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Kooperation mit Fidor Bank Die Bank des Mobilfunkers O2 startet

Das Smartphone als Bankfiliale – das bieten bereits viele Apps von Geldinstituten. Doch als erster Mobilfunkanbieter bietet O2 jetzt eine eigene Finanzapp an. Statt Zinsen wird mit mehr Datenvolumen geworben.

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O2 will Kunden mit Megabyte statt Zinsen locken.

Berlin/Frankfurt Der Telefonica-Konzern heizt den Wettbewerb um digitale Bankkunden an. Zweieinhalb Monate nach Ankündigung steigt der Mobilfunkanbieter, der in Deutschland mit den Marken O2 und E-Plus präsent ist, in das mobile Bankgeschäft ein. Die Sparkassen tüfteln an ähnlichen Lösungen („Yomo“). Vor Jahresende dürfte jedoch mit keinem Durchbruch gerechnet werden, hieß es in Finanzkreisen.

Telefonica tritt nicht nur in den Wettbewerb mit herkömmlichen Banken ein, sondern auch mit den sogenannten Fintechs. Ähnlich wie das Fintech-Unternehmen N26 (vormals Number 26) strebt Telefonica an, mit dem Smartphone das komplette Bank-Geschäft zu erledigen. Die Besonderheit: Kunden werden nicht in Zinsen, sondern mit einem monatlichen Datenvolumen belohnt, das abhängig von der Nutzung zwischen 500 Megabyte bis zu ein Gigabyte liegen kann.

O2-Banking-Nutzer können künftig mit einem internetfähigen Handy per Mobilfunknummer Überweisungen vornehmen und kleinere Sofortkredite in Anspruch nehmen. Zudem wird eine kostenlose Mastercard ausgehändigt.

Telefonica-Partner für die Abwicklung des Bankgeschäfts ist die Fidor Bank. Mit rund 43 Millionen Mobilfunkverträgen ist Telefonica in Deutschland Marktführer – noch vor der Telekom und Vodafone. Zwar hält sich der Telekomanbieter mit einer Schätzung potenzieller Bankkunden zurück, doch in Branchenkreisen wird mittelfristig eine Zahl im niedrigen Millionenbereich für möglich gehalten. Zum Vergleich: N26 hat nach eigenen Angaben derzeit mehr als 200 000 Kunden.

Während Telefonica und N26 sich schon um Kunden kümmern, hinken die Sparkassen noch hinterher. Mit Yomo, abgekürzt für „Your Money“, wird aber derzeit an einem System gefeilt, um das Banking ausschließlich über das Smartphone zu ermöglichen. Zehn Sparkassen sind derzeit dabei, sich auf ein System zu verständigen. Anderen Sparkassen steht es dann frei, auf die Erfahrungen zurückzugreifen.

Im Ausland ist man schon ein Schritt weiter. Laut einer PwC-Studie sind in Osteuropa Kooperationen zwischen Telekomunternehmen und Bank verbreitet. So kooperiert die Commerzbank-Tochter MBank mit Telko Orange.

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