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Krankenversicherung PKV-Beiträge steigen weiter an

Viele privaten Krankenversicherungen haben im Januar ihre Beiträge erhöht. Wer bisher davon verschont geblieben ist, muss sich zum April auf satte Erhöhungen einstellen. Die Tarife werden bis zu 25 Prozent teurer.

Das geben Krankenkassen zurück
Es ist ein Achtungserfolg für Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP): Als erste der großen Krankenversicherungen gibt die Techniker-Krankenkasse seinem Drängen nach und zahlt bis zu 720 Millionen Euro an ihre Versicherten zurück. Die anderen Kassen mauern - noch... Quelle: dapd
Der neue Vorstandschef der Techniker Krankenkasse (TK), Jens Baas, sagte den sechs Millionen Mitgliedern jeweils zwischen 60 und 120 Euro an Rückzahlungen zu. Bislang waren allenfalls kleinere Kassen mit insgesamt einer Million Mitgliedern dem Aufruf von Bahr gefolgt. Die anderen verschränkten die Arme über dem Bauch. Auch gestern blieben viele Kassen bei ihrer negativen Haltung gegenüber Rückzahlungen... Quelle: dpa
DAK: Kein Zusatzbeitrag mehrDie Deutsche Angestelltenkrankenkasse kommt aus einem tiefen Tal. Als eine der ersten Kassen musste die DAK vor über zwei Jahren einen Zusatzbeitrag fordern. "Bei uns redet niemand über Prämien an unsere Versicherten. Wir haben unsere Prämie längst gezahlt, indem wir zum ersten April 2012 diesen Zusatzbeitrag von acht Euro wieder abgeschafft haben", kommentiert denn auch ein Sprecher die Ankündigung der Techniker Krankenkasse. Quelle: dpa
DAK: Kein Zusatzbeitrag mehrTatsächlich war das ein großer Erfolg für die Kasse, die wegen des Zusatzbeitrags mehrere Hunderttausend Mitglieder verloren hat. Viele Experten hatten Zweifel, ob die DAK das laufende Jahr ohne neue rote Zahlen überstehen würde. Diese Befürchtung hat sich nicht bestätigt. Nach einem Plus von 344 Millionen Euro 2011 schloss sie auch das erste Halbjahr 2012 mit einem Plus von mehr als 100 Millionen Euro ab. Ihre Rücklagen liegen damit jedoch weiter weit unter der Grenze, ab der das Sozialgesetzbuch eine Prämienausschüttung erlaubt. Quelle: dpa
Barmer GEK: kein Geld für PrämienDie Barmer GEK gehört wie die Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK) zu den großen Kassen, die sich umfangreiche Filialnetze und eine intensive Betreuung ihrer Versicherten leisten. Dies ist neben Verzerrungen im Finanzausgleich zwischen den Krankenkassen ein Grund, warum die Barmer trotz des Geldregens, der seit fast zwei Jahren über das Gesundheitssystem niedergeht, keine soliden Rückladen bilden kann Quelle: dpa
Barmer GEK: kein Geld für PrämienDie Kasse ist grundsätzlich wenig geneigt, ihren Versicherten Boni zu zahlen. Dabei gehe es am Ende nur um wenige Euro, die der einzelne Versicherte kaum spüren würde, sagte Barmer-Sprecher Athanasios Drougias. "Das ist weniger als die Zwiebeln auf einem Döner." Der Barmer sei ein attraktives Leistungsportfolio wichtiger. Quelle: dpa
KKH-Allianz: Finanzausgleich funktioniert nichtNach einem Einnahmeüberschuss von 140 Millionen Euro 2011 war es schon mutig von der KKH Allianz, ihren zwei Jahre lang geforderten Zusatzbeitrag von acht Euro zum 1. März aufzuheben. Zwar liegen die Reserven der ehemaligen Kaufmännischen Krankenkasse Halle deutlich über der gesetzlichen Mindestreserve von einer viertel Monatsausgabe. Aber für Prämien langt das Geld nicht. Quelle: dpa

Nach diversen Beitragserhöhungen der privaten Krankenversicherungen, steigen nun auch die Tarife bei DKV und AXA. Ab dem ersten April müssen die 900.000 DKV-Versicherten im Schnitt 4,5 Prozent mehr pro Monat für ihren Versicherungsschutz zahlen. In einzelnen Tarifen werden sogar 25-prozentige Zuschläge fällig. Begründet werden diese Erhöhungen mit einem Anstieg der eingereichten Leistungsabrechnungen. Auch AXA-Kunden müssen ab kommenden Monat tiefer in die Tasche greifen: Hier sind vor allem die Tarifreihen ECO und VA betroffen. "Diese verspäteten Beitragserhöhungen haben doch nur ein Ziel: Zwanghafte Kundenbindung", sagt

Ozan Sözeri, Geschäftsführer des Verbraucherschutzportals Widge.de.

Wegen der späten Anpassung bleibe den Kunden nur ein Wechsel in einen teuren Unisex-Tarif. Versicherte, die bereits Ende letzten Jahres ihre Beitragserhöhungen erhielten, hatten zumindest noch die Chance, in einen günstigeren Bisex-Tarif zu wechseln. "Diese Option wurde den Kunden genommen", sagt Sözeri.

Private Krankenvollversicherung

monatlicher Beitrag Mann

monatlicher Beitrag Frau

Unisextarif

Eintrittsalter: 30

durchschnittlich 387,43 Euro

durchschnittlich 490,54 Euro

489,35 Euro

Eintrittsalter: 40

durchschnittlich 493,49 Euro

durchschnittlich 582,54 Euro

590,17 Euro

Private Krankenzusatzversicherung

Eintrittsalter: 30

durchschnittlich 36,16 Euro

durchschnittlich 37,30 Euro

41,28 Euro

Eintrittsalter: 40

durchschnittlich 47,48 Euro

durchschnittlich 46,67 Euro

51,59 Euro

In Arbeit
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Versicherte, die eine Beitragserhöhung erhalten, haben die Möglichkeit, von ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch zu machen und die Versicherungsgesellschaft zu wechseln. Dieser Schritt sollte jedoch genau durchdacht werden, da in den meisten Fällen die lange angesparten Altersrückstellungen verloren gehen. "Ein Tarifwechsel innerhalb der Gesellschaft bietet finanzielle Entlastung bei gleichem Leistungsniveau und ist somit die deutlich attraktivere Alternative für Versicherte", weiß Sözeri.

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