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Hochwasserkatastrophe Flutkatastrophe wird für Provinzial zum größten Schaden der Geschichte

Noch ist die Schadenhöhe durch die Flutkatastrophe nicht absehbar. Die bisherige Schätzung übertrifft jedoch bereits die Prognose des Marktführers Allianz.

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Der größte Teil der Summe entfällt auf die Wohngebäude- und Hausratversicherung. Quelle: dapd

Die Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen wird für den Versicherer Provinzial der teuerste Schaden seiner Firmengeschichte. Bis Montag hätten die Kunden mehr als 33.000 Schäden mit einem Volumen von 761,3 Millionen Euro gemeldet, teilte der zur Sparkassen-Finanzgruppe gehörende Versicherer am Dienstag in Münster mit.

Die Gesamthöhe des Schadens sei derzeit wegen „der Vielfalt und der Komplexität der Schadenbilder und dem unfassbaren Ausmaß der Katastrophe“ aber nicht absehbar. Das gesamte überflutete Gebiet in beiden Bundesländern fällt in das Geschäftsgebiet der Provinzial, die erst im vergangenen Jahr aus zwei gleichnamigen Versicherern entstanden war.

Der mit Abstand größte Teil entfällt auf die Wohngebäude- und Hausratversicherung, in der mehr als 29.000 Schäden gemeldet wurden. Zudem wurden 31 Millionen Euro Schaden an mehr als 4000 Fahrzeugen gemeldet. „Jetzt geht es um schnelle Hilfe für die Betroffenen“, sagte Vorstandschef Wolfgang Breuer. Mehr als 70 Millionen Euro an Entschädigungen seien bereits ausgezahlt.

Der Versichererverband GDV hat den versicherten Schaden in Deutschland infolge des Tiefs „Bernd“ auf 4,5 bis 5,5 Milliarden Euro geschätzt. Tagelange starke Regenfälle hatten in der Eifel und im Rheinland kleinere Flüsse über die Ufer treten lassen und zu Sturzfluten geführt, die Häuser unterspülten sowie Straßen und Brücken zerstörten.

Die Schadenschätzung der Provinzial übertrifft noch diejenige des Marktführers Allianz, der die versicherten Schäden seiner Kunden in der vergangenen Woche auf mehr als eine halbe Milliarde Euro geschätzt hatte. Der französische Versicherer Axa sprach – einschließlich der Überschwemmungen im benachbarten Belgien – von einer Nettobelastung von 400 Millionen Euro.

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