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Gbureks Geld-Geklimper

Dreierpack für die private Altersvorsorge

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Manfred Gburek

Die Vertreter der These, dass gute Aktien langfristig besser abschneiden als die meisten anderen Anlagen und bei entsprechender Streuung das Risiko mindern, haben irgendwann im 19. Jahrhundert Aktienfonds zu konzipieren begonnen. Doch wie wir heute wissen, ist deren nachhaltiger Erfolg über die ganze Breite ausgeblieben. Insofern ist die Kritik der Bundesbanker gerechtfertigt, wonach zumindest gemanagte Aktienfonds nicht die in sie gesetzten Erwartungen erfüllen, weil sie zu hohe Kosten verursachen. Das Fazit daraus für Anleger: Sie müssen sich unter großem Aufwand – anders geht es nicht – selbst um ihr Aktiendepot kümmern.

Immobilien im Alter, Gold für die Rente

Das gilt analog auch für die eigene Immobilie, für die man so viel Geld wie möglich anspart, zumal die Finanzierung mittels Baudarlehen steuerlich uninteressant ist, und in die man eines Tages einzieht,  um sie möglichst bis ins hohe Alter zu bewohnen. Dann kommt es nicht mehr auf den üblichen Schöner-Wohnen-Schnickschnack an, sondern auf harte Fakten. Denn wie aus einer aktuellen Studie von TNS Emnid hervorgeht, halten 95 bzw. 94 Prozent der älteren Deutschen – auf Basis einer Umfrage vom Dezember 2010 und Januar 2011 bei 1100 Personen im Alter ab 50 Jahren – die Möglichkeit, Hilfe und Pflege zu Hause zu bekommen, die gute Erreichbarkeit von Geschäften, Ärzten und öffentlichen Verkehrsmitteln für wichtig oder sehr wichtig. Gleich dahinter (85 bis 81 Prozent der Befragten) kommen altersgerechte Techniken und Barrierefreiheit. In Anbetracht der demografischen Entwicklung bedeutet das: Wer mit einer Immobilie fürs Alter vorsorgt, muss diese Faktoren unbedingt beachten.

Von der Idee, Goldbarren und -münzen in die Altersvorsorge einzubeziehen, war aus den gängigen Medien erst im vergangenen Jahr zum ersten Mal zu erfahren. Bis dahin galt – und gilt in einschlägigen Kreisen nach wie vor - die abgedroschene These: Gold bringt keine Zinsen. Dass es, wie allein schon seinem nachhaltigen Preisanstieg seit fast zehn Jahren zu entnehmen ist, in Zukunft eine Rolle weit jenseits der Spekulation spielen dürfte, wird dabei ignoriert. Eigentlich müssten die Gold-Ignoranten sich längst fragen, warum der Goldpreis schon ein Jahrzehnt lang gestiegen ist, obwohl das Edelmetall keine Zinsen bringt. Die plausibelste Antwort lautet: Weil das kommende Weltwährungssystem, in dem der Dollar weniger, der Euro und der Yuan mehr Gewicht erhalten werden, ohne Gold als fester Anker kaum eine Chance hätte.

Starkes Dreierpack

Fazit: Mit Aktien, Immobilien und Gold zur Altersvorsorge umzugehen, die richtige Mischung und das optimale Timing zu finden, ist wahrlich eine Herkulesaufgabe. Doch sie muss in der einen oder anderen Form, individuell auf die persönlichen Bedürfnisse ausgerichtet, gemeistert werden. Die von der Finanzbranche angebotenen Alternativen mögen auf dem Papier verlockend erscheinen, am Ende werden sie dem Dreierpack nicht Paroli bieten können.

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