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Geldvermögen Die Deutschen werden reicher - manche zumindest

Das Privatvermögen der Deutschen ist gewachsen - rein rechnerisch. Allerdings hinterlässt die Schuldenkrise bereits erste Spuren. Außerdem dürfte die Verteilung des Wohlstands höchst unterschiedlich ausfallen.

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Das Privatvermögen in Deutschland wird immer größer - allerdings nicht für alle. Quelle: dpa

Frankfurt Die Deutschen häufen immer mehr Geld an: Im zweiten Quartal 2012 stieg das Geldvermögen der privaten Haushalte auf die Rekordhöhe von 4.811 Milliarden Euro. Das teilte die Deutsche Bundesbank am Montag in Frankfurt mit. Allerdings fiel das Plus zum Vorquartal mit 0,2 Prozent relativ gering aus.

Die Bundesbank führt dies auf erhebliche Kursverluste an den Kapitalmärkten zurück. Zudem schichteten die Sparer ihr Geld aus Angst um die Unsicherheiten in Zusammenhang mit der Schuldenkrise im Euroraum um: Zuflüsse gab es bei Bargeld und Sichteinlagen sowie bei den Ansprüchen gegenüber Versicherungen. Aus anderen Anlagen zogen sich Privatanleger zurück.

Rein rechnerisch beträgt das Geldvermögen rund 60.000 Euro pro Kopf. Da die Bundesbank keine Angabe zur Verteilung macht, verrät die Statistik nicht, wer das Geldvermögen anhäuft.

Eine aktuelle Studie des Statistischen Bundesamtes lässt darauf schließen, dass der Wohlstand höchst unterschiedlich verteilt sein muss. Fast 20 Prozent der Deutschen - oder rund 16 Millionen Menschen - sind demnach von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffen - obwohl sich nur 5,3 Prozent tatsächlich arm und ausgegrenzt fühlen. Das ist das Ergebnis der Erhebung „Leben in Europa 2011“, für die in Deutschland rund 13 500 Haushalte befragt wurden.

Die Betroffenen könnten nur eingeschränkt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen, berichtete das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden. Sie können ihre Miete oder Rechnungen nicht rechtzeitig bezahlen, die Wohnung nicht ausreichend heizen, sich nicht mindestens jeden zweiten Tag eine vollwertige Mahlzeit leisten oder nicht in Urlaub fahren.

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