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Global Wealth Report 2019 Weltweites Vermögen ist erstmals seit der Finanzkrise gesunken

Globale Unsicherheiten setzen den Börsen zu. Das schmälert das Vermögen der privaten Haushalte weltweit. Es beläuft sich auf 172,5 Billionen Euro.

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Global Wealth Report 2019: Der globale Reichtum stagniert Quelle: dpa

Vorläufiges Ende eines Booms: Erstmals seit der Finanzkrise 2008 ist das Vermögen der Menschen weltweit nach Berechnungen des Versicherungskonzerns Allianz gesunken. Das Bruttogeldvermögen der privaten Haushalte verringerte sich vor allem wegen des Kurseinbruchs an den Börsen um 0,1 Prozent auf umgerechnet 172,5 Billionen Euro, wie aus dem am Mittwoch in Frankfurt veröffentlichten „Global Wealth Report 2019“ hervorgeht.

In Deutschland gab es gegen den Trend einen Anstieg um 2,2 Prozent auf 6,2 Billionen Euro. Die Menschen sparten so viel wie in kaum einem anderen Land. Dadurch wurden die Verluste an den Aktienmärkten mehr als wett gemacht.

Global gaben die Aktienkurse den Angaben zufolge um etwa 12 Prozent nach. Der eskalierende Handelskonflikt zwischen den USA und China, die Ungewissheiten des Brexits und geopolitische Spannungen trübten die Stimmung der Anleger.

„Die zunehmende Unsicherheit fordert ihren Tribut“, sagte Allianz-Chefvolkswirt Michael Heise. Handel sei kein Nullsummenspiel. „Entweder gewinnen alle – wie in der Vergangenheit – oder es verlieren alle - wie im letzten Jahr.“

Die Allianz berücksichtigt in ihrem jährlichen „Global Wealth Report“ für 53 Länder Bargeld, Bankeinlagen und Wertpapiere sowie Ansprüche gegenüber Versicherungen und Pensionsfonds, nicht jedoch Immobilien. Netto, also abzüglich von Schulden, sank das Geldvermögen in den untersuchten Staaten 2018 um 1,9 Prozent auf 129,8 Billionen Euro.

Das höchste Bruttogeldvermögen pro Kopf hatten den Berechnungen zufolge erneut die Schweizer (266.320 Euro), gefolgt von den US-Amerikanern (227.360) und den Dänen (156.320). Abzüglich von Schulden lagen die US-Amerikaner (184.410) vorn. Deutschland rangierte mit einem Bruttogeldvermögen von 74.620 Euro pro Kopf auf Platz 19, netto waren es 52.860 Euro (Platz 18).

Mehr: Die deutschen Banken müssen künftig weniger Strafzinsen an die EZB zahlen. Besonders für vermögende Kunden sind zusätzliche Belastungen aber trotzdem möglich.

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