Lebensversicherer Zinszusatzreserve erreicht Rekordstand

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Zinszusatzreserve der Lebensversicherungen erreicht Rekordstand Quelle: imago

Ein neuer Rekord: Mit 60 Milliarden Euro ist die umstrittene Zinszusatzreserve der Lebensversicherungen so hoch wie noch nie. Sie soll die Garantieleistungen bei Altverträgen absichern.

Die umstrittene Zinszusatzreserve der Lebensversicherungen ist 2017 um weitere 15 Milliarden Euro auf die neue Rekordsumme von 60 Milliarden Euro gestiegen. Das teilte das Bundesfinanzministerium in einer Antwort an den Bundestagsabgeordneten Fabio De Masi (Linke) mit, die der WirtschaftsWoche vorliegt. Die Zinszusatzreserve speist sich aus dem Kapitaldeckungsstock und wurde 2011 auf Drängen der Finanzaufsichtsbehörde BaFin eingeführt, damit die Lebensversicherungen ihre garantierten Leistungen bei Altverträgen einhalten. Benachteiligt sind dadurch Kunden mit neueren Verträgen, die von den Ausschüttungen aus der Zinszusatzreserve ausgeschlossen sind. Der linke Abgeordnete De Masi fordert, die Zinszusatzreserve abzuschmelzen. Es könne nicht sein, dass Millionen Versicherte mit den ihnen zustehenden  Erträgen für die Versprechen der Versicherungswirtschaft haften. Da die Unternehmen früher mit überhöhten Garantiezinsen gelockt hätten, so De Masi, „müssen die Unternehmen ihren Verpflichtungen aus ihren Gewinnen nachkommen“.

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