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Geldanlage Wie Sie Ihr Vermögen über Wasser halten

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Depot-Sicherungen Quelle: Thomson Reuters

Wer es bequemer mag, sollte sich solche Fonds zulegen, die zu einem Großteil in Goldminenaktien investieren. Diese sind im Gegensatz zu physischem Gold riskanter, weil schwankungsanfälliger.

Nur in der ersten Phase der aktuellen Hausse konnten Minen im Kurs stärker zulegen als der Unzenpreis. Von 2003 an war es dagegen lukrativer, die überirdische Goldvariante zu wählen. Zu einem Teil liegt das an den mit physischem Gold besicherten Anlagevehikeln wie ETFs, die 2003 erstmals an den Markt gingen. Ihre Goldbestände sind inzwischen auf rund 2200 Tonnen mit einem Marktwert von gut 110 Milliarden Dollar angeschwollen.

Diese Spezialfonds zogen Anlegergelder an, die sonst eher in den Minensektor geflossen wären. Belastet hat die meisten Goldförderer auch die Kosteninflation der vergangenen Jahre. Sie hat die Goldpreis-Schwellen, ab deren Überschreiten Minen Gewinn machen, stark nach oben gesetzt. Steigt der Goldpreis über die Schwelle, klettert der Gewinn der Mine überproportional stark. Das ist zurzeit der Fall. Im Durchschnitt kostet die Unzenförderung derzeit 1100 Dollar, der Verkaufspreis liegt bei mehr als 1600 Dollar. Dieses Ertragspotenzial der Minenaktien hat die Börse noch nicht voll erkannt.

Anker 2: Zertifikate für Mutige

Für Anleger, die auch einen Totalverlust bei einzelnen Investments nicht scheuen, von möglichen Kursverlusten an den Börsen aber zumindest mit einem kleinen Anteil ihres Depots profitieren wollen, eignen sich Zertifikate auf fallende Kurse (Shortzertifikate).

So stehen die europäischen Banken nach wie vor mitten im Feuer der aktuellen Krisen. Das Schuldendrama um Griechenland ist zwar erst einmal aufgeschoben, aber die Ausfallgefahren von Italien, Spanien, Portugal und Irland bleiben hoch. Das signalisieren zumindest die Prämien für Kreditausfallversicherungen auf diese Länder (CDS). Auch die CDS der Banken, die selbst nach der vorläufigen Rettung Athens kaum zurückgekommen sind, zeigen weiter akute Gefahr an.

Die Geldhäuser dürften weiter schwere Monate vor sich haben. Ob Goldman Sachs, UBS oder Deutsche Bank – zuletzt enttäuschten die Großen der Branche schon mit ihren jüngsten Quartalszahlen. Wer vor Monatsfrist eine Wette auf sinkende Kurse europäischer Bankaktien eingegangen ist, hat mit dem Shortzertifikat bisher 34 Prozent gewonnen, ein Dax Short gewann seit Mai sogar 89 Prozent.

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