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Geldanlage und Vermögen Weltgeld Gold

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Diese Geldpolitik nennen Volkswirte „Quantitative Easing“. Faktisch bedeutet sie Gelddrucken im luftleeren Raum. Bernanke hat die Druckerpressen angeworfen. Je schneller diese laufen, desto näher rückt das Ende des Dollar als Reservewährung der Welt.

Schub für Gold könnte auch aus den USA selbst kommen. Hier parken derzeit fast zehn Billionen Dollar zu Minizinsen – die Kurzfristzinsen hat die Fed noch unter Kontrolle – in Geldmarktfonds und Spareinlagen. Bei einem aktuellen Leitzins nahe null Prozent müssen sich Zinsanleger am Geldmarkt mit einer absolut bescheidenen Rendite zufriedengeben. Würde Inflation wieder zum Thema, müssten sie real Verluste verbuchen. Trotz mieser Konjunkturerwartungen könnte die rekordhohe Liquidität in andere Anlageklassen strömen. Profitieren dürften Sachwerte: Aktien, Rohstoffe und Gold. Bisher stieg Gold in Phasen negativer Realverzinsung am stärksten.

Das Goldangebot ist limitiert

Damit das Edelmetall weiter besser abschneidet als Aktien und Anleihen, müsste nur ein Bruchteil der gestauten Liquidität den Weg zum Gold finden.

Anders als das Angebot von Staatsanleihen ist das Goldangebot limitiert. Die weltweite Minenproduktion stagniert. Erst trieb der Rohstoffboom die Kosten der Minen für Material, Energie und Logistik in die Höhe, dann erschwerte die Kredit- und Börsenkrise die Finanzierung. Unabhängig davon verzögern sich Projekte wegen langer Zulassungsverfahren und Umweltschutzauflagen. Und vor politisch instabilen Regionen, etwa Venezuela, schrecken Goldproduzenten zurück.

Mit einer raschen Ausweitung der Produktion ist nicht zu rechnen. Die Förderung von Rohstoffen folgt einer glockenförmigen Kurve. Sie dreht nach unten, wenn die Hälfte der Vorkommen gefördert wurde. Der Scheitelpunkt bei Gold fiel ins Jahr 2001. Gemessen an der Jahresproduktion der Minen, reichen die Welt-Goldreserven noch 20 Jahre.

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