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Gold-Anlage Warum die Welt Gold kauft

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Der Großteil der Abflüsse aus Gold-ETPs hat dem WGC zufolge im Januar in den USA und Großbritannien stattgefunden. Das WGC führt dies auf den Preisrückgang des Edelmetalls im Januar sowie auf Portfolio-Umschichtungen zum Jahreswechsel zurück. Auch Star-Investor George Soros und weitere prominente Hedgefonds-Manager aus den USA haben sich im Frühjahr stark aus Gold-ETFs zurückgezogen, wie Anfang der Woche bekannt geworden war.In den meisten anderen Märkten haben Gold-ETPs mehr Zuflüsse als Abflüsse verbucht. Das WGC begründete dies damit, dass Investoren die niedrigeren Preise für Zukäufe genutzt hätten. Vor allem in Indien gebe es einen Trend hin zu mehr Investitionen in Gold-ETFs, weil das Angebot an entsprechenden Fonds zunehme.

Anstieg bei Gold-Investitionen

Ende März hielten Gold-ETPs weltweit rund 2100 Tonnen Gold in ihren Portfolios, teilte das WGC mit. Dies entspreche einem Wert von rund 95 Milliarden Dollar (rund 67 Milliarden Euro). Einschließlich ETPs, Barren und Münzen sind die Gold-Investitionen im ersten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 26 Prozent auf 310,5 Tonnen gestiegen. Damit machten Investitionen rund 32 Prozent der gesamten Nachfrage nach dem Edelmetall aus. Der Rest kam vonseiten der Schmuck- und Technologieindustrie.

Politische Unruhen verstärken Goldnachfrage

WGC-Analystin Eily Ong erwartet, dass die verstärkte Gold-Nachfrage vonseiten der Investoren anhalten wird. "Wir haben geopolitische Unruhen im Nahen Osten und Nordafrika gehabt, anhaltende Unsicherheit und Sorgen hinsichtlich Staatsschulden sowie anhaltende Inflationssorgen rund um die Welt", sagte sie. Zudem versuchten die Chinesen und Inder weiterhin, ihre Inflation durch Zinserhöhungen in den Griff zu bekommen. "All dies schafft ein sehr günstiges Umfeld." Hinzu kommt, dass auch Schwellenländer wie Brasilien und China ihre staatlichen Goldreserven weiter massiv aufstocken, was vor allem der angeschlagenen US-Wirtschaft und einem anhaltend schwachen Dollar geschuldet ist. Marktbeobachter rechnen daher mittelfristig mit einem Anstieg des Goldpreise auf 1600 Dollar je Feinunze.

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