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Krötenwanderung

Vorsorgevollmachten – so geht’s leichter

Anke Henrich
Anke Henrich Freie Autorin, Mittelstands-Expertin

Muss es wirklich sein? Ja, muss es. Krank, geschäftsunfähig oder mausetot sind wir schneller als wir denken. Die gute Nachricht: Vollmachten für Angehörige sind weniger Papierkram als oft befürchtet.

So sorgen Sie richtig vor
Vollmachten, Testamente, Patientenverfügung und Co. bieten Sicherheit für den Fall eines Falles. Eine Vollmacht sollten Sie nicht leichtfertig ausstellen: Geben Sie diese nur an Personen, denen sie wirklich zu 100 Prozent vertrauen. Quelle: Fotolia
Wenn Sie die richtige Person gefunden haben, muss die Vollmacht immer auch von einem Rechtsanwalt oder einem Notar legitimiert werden. Für Immobiliengeschäfte, Darlehen und Handelsgewerbe ist die notarielle Beglaubigung zwingend notwendig, rät Margit Winkler, Inhaberin des Instituts GenerationenBeratung, die zehn Tipps zur eigenen Sicherheit bei der Vorsorge nennt. Quelle: dpa
Eine Vorsorgevollmacht sollten Sie in jedem Fall im Vorsorgeregister registrieren lassen. Das kostet zwar 15 Euro, aber so werden spätere Unklarheiten vermieden. Quelle: dapd
Auch hilfreich: eine Patientenverfügung, die Sie bei ihrem Arzt oder beim Humanistischen Verband bekommen. Damit regeln Sie den Fall, dass Sie ihren Willen nicht mehr selbstständig erklären können. Sie bezieht sich dabei nicht nur auf medizinische Maßnahmen oder ärztliche Eingriffe, sondern kann auch darüber Auskunft geben, ob lebensverlängernde Maßnahmen erfolgen sollen. Quelle: AP
Eine Verfügung muss alle ein bis zwei Jahre erneuert werden. Eine öffentliche Person muss außerdem Ihre Einwilligungsfähigkeit bestätigen. Also am besten wieder zum Notar oder Rechtsanwalt. Quelle: Fotolia
Vor allem Frauen sind von Armut im Alter betroffen, insbesondere dann, wenn der Partner gestorben ist. Sie sollten deshalb Ihre Finanzen im Blick behalten und gegebenenfalls zusätzlich und individuell vorsorgen. Quelle: dpa
Es gibt auch etwas, das Kinder beachten sollten, nämlich den sogenannten Elternunterhalt. Das bedeutet, dass die Kinder im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten für den Lebensbedarf von Eltern, aber auch Schwiegereltern aufkommen müssen. Dabei gibt es allerdings auch einige Kniffe zu beachten: Sollten Sie davon betroffen sein, suchen Sie deshalb am besten direkt einen Anwalt auf. Quelle: dpa

Welche Fragen sind im Notfall medizinisch wichtig? Welche Entscheidungen sind juristisch wasserdicht, wenn es um Betreuung, Konto- und Depotvollmachten und Patientenverfügungen geht?

Kein schönes Thema und für einen Normalsterblichen meist böhmische Dörfer. Darum ein Lob an die Christophorus-Akademie für Palliativmedizin der Münchener Uniklinik und das Bayerische Ministerium für Justiz und Verbraucherschutz. Gemeinsam haben sie echten Nutzwert geliefert.

In einer rund 50-seitigen Dina4-Broschüre beantworten Experten präzise und verständlich alle wichtigen Fragen rund um die Themen Unfall, Krankheit und Alter.

In Arbeit
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Was gehört in eine Vollmacht, was in eine Generalvollmacht? Wie vermeide ich Missbrauch? Was lässt sich über eine Betreuungsvollmacht regeln? Kann mir eine Patientenvollmacht auch schaden? Wie lässt sich der Zugriff auf Post und Vermögen für einen Bevollmächtigten sicherstellen?

Das Beste aber ist, dass der Broschüre die nötigen Vordrucke zur Patientenverfügung, Betreuungsvollmacht, Kontenvollmacht samt Ergänzungsvordrucke beiliegen. Das erspart viel Lauferei. Auch zwei Karten für die Geldbörse gehören dazu, auf denen sich die Kontaktpersonen vermerken lassen.

Das Ganze kostet nur 4,90 Euro und ist jetzt in der 14. aktualisierten Ausgabe erschienen („Vorsorge für Unfall, Krankheit, Alter“, Verlag C.H.Beck, ISBN 978-3-406-65433-6).

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