots werden bei der Frankfurter Fondsbank eingerichtet, die der US-Fondsgesellschaft Fidelity gehört.

Sollte der Fonds-Super-Markt vom Markt verschwinden, wären die Kundengelder bei der Frankfurter Fondsbank sicher verwahrt. Die Anleger zahlen Sparplanraten immer direkt in ihr Depot ein, per Abbuchung vom Girokonto. Die Fondsvermittler haben keinen Zugriff auf die Kundengelder. Der Rabatt wird sofort gewährt, also fließt die gesamte Rate in den Fonds. Auch die Kontoeröffnung ist unproblematisch: Formulare zur Depoteröffnung und zur Sparplaneinrichtung gibt es im Internet.

Wenig Aufwand, praktische Handhabung

Steinmann entscheidet sich für die ING-Diba. Die Depoteröffnungsformulare kann sie von deren Web-Seite laden und ausdrucken oder sich von der Bank schicken lassen. Die Bank richtet daraufhin ein kostenloses Direkt-Depot ein. Hat die Frankfurterin die Unterlagen unterschrieben, geht sie in eine Postfiliale, in der sie sich mit ihrem Personalausweis legitimieren muss (Post-Ident-Verfahren). Sobald die Bank ihr Geheimnummer (PIN) und Transaktionsnummern (e-Tan) geschickt hat, kann sie online oder am Telefon den Sparplan einrichten und loslegen.

Für die nächsten Jahre hat Steinmann dann erst mal Ruhe. Zwischenzeitlich sollte sie nur noch regelmäßig kontrollieren, ob ihr angespartes Vermögen wächst. Über Schwächephasen hinweg hilft der Gedanke, dass nur regelmäßiges Sparen davor schützt, sich von Börseneuphorie oder Panik anstecken zu lassen.

Nur wenn Fondsmanager French dauerhaft schiefliegen sollte und nur noch den Kursen an den Weltbörsen hinterherlaufen würde, sollte sie über einen Wechsel nachdenken. Aber das hat noch Zeit.

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