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Geldanlage Wie Sie Ihr Vermögen über Wasser halten

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Ausgewogenes Depot für spekulative Anleger

Im Fall der Fälle von Bankpleiten stehen aber auch Inhaber jeglicher Zertifikate, die richtig gewettet haben, mit leeren Händen da. Denn die Papiere sind Schuldverschreibungen von Banken, die bei einer Insolvenz nahezu wertlos werden. Allerdings ist es unwahrscheinlich, dass der Staat systemrelevante Banken wie die Commerzbank oder Deutsche Bank fallen ließe.

Wer eine Kurzfristspekulation zur Depotabsicherung etwa über eine weitere Schwäche der europäischen Versorger oder den Dax insgesamt wagen will, sollte sich um die Solvenz beider Institute als Emittent von Zertifikaten auf Sicht der kommenden Monate keine Sorgen machen. Wichtig ist jedoch, Stopp-Kurse zu beachten. Die Zertifikate schwanken stark, und sie verfallen auch dann wertlos, wenn die Basisindizes wie Dax, Versorger- oder Banken-Index bestimmte Marken überschreiten.

Anker 3: Fonds

Icon-Anker Quelle: Karsten Petrat

Wertlos verfallen können Investmentfonds als sogenannte Sondervermögen nicht. Auch wenn viele Fonds zu Töchtern von Banken gehören, gehen sie bei Insolvenz der Mutter nicht unter; das Vermögen ist davon separiert. Wer sein Depot möglichst wenig selbst über eigene Investments in Aktien oder Anleihen managen möchte, der sollte zu den Klassikern der Geldanlage greifen.

Wichtige Kriterien für die Auswahl von Fonds sind ein sturmerprobtes Management und eine vernünftige Rendite in der Vergangenheit ohne allzu große Verluste, wenn es an den Märkten krachte. Diese Kriterien erfüllt etwa der auf heimische Werte konzentrierte Fonds Deutsche Aktien Total Return der beiden Manager Albrecht von Witzleben und Christian Krahe, der auf sichere Unternehmensanleihen setzende M&G Optimal Income oder der Tiberius Interbond OP, mit dem sich Anleger deutsche und niederländische Staatsanleihen sowie ein bisschen Währungsspekulation über kanadische und norwegische Papiere ins Depot holen.

Anker 4: Tagesgelder

Bares auf Tagesgeldkonten gehört wie im Musterdepot bei der DZ Bank ebenfalls in ein ausgewogenes Portfolio. Mit Ach und Krach lässt sich damit bei den derzeit besten Anbietern die Inflation von zuletzt 2,4 Prozent ausgleichen – vor Steuern. Mit den weiteren Depotbestandteilen besteht zumindest die Chance, auch nach Steuern sein Kapital zu erhalten. Wenn’s gut läuft, bleibt trotz Krise ein Gewinn.

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