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Kfz-Versicherungen Für viele Autofahrer wird es teurer

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Autofahrer in Bayern müssen am meisten zahlen

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Die Regional- und Typklassen sind sowohl für die Kfz-Haftpflicht- , als auch für Teilkasko- und Vollkaskoversicherung relevant. Für die deutschen Kfz-Versicherer bleiben Autofahrer aus Bayern die teuersten Kunden. Sie müssen damit auch im nächsten Jahr tendenziell am meisten für die Haftpflicht- und die Kasko-Versicherung ihrer Fahrzeuge zahlen. In der Haftpflichtversicherung liegen fünf der zehn Städte und Landkreise in der teuersten Klasse in Bayern, mit Augsburg und Kaufbeuren auf den Rängen eins und drei, dazwischen rangiert die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden. Am billigsten Ende der zwölfstufigen Skala finden sich sechs Landkreise im dünnbesiedelten Brandenburg.

Allerdings haben die Regionalklassen nur begrenzten Einfluss auf die Beitragshöhe – zumal die Eingruppierung des GdV lediglich eine Empfehlung für die Versicherer darstellt. Viele Versicherer haben Deutschland anhand von Postleitzahlengebieten in eigene Risikoklassen eingeteilt. Was teilweise zu dem kuriosen Effekt führen kann, all lange Straßen in Großstädten mit ganz unterschiedlichen Risikobewertungen versehen sein können. Dem Vergleichsportal Check24 zufolge, kann das dazu führen, dass die Kfz-Prämie etwa auf der Dachauer Straße in München auf ihrer Gesamtlänge um mehr als 100 Euro schwanken kann.

Die Typklassen-Systematik des GdV hat da schon größeren Einfluss auf die Höhe der Versicherungsprämie. Die Typklassen für rund 24.000 Automodelle werden jedes Jahr auf Unfallhäufigkeit und Schadenhöhe überprüft. Auch die Änderungen bei den Typklassen sind für Versicherer unverbindlich. Sie können bei neu abgeschlossenen oder laufenden Verträgen zur nächsten Hauptfälligkeit angewendet werden.

2014 erfolgt in der Voll- und Teilkaskoversicherung für mehr als ein Drittel der Fahrzeuge eine neue Einstufung. So wird zum Beispiel die Typklasse in der Vollkaskoversicherung für einen Hyundai IX20 1.4 mit 66 kW gleich um vier Klassen besser, ein Hyundai I30 1.4 mit 73 kW wird hingegen fünf Klassen schlechter eingestuft.

Verbraucher sollten jedoch letztendlich nicht nur anhand von Preiserhöhungen aufgrund einer neuen Typ- und Regionalklasse den Versicherer wechseln. Denn mittlerweile spielen viele weitere Faktoren – Branchenkenner reden von bis zu 40 – bei der individuellen Prämienhöhe eine Rolle: von Selbstbehalt, Fahrzeugwert und den gefahrenen Kilometern im Jahr bis hin zu Diebstahlschutz, Fahrerfahrung, Stellplatz des Fahrzeugs, Werkstattbindung und Verwandtschaftsgrad der anderen Fahrer reicht die Palette. Da hilft nur eins: Konkrete Angebote einholen und vergleichen.

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