Krankenversicherung Grüne warnen vor steigenden Kassenbeiträgen

Die Krankenkassen geben in diesen Tagen ihre Zusatzbeiträge für 2015 bekannt. Die Gesamtbeiträge werden sich zunächst kaum ändern. Aber in den Folgenjahren wird ein deutlicher Anstieg erwartet.

Diesen Krankenkassen sterben die Kunden weg
Krankenkassenkarten Quelle: dpa
Steine mit Aufschriften Quelle: dpa
Schriftzug der AOK Quelle: dpa
Grafik des Dienstes für Gesellschaftspolitik Quelle: Handelsblatt
Screenshot der Internetseite der G&V BKK Quelle: Handelsblatt
Screenshot der Internetseite der BKK Phoenix Quelle: Handelsblatt
Screenshot der Internetseite der BKK Medicus Quelle: Handelsblatt
Screenshot der Internetseite der BKK IHV Quelle: Handelsblatt
Screenshot der Internetseite der Esso BKK Quelle: Handelsblatt
Screenshot der Internetseite der Knappschaft Quelle: Handelsblatt
Screenshot der Internetseite der Novitas BKK Quelle: Handelsblatt
AOK PlusVorsorge und gesunde Lebensweise belohnt die AOK Plus mit bis zu 300 Euro im Jahr. Zum Beispiel: 25 Euro – Gesundheitskurs (bis 3 x im Kalenderjahr) 50 Euro – Sportverein 50 Euro – Fitnessstudio 25 Euro – Sportabzeichen 25 Euro – Erste Hilfe Kurs 25 Euro – Berufliche Tauglichkeitsuntersuchung 25 Euro – Nichtraucherstatus 25 Euro – Mit dem Rad zur Arbeit 25 Euro – Blutspende 25 Euro – Sportveranstaltung   Mitglieder-Bilanz 2013: -8.505 oder -0,38 Prozent                                                                  Fotoquelle: Screenshot der Internetseite Quelle: Handelsblatt
Screenshot der Internetseite der BKK vor Ort Quelle: Handelsblatt
Screenshot der Internetseite der AOK Sachsen-Anhalt Quelle: Handelsblatt
Screenshot der Internetseite der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) Quelle: Handelsblatt
Screenshot der Internetseite der AOK Nordost Quelle: Handelsblatt
Screenshot der Internetseite der DAK Gesundheit Quelle: Handelsblatt
Schriftzug der Barmer GEK Quelle: dpa
Krankenkassenkarte der Techniker Krankenkasse Quelle: dpa
Beine von Läufern Quelle: dpa

Die Grünen haben vor einem massiven Anstieg der Krankenkassenbeiträge in den kommenden Jahren allein zulasten der Versicherten gewarnt. „Mit den Zusatzbeiträgen hat die Bundesregierung alle künftigen Ausgabensteigerungen allein den Versicherten aufgebürdet“, sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Maria Klein-Schmeink, der Deutschen Presse-Agentur.

Zum 1. Januar wird der allgemeine Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) auf 14,6 Prozent (bisher 15,5 Prozent) festgesetzt. An die Stelle des bisherigen Sonderbeitrags von 0,9 Prozentpunkten tritt ein Zusatzbeitrag, über dessen Höhe jede Kasse selbst entscheidet. Es wird erwartet, dass der überwiegende Teil der rund 130 gesetzlichen Krankenkassen in den nächsten Tagen ihren Zusatzbeitrag für 2015 in ähnlicher Höhe bekanntgeben werden.

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Kassen, deren Zusatzbeitrag diesen durchschnittlichen Wert (2015: 0,9 Prozent) übersteigt, müssen ihre Mitglieder ausdrücklich darauf hinweisen, dass es eine günstigere Kasse gibt. Die Versicherten haben dann ein Sonderkündigungsrecht. Klein-Schmeink sagte dazu: „Wenn die Bundesregierung mit der „Geiz-Ist-Geil-Methode“ jetzt auf die billigsten Krankenkassen verweist, versucht sie nur darüber hinwegzutäuschen, dass die Zusatzbeiträge aller gesetzlichen Kassen künftig nur eine Richtung kennen: steil aufwärts.“

In den Folgejahren rechnen Experten mit einem deutlichen Anstieg der Sätze. Klein-Schmeink erwartet schon bis 2017 Zusatzbeiträge von 1,4 bis 2 Prozentpunkten, was dann einem Gesamtbeitrag von bis zu 16,6 Prozent entspräche. „Die Versicherten sehen dabei gleich doppelt in die Röhre: Die Beiträge steigen, zugleich werden Kassen Leistungen und Service zusammenstreichen, um im harten Preiswettbewerb nicht das Nachsehen zu haben.“

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Die Betriebskrankenkasse Verkehrsbau Union (BKK VBU) setzte ihren Zusatzbeitrag bereits auf 0,9 Prozentpunkte fest. Damit liege der Beitrag der Kasse ab 1. Januar insgesamt bei 15,5 Prozent und bleibe damit unverändert gegenüber dem bis zum Jahresende geltenden allgemeinen Beitragssatz, hieß es.

Nach Informationen des „Handelsblattes“ (Donnerstag) will die Techniker Krankenkasse (TK) von der Möglichkeit, ihren Beitrag zu senken, nur vorsichtig Gebrauch machen, obwohl sie mit 3,1 Milliarden Euro die höchsten Rücklagen hat. Statt bisher 15,5 Prozent sollen die acht Millionen Versicherten vom 1. Januar an 15,4 Prozent zahlen. Formell beschlossen werden soll der neue Beitrag am Freitag. Barmer und DAK planen den Angaben zufolge, trotz ihrer schwierigen Finanzlage im nächsten Jahr bei 15,5 Prozent Gesamtbeitrag zu bleiben.

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