Gesundheit Rentnern soll private Krankenversicherung zu teuer sein

Eine Studie des Wissenschaftlichen Instituts der AOK soll belegen, dass die privat versicherten Rentner nicht mehr die Leistungen zahlen können. Die Privaten Krankenversicherungen werfen der AOK Ungenauigkeit vor.

Streichpotenzial der Krankenkassen
Karten von Krankenversicherungen Quelle: AP
Ein Mund Quelle: Robert Kneschke - Fotolia.com
Bonusheft Quelle: dpa
Gymnastik Quelle: Robert Kneschke - Fotolia.com
Akupunktur Quelle: gms
Eine Impfdosis des Mittels Pandemrix gegen Schweinegrippe Quelle: dpa
Geschientes Bein Quelle: Peter Atkins - Fotolia.com
Familie Quelle: dpa
Ein Patient macht in Hamburg im Reha Zentrum mit einem Band Übungen für den Rücken Quelle: dpa

Für viele Rentner ist die private Krankenversicherung zu teuer geworden. Die "Frankfurter Rundschau" berichtete am Montag, dass einer Umfrage des Wissenschaftlichen Instituts der AOK ergeben habe, dass fast jeder zweite privat versicherte Rentner in diesem oder im vergangenen Jahr eine höhere Selbstbeteiligung an den Behandlungskosten akzeptierte oder in einen Tarif mit weniger Leistungen wechselte.

Jeder Dritte Beamte im Ruhestand soll so seine Prämienzahlungen reduziert haben. Demnach sollen 29,2 Prozent der privat Versicherten auf diese Weise versucht haben, ihre Krankenversicherungskosten in den Griff zu bekommen. Für die repräsentative Untersuchung wurden jeweils rund 1000 zufällig ausgewählte privat und gesetzlich Versicherte befragt.

Die Debeka weist die jüngsten Berichte der AOK als völlig haltlos zurück. In einer schriftlichen Stellungnahmen gab der nach eigenen Angaben größte private Krankenversicherer an, dass im selben Zeitraum lediglich nur 1,5 Prozent der von ihnen versicherten Rentner ein Wechselrecht in Anspruch genommen habe - und nur 0,3 Prozent eine höhere Selbstbeteiligung. Debeka warf der AOK-Studie zudem vor, unter 1.000 Privatversicherte nur 79 Rentner befragt zu haben.

Auch der der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) widersprach den Ergebnissen der AOK-Studie. "Die genannten Zahlen passen bei weitem nicht zur Realität in der konkreten Kundenbetreuung der privaten Versicherungsunternehmen", sagte Verbandssprecher Stefan Reker der Nachrichtenagentur AFP. So zeige die Umfrage vielmehr eine sehr hohe Zufriedenheit der gesetzlich und privat Versicherten mit dem dualen Gesundheitssystem.

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